Tappensches Familienbuch (1889)/130: Unterschied zwischen den Versionen
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Kaufmannschaft zu erziehen, und bewegst an frembde Oehrter zu .schicken: So hat doch der Allerhöchste mit Ihm ein anders aussersehen, indem Ihn der seel. Herr 1). 81/ring, weil. Syndicus dieser alten Stadt Hildesheini. da demselben die Kinder nach einander weggestorben, wegen seines fähigen Ingenij zu sich in sein Haus genommen\ und fleissig zur Schule gehalten, biss Er eignen Pnieceptoribus ist an vertrauet worden. | |||
«Anno 1647 ist Er zu Contimura»? seiner in Patria wolangefangenen Studie» auf das berühmte Gymnasium zu Göttingen geschiclcet, da Er unter der Mauuduction des Paedagogiarchi Reidrij daselbst in Humanioribns sich dergestalt perficiret, dass Er verschiedene Orationes unter ihm gehalten, nicht tceniger auch andere frembde Sprachen zuerlernen — einen guten Anfang gemachet. 1 btt dannen Er Anno 1648 aiiff das Gymnasium zu Bremen abgereiset, und allda unter dem Hn. Lic. Meyern ein Collegium Oratorium, und unter Hn. D. Mylio ein Collegium Mctapliysic. gehalten. Xachdem aber daselbst Kostbahr zu leben gewesen, hat Er sich au ff vielfältiges Zuschreiben seines gewesenen und damahls zu Königsberg subsistireurfert Praeceptoris domestici, M. Sebastian! Mölleri, mit Einraht des seel. Hn. 1). Syrings und seiner lieben Eltern, dahin begeben, und seine Heise durch Dennemarl; genommen; Von diesem seinen Herrn Praeeeptore ist Er in Studiis Philosophieis et Historicis treulich angeführet worden. hat auch unter demsflbigen Anno 1650 eine disputationem Politicam de Discipliua publica publice gehalten, darbey Er zugleich das Studium juridicum unter dem weitberühmten ICto Adamo Rieeio angetreten, solches auch gerne allda fortsetzen mögen, wenn Er nicht au ff Befehl corgemeldeten Herrn Syndici Syrings und der lieben Eltern sich nacher Jene begeben müssen, nachdem Er vorhero die Grentzörter Polen, IJttauen und Preussen besichtiget, Sobald er nun zu Jene angelanget, hat Er die Excrcitia Academica continuire/ und Collegia juridica lectoria et disputatoria — rühmlichst gehalten. | |||
«Als ent zwischen viel gedachter Herr D. Sy ring mit Tode abgangen, ist Er genöhtiget, sein Retour in sein geliebtes Vaterland zu nehmen, jedoch sich sofort wieder nach Jene gesehnet, da Er denn, seiner Weise nach, die edle Zeit nach wie vor wol angeleget, wie solches unter ändern die wollauffgesetzte, und unter Hn. D. ^trnren Anno 1663 gehaltene Disput, de Jure retentionis bezeuget. Von mehrberühmter Akademie ist Er Anno 16Ö4*) nach der Fürstl. Julius-Uuiversittff (Helmstedt) gezogen, da Kr sein Studium juris in Kurtzem so weit zum Ende gebracht, dass Er unter Hn. D. Henrico Hahnen de Regalibus publice disputiref 7 und bald darau ff ad examen et disputationem Inauguralem de Praescriptione mendaciorum gelassen worden, tcoselbsten er Ihme auch Anno 1657 praestitis praestandis die lionores Doctorales nach seinen Merite». mit grossem applansu conferim» lassen. Nach so glücklicher Endigung seiner Aeadeini-schen Studien hat Er sich wieder anhero begeben, und sowohl seinen lieben Eltern h1 ihren Rechts-Geschafften hiilfjfliche Hand geboten, als auch vieler ändern Cliente» Rechts-Sachen zu bedienen sich angelegen seyn lassen. Denn ob gleich sein Verlangen gewesen, Franclcreich und andere frembde Länder zu besehen, haben doch theih dero Zeit vorfallende vielfältige Proce&r-e» seiner Eltern, theils daher ermangelnde Subsidie» Ihn abgehalten, dass Er sein Studium practicum zu verfolgen ist gemüssigt worden. | |||
«Anno 1662 ist Er von Churfiirstl. DurchleuchtigJceit zn Cölln, unserm gnädigsten Lands-Fürsten, zum IIof-Gerichts-Assessore designiref worden. | |||
*) n Joannes Tappe Hildesheimensistl ist nach Ausweis der Helmstedter Studentenmatrikel dort immatrikuliere am 10. Oct. 1654. | |||
Version vom 18. Dezember 2012, 22:21 Uhr
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Kaufmannschaft zu erziehen, und bewegst an frembde Oehrter zu .schicken: So hat doch der Allerhöchste mit Ihm ein anders aussersehen, indem Ihn der seel. Herr 1). 81/ring, weil. Syndicus dieser alten Stadt Hildesheini. da demselben die Kinder nach einander weggestorben, wegen seines fähigen Ingenij zu sich in sein Haus genommen\ und fleissig zur Schule gehalten, biss Er eignen Pnieceptoribus ist an vertrauet worden.
«Anno 1647 ist Er zu Contimura»? seiner in Patria wolangefangenen Studie» auf das berühmte Gymnasium zu Göttingen geschiclcet, da Er unter der Mauuduction des Paedagogiarchi Reidrij daselbst in Humanioribns sich dergestalt perficiret, dass Er verschiedene Orationes unter ihm gehalten, nicht tceniger auch andere frembde Sprachen zuerlernen — einen guten Anfang gemachet. 1 btt dannen Er Anno 1648 aiiff das Gymnasium zu Bremen abgereiset, und allda unter dem Hn. Lic. Meyern ein Collegium Oratorium, und unter Hn. D. Mylio ein Collegium Mctapliysic. gehalten. Xachdem aber daselbst Kostbahr zu leben gewesen, hat Er sich au ff vielfältiges Zuschreiben seines gewesenen und damahls zu Königsberg subsistireurfert Praeceptoris domestici, M. Sebastian! Mölleri, mit Einraht des seel. Hn. 1). Syrings und seiner lieben Eltern, dahin begeben, und seine Heise durch Dennemarl; genommen; Von diesem seinen Herrn Praeeeptore ist Er in Studiis Philosophieis et Historicis treulich angeführet worden. hat auch unter demsflbigen Anno 1650 eine disputationem Politicam de Discipliua publica publice gehalten, darbey Er zugleich das Studium juridicum unter dem weitberühmten ICto Adamo Rieeio angetreten, solches auch gerne allda fortsetzen mögen, wenn Er nicht au ff Befehl corgemeldeten Herrn Syndici Syrings und der lieben Eltern sich nacher Jene begeben müssen, nachdem Er vorhero die Grentzörter Polen, IJttauen und Preussen besichtiget, Sobald er nun zu Jene angelanget, hat Er die Excrcitia Academica continuire/ und Collegia juridica lectoria et disputatoria — rühmlichst gehalten.
«Als ent zwischen viel gedachter Herr D. Sy ring mit Tode abgangen, ist Er genöhtiget, sein Retour in sein geliebtes Vaterland zu nehmen, jedoch sich sofort wieder nach Jene gesehnet, da Er denn, seiner Weise nach, die edle Zeit nach wie vor wol angeleget, wie solches unter ändern die wollauffgesetzte, und unter Hn. D. ^trnren Anno 1663 gehaltene Disput, de Jure retentionis bezeuget. Von mehrberühmter Akademie ist Er Anno 16Ö4*) nach der Fürstl. Julius-Uuiversittff (Helmstedt) gezogen, da Kr sein Studium juris in Kurtzem so weit zum Ende gebracht, dass Er unter Hn. D. Henrico Hahnen de Regalibus publice disputiref 7 und bald darau ff ad examen et disputationem Inauguralem de Praescriptione mendaciorum gelassen worden, tcoselbsten er Ihme auch Anno 1657 praestitis praestandis die lionores Doctorales nach seinen Merite». mit grossem applansu conferim» lassen. Nach so glücklicher Endigung seiner Aeadeini-schen Studien hat Er sich wieder anhero begeben, und sowohl seinen lieben Eltern h1 ihren Rechts-Geschafften hiilfjfliche Hand geboten, als auch vieler ändern Cliente» Rechts-Sachen zu bedienen sich angelegen seyn lassen. Denn ob gleich sein Verlangen gewesen, Franclcreich und andere frembde Länder zu besehen, haben doch theih dero Zeit vorfallende vielfältige Proce&r-e» seiner Eltern, theils daher ermangelnde Subsidie» Ihn abgehalten, dass Er sein Studium practicum zu verfolgen ist gemüssigt worden.
«Anno 1662 ist Er von Churfiirstl. DurchleuchtigJceit zn Cölln, unserm gnädigsten Lands-Fürsten, zum IIof-Gerichts-Assessore designiref worden.
- ) n Joannes Tappe Hildesheimensistl ist nach Ausweis der Helmstedter Studentenmatrikel dort immatrikuliere am 10. Oct. 1654.