Mussaten: Unterschied zwischen den Versionen

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| 3. '''Zollbeamtenwohnung'''<br>(Eigentum Maskolus)
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| 6. '''Szameitat'''
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Version vom 31. Dezember 2012, 16:24 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland

Hierarchie

Regional > Litauen > Mussaten

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Mussaten

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Weg in Mussaten an der Grenze zu Kolleschen (2012)



Einleitung

Mussaten, Kreis Heydekrug, Ostpreußen


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist auf ein sumpfiges insektenreiches Umfeld mit Fliegen und Schimmelbefall.

  • prußisch "musa, muso" = Fliege (Insekt)
  • "musai" = Mehltau, Schimmelpilz
  • "dargelis" = Röhrricht
  • litauisch "muse, musele" = Fliege
  • "musele" = Vergissmeinnicht (myosotis)
  • "musele pasiutele" = Stechfliege
  • "musinas" = Schmeißfliege
  • "musetas" = mit Fliegen übersät
  • preußisch-litauisch "musas" = Schimmelüberzug auf gegorenen Flüssigkeiten
  • lettisch "muša, musa" = Fliege
  • "mušains" = mit kleinen Flecken übersät


Allgemeine Information

  • 1785 Königl. Bauerdorf, 1919 Landgemeinde[7]
  • Lt. Ortsregister Lange[8]:
  • Mehrere kleine Höfe
  • 12 km östlich von Heydekrug
  • Gegründet vor 1540


Politische Einteilung

1736 gehörte Mauszel Michel Dargen zum Schultz Starost Creyß im Amt Heydekrug, Hauptamt Memel[9]
1785 gehörte Mussaten zum Amt Heydekrug.[10]
1.5.1939: Name der neuen Gemeinde: Metterqueten; die neue Gemeinde ist gebildet worden aus den bisherigen Gemeinden: Metterqueten und Mussaten. [11]

1940 ist Mussaten ein Dorf in der Gemeinde Metterqueten.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Mussaten gehörte 1912 zum Kirchspiel Werden.

Katholische Kirche

Mussaten gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Szibben.

Friedhof

Mussaten hatte einen Friedhof:

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Lage des Friedhofs von Mussaten auf dem Messtischblatt
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
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Zwei alte Eichen lassen den Eingang des Friedhofs von Mussaten erkennen (2012)


Fotos vom Friedhof Mussaten 2012:


Standesamt

Mussaten gehörte 1907 zum Standesamt Paszieszen.


Fotos

Mussaten existiert als Ort nicht mehr. Dort sind 2012 von ehemals ca. 26 nur noch sechs Häuser/Höfe zu finden. Diese werden offenbar der Gemeinde Kulėšiai zugerechnet.

Bilder vom ehemaligen Grundstück Johann Waldszus, vormals Friedrich Schulz:

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Ehemaliger Hof Waldszus in Mussaten (2012)

Hier lebten einst Johann und Greta Waldszus mit ihren sieben Kindern:[3]

Weitere Bilder vom ehemaligen Grundstück der Familie Johann Waldszus in Mussaten (2012):


Bilder vom ehemaligen Grundstück Thumat:

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Ehemaliger Hof Thumat in Mussaten (2012)

Weitere Bilder vom ehemaligen Grundstück der Familie Thumat in Mussaten (2012):



Weitere Höfe, Häuser und Ansichten in Mussaten 2012



Impressionen der Landschaft bei Mussaten unter memelländischem Himmel 2010:

Diese Bilder sind von Marieta Waldszus aufgenommen. Kontakt


Bewohner

  • Bewohner von Mussaten
  • 1791/92: Amts Heydekrug, Consignation von denen Decimenten, Pro anno 1791/92, Seite 59 Mauschell Michel Dargen [4]
  • 1832: Consignation Personal Dezem der Schule Kullecziszken (Kulleschischken), Mussaten Seite 28 [5]


Karte der Höfe in Mussaten

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Höfe und Häuser in Mussaten vor 1945
Die Bewohner und Höfe von Mussaten auf dem MTB
1. Scheer
(Bürgermeister)
2. Krischullis 3. Zollbeamtenwohnung
(Eigentum Maskolus)
4. Windmühle 5. ..... 6. Szameitat
7. Mikloweit 8. Galwanauski 9. Strarks, Hermann
10. Loops 11. ..... 12. Zebedies
13. ..... 14. Geldszus, Georg 15. Maskolus
16. Schlepps 17. Uka 18. Mühle
19. Bethke, Albert 20. Waldszus
(ehem. Schulz)
21. Thumat
22. Laukandt 23. Knappke 24. Armonies
25. Laukat 26. Preikschas 27. Bindig, Marta
28. Jaruttis, Else K1. Juschka
(zu Kolleschen)

Zwischen Nr. 14 und 15 lag noch ein Gendarmeriehaus (s. o. Fotos), welches auf diesem Messtischblatt noch nicht eingezeichnet war.
Wer kann noch weitere Angaben zu den Bewohnern von Mussaten machen oder hat Korrekturen anzumerken? Kontakt

Verschiedenes

Karten

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Maußel Michel Darge auf der Carte des terres devant le Curis H [affe] [de] cote du Memmel, ca. 1670, 1:55 000, Sign. N 11999/50
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz


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Mussaten auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
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Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160000


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Mussaten im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
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Mussaten und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


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Mussaten im Messtischblatt 0695 Gaidellen, 0696 Wersmeningken (1914) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


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Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Metterqueten aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv
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Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Metterqueten aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung MUSTENKL01TP
Name
  • Mussaten Quelle (${p.language})
  • Mūsaičiai (1923) Quelle Seite 1090 (${p.language})
Typ
  • Wohnplatz (1939-05-01 -)
Karte
   

TK25: 0695

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Metterqueten, Metirkviečiai (1939-05-01 - 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 65 u. 115

Szibben (Hl. Kreuz), Heydekrug, Heydekrug (Hl. Kreuz), Žibai, Šilutė (1907) ( Pfarrei) Quelle

Werden (1907) ( Kirchspiel) Quelle

Mussaten (1888) ( Gemeinde)

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Carte des terres devant le Curis H [affe] [de] cote du Memmel, ca. 1670, 1:55 000
  3. Werden Taufenbuch 1710-1728
  4. Protokolle und Kataster vom Generalhufenschoß (GHSch), 1719
  5. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  6. GOV: http://gov.genealogy.net/
  7. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  8. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  9. Amtsbauern u Köllmer in nördlichen Ostpreußen um 1736, Horst Kenkel, VFFOW, Hamburg 1995
  10. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  11. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm