Tappensches Familienbuch (1889)/165: Unterschied zwischen den Versionen

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Dio für »Sylvesters Kliegrattiu gehaltene heichenpredigt*) enthalt folgende * l'ersonalia*:
«Fon fft# selig - verstorbenen Frau Licentiutüiu Christlicher Geburt, wollge-filhrten l.ebens-Lauff und seligen Abschied ist nun Folgendes an noch zu vermelden:
«12$ ist Dieselbe gebohren im Jalir 1686 den -0‘. Februar, und hat sich vor-nehmet' und Christlicher Eltern zu erfreuen gehabt.
«Ihr Herr 1 ’ater ist der Hoch-Edle, t ’est- und Hochgelahrte Herr Johann Melchior Hoffmeister, ,1. V. 1)., Fürstl. Stifft-Hildesheimischer Consistorial-AWif und Hof-Gerichts-Assessor. wie auch Fitrstl. Xassau-*Spiegelbergischer Naht und Cantzleg-\)\veciOY\ Die Frau Mutter die Hoch-Edle, Grosa-Ehr- und Tugend-begabte Fron 11 s a Dorothea von 117 nt hei nt. Der Herr Grossvater väterlicher Seite ist getcesen der Hoch-Edle, IVsf- und Hochgelahrte Herr Melchior Hoffmeister, J. V. D. und hiesiger Stadt Hildesheim hochverdienter Syndieus. Die Frau Großmutter selbiger Seite die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugendreiche Frau Leve Kegels. Der Herr Grossvater mütterlicher Linie trar der Hoch-Edle und 1 est- und Hoch gelahrte Hr. Johann von Wi nt heim, .7. V. I). und hiesiger Stadt hochverdienter liürgenneister. Die Frau Grossmutter an dieser Seite die Hoch-Edle und Tugendbegabte Frau Sophia Loyken.»
\\ 11 ’ie nun Dero Eltern nicht ermangelt, Sie also fort durch die H. Tau ffe ihrem Erlöser Jesu Christo zuzu führen, und Sie hernechst zu allen Christlichen wollan-ständigen Tugenden anzuweisen, also haben Sie auch sofort in der zarten Jugend viele Merck mahle einer feinen Seele an Derselben mit besonderer Freude verspühret, und Sie desswegen hertzlich lieb gewonnen, zumahlen da Ihnen Gott nur diese eintzige Tochter geschencket hatte. Solche Liebe und Freude hat sich bei heranwachsmden Jahren immer vermehret, und ist die Seel ig-Verstorbene von jederman. dev Sie gekannt, als eine recht demühtige, bescheidene und Gott-fürchtende Persohn geliebet und geehret, so dass auch der jetzo hochbetrübte Herr Witt wer daher betrogen worden. Sie im Jahr 1703 von Gott und ihren geehr testen Eltern zu seiner Ehegattin zu erbitten, mit welchem Sie dann eine zwar kurtze, aber doch sehr vergnügte und mit - Kindern gesegnete Ehe gepflogen , da das jüngere Kind ihr in die Ewigkeit vorgangen, das ältere aber annoch im Leben ist —. 117« sie im übrigen ihr Christenthtnu. so viel menschliche Schwachheit let/det, unsträfflich ge führ et, und ihr Tugend-Licht für ändern her fürleuchten lassen, davon will man nicht eben viel Pühmens machen, sondern vielmehr die Güte Gottes danckbarlich preisen, der ein so grosses Maass des Guten in Sie geleget, und Sie für denen Ärgernissen der Welt so gnädiglich bewahret. Es
*) „Hie Gemeinschaft der Christen rojt Christo in der Herrlichkeit. Als die veyland Hoch-Edle pp. Frau Sophia Leve Hoffmeisters, des Hoch*Ehrwürdigen pp. Herrn St/lvestri Tappen, SS. Theologiae Licent. und getreuen Seel-Sorgers bey der Evangelischen Haupt-Kirchen zu «S. Audreae allhier, Gewesene Ehelichste l'nter ansehnlichem Comitat in dasei listige Kirche zur Erden bestattet wurde: Aus Joh. XIV/,24 tun Himmelfahrts-Tage 1708 vorgestellet von Johann Niekamp. Supermt.s — Gewidmet: Dem pp. Hm. St/lvestro Tappen. SS. Theol. Licentiatopp.. Wie denn auch dem pp. Hi-rm Johann Melchior Hoffmeister, J. V. D., Hoch-Fflrstl.SriflY-Hilde-di. HotTajerioht*-Assessori, Consistorial-linht, und Land-Hentnieister. wie auch Horh-Ftlrsrl. Nassau-SpiegelbergisclHW Cantzle.V-/?fV<*rfoW und Raht zu Coppenbrügge. — Das Original befindet sieh in der Königlichen Bibliothek r.u Hannover.

Version vom 18. Dezember 2012, 22:59 Uhr

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Tappensches Familienbuch (1889)
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Dio für »Sylvesters Kliegrattiu gehaltene heichenpredigt*) enthalt folgende * l'ersonalia*:

«Fon fft# selig - verstorbenen Frau Licentiutüiu Christlicher Geburt, wollge-filhrten l.ebens-Lauff und seligen Abschied ist nun Folgendes an noch zu vermelden:

«12$ ist Dieselbe gebohren im Jalir 1686 den -0‘. Februar, und hat sich vor-nehmet' und Christlicher Eltern zu erfreuen gehabt.

«Ihr Herr 1 ’ater ist der Hoch-Edle, t ’est- und Hochgelahrte Herr Johann Melchior Hoffmeister, ,1. V. 1)., Fürstl. Stifft-Hildesheimischer Consistorial-AWif und Hof-Gerichts-Assessor. wie auch Fitrstl. Xassau-*Spiegelbergischer Naht und Cantzleg-\)\veciOY\ Die Frau Mutter die Hoch-Edle, Grosa-Ehr- und Tugend-begabte Fron 11 s a Dorothea von 117 nt hei nt. Der Herr Grossvater väterlicher Seite ist getcesen der Hoch-Edle, IVsf- und Hochgelahrte Herr Melchior Hoffmeister, J. V. D. und hiesiger Stadt Hildesheim hochverdienter Syndieus. Die Frau Großmutter selbiger Seite die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugendreiche Frau Leve Kegels. Der Herr Grossvater mütterlicher Linie trar der Hoch-Edle und 1 est- und Hoch gelahrte Hr. Johann von Wi nt heim, .7. V. I). und hiesiger Stadt hochverdienter liürgenneister. Die Frau Grossmutter an dieser Seite die Hoch-Edle und Tugendbegabte Frau Sophia Loyken.»

\\ 11 ’ie nun Dero Eltern nicht ermangelt, Sie also fort durch die H. Tau ffe ihrem Erlöser Jesu Christo zuzu führen, und Sie hernechst zu allen Christlichen wollan-ständigen Tugenden anzuweisen, also haben Sie auch sofort in der zarten Jugend viele Merck mahle einer feinen Seele an Derselben mit besonderer Freude verspühret, und Sie desswegen hertzlich lieb gewonnen, zumahlen da Ihnen Gott nur diese eintzige Tochter geschencket hatte. Solche Liebe und Freude hat sich bei heranwachsmden Jahren immer vermehret, und ist die Seel ig-Verstorbene von jederman. dev Sie gekannt, als eine recht demühtige, bescheidene und Gott-fürchtende Persohn geliebet und geehret, so dass auch der jetzo hochbetrübte Herr Witt wer daher betrogen worden. Sie im Jahr 1703 von Gott und ihren geehr testen Eltern zu seiner Ehegattin zu erbitten, mit welchem Sie dann eine zwar kurtze, aber doch sehr vergnügte und mit - Kindern gesegnete Ehe gepflogen , da das jüngere Kind ihr in die Ewigkeit vorgangen, das ältere aber annoch im Leben ist —. 117« sie im übrigen ihr Christenthtnu. so viel menschliche Schwachheit let/det, unsträfflich ge führ et, und ihr Tugend-Licht für ändern her fürleuchten lassen, davon will man nicht eben viel Pühmens machen, sondern vielmehr die Güte Gottes danckbarlich preisen, der ein so grosses Maass des Guten in Sie geleget, und Sie für denen Ärgernissen der Welt so gnädiglich bewahret. Es

  • ) „Hie Gemeinschaft der Christen rojt Christo in der Herrlichkeit. Als die veyland Hoch-Edle pp. Frau Sophia Leve Hoffmeisters, des Hoch*Ehrwürdigen pp. Herrn St/lvestri Tappen, SS. Theologiae Licent. und getreuen Seel-Sorgers bey der Evangelischen Haupt-Kirchen zu «S. Audreae allhier, Gewesene Ehelichste l'nter ansehnlichem Comitat in dasei listige Kirche zur Erden bestattet wurde: Aus Joh. XIV/,24 tun Himmelfahrts-Tage 1708 vorgestellet von Johann Niekamp. Supermt.s — Gewidmet: Dem pp. Hm. St/lvestro Tappen. SS. Theol. Licentiatopp.. Wie denn auch dem pp. Hi-rm Johann Melchior Hoffmeister, J. V. D., Hoch-Fflrstl.SriflY-Hilde-di. HotTajerioht*-Assessori, Consistorial-linht, und Land-Hentnieister. wie auch Horh-Ftlrsrl. Nassau-SpiegelbergisclHW Cantzle.V-/?fV<*rfoW und Raht zu Coppenbrügge. — Das Original befindet sieh in der Königlichen Bibliothek r.u Hannover.