Kantweinen: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
<!-- Es können auch weitere Überschriften hinzugenommen werden. --> | <!-- Es können auch weitere Überschriften hinzugenommen werden. --> | ||
{{Familienforschung Memelland}} | {{Familienforschung Memelland}} | ||
'''Hierarchie''' | '''Hierarchie''' | ||
| Zeile 16: | Zeile 15: | ||
== Einleitung == | == Einleitung == | ||
'''{{PAGENAME}}''', Kreis Memel, Ostpreußen | '''{{PAGENAME}}''', Kreis Memel, Ostpreußen | ||
| Zeile 35: | Zeile 34: | ||
=== Allgemeine Information === | === Allgemeine Information === | ||
*Versteute kleine und große Höfe, 19 km südöstlich von [[Memel]], 1939: 409 Einwohner, gegründet vor 1766<ref>Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)</ref> | |||
== Politische Einteilung == | == Politische Einteilung == | ||
Am '''09.07.1895''' mit [[Keebeln]] zur Gemeinde '''Kantweinen''' vereinigt.<ref>Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918</ref><br> | '''1785''' ist '''{{PAGENAME}}''' ein Melirtes Dorf, '''1916''' eine Landgemeinde.<ref>Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918</ref><br> | ||
'''1939''' ist | Am '''09.07.1895''' wird mit [[Keebeln]] zur Gemeinde '''Kantweinen''' vereinigt.<ref>Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918</ref><br> | ||
'''1939''' ist '''{{PAGENAME}}''' eine Gemeinde mit den Dörfern [[Kantweinen]], [[Budwethen]] und [[Größen]].{{MLRefAmtsblatt2}}<br> | |||
'''1940''' ist '''{{PAGENAME}}''' eine Gemeinde mit dem Gut [[Ziobrischken]] und dem Dorf [[Szarde]].<br> | '''1940''' ist '''{{PAGENAME}}''' eine Gemeinde mit dem Gut [[Ziobrischken]] und dem Dorf [[Szarde]].<br> | ||
| Zeile 45: | Zeile 46: | ||
== Kirchliche Zugehörigkeit == | == Kirchliche Zugehörigkeit == | ||
=== Evangelische Kirche === | === Evangelische Kirche === | ||
{{PAGENAME}} gehörte '''1785''' zum Kirchspiel [[Prökuls]], '''1916''' zum Kirchspiel [[Wannaggen]].<ref>Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918</ref><br> | |||
{{PAGENAME}} gehörte '''1912''' zum Kirchspiel [[Wannaggen]], '''vor 1903''' aber zum Kirchspiel [[Prökuls]]. | {{PAGENAME}} gehörte '''1912''' zum Kirchspiel [[Wannaggen]], '''vor 1903''' aber zum Kirchspiel [[Prökuls]]. | ||
=== Katholische Kirche === | === Katholische Kirche === | ||
{{PAGENAME}} gehörte '''1888''' und '''1907''' zum katholischen Kirchspiel [[Memel]]. | {{PAGENAME}} gehörte '''1888'''<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.</ref> und '''1907''' zum katholischen Kirchspiel [[Memel]]. | ||
== Standesamt == | == Standesamt == | ||
{{PAGENAME}} gehörte '''1888''' zum Standesamt [[Sakuten]] und '''1907''' zum Standesamt [[Wannaggen]]. Wann die Zugehörigkeit sich wechselte ist noch nicht bestimmt. | {{PAGENAME}} gehörte '''1888'''<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.</ref> zum Standesamt [[Sakuten]] und '''1907'''<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. Berlin SW. 1907.</ref> zum Standesamt [[Wannaggen]]. Wann die Zugehörigkeit sich wechselte ist noch nicht bestimmt. | ||
Version vom 2. Juni 2013, 21:04 Uhr
Hierarchie
Regional > Litauen > Kantweinen
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Kantweinen
Einleitung
Kantweinen, Kreis Memel, Ostpreußen
Name
Andere Namen und Schreibweisen
- 1515 Gehöft Kantwain, 1539 Enders Kantwagen, 1540 Endres Kantwagenn, 1541 auch Kandtwagen, 1554 auch Cantwagen, 1590 auch Kantwaggen, 1591 Kantwagger, 1609 Kandtwagger, 1611 Kant Wagger, 1615 Kandt Wagger, 1687 Kandtwaynen, 1713 Taufe von Kantwains aus Kantwainen in Prökuls, 1785 Kandtweynen, Kandt Waynen, Christoph Kandt Waynen oder Weynenkandt, auch Waynen Kandt und Kandwohnen, Kandtweinen
- Kandtwainen, Kantwainen, Kantweynen[1]
Namensdeutung
Es handelt sich um ein sogenanntes Sippendorf mit einem Musiker als Oberhaupt.
- prußisch "kantele, kantle, kant, kantils" = Laute, Zither
- kurisch "venys" = Weideland
- prußisch "wena" = Mitgift der Braut
- nehrungskurisch "wagger" = Schulz, Aufseher, Bediensteter des Landesherrn
- lettisch "vagaris" = Dorfschulz, Wirtschaftsaufseher
- [1] (Hörbeispiele Kantele, nach unten scrollen)
Allgemeine Information
- Versteute kleine und große Höfe, 19 km südöstlich von Memel, 1939: 409 Einwohner, gegründet vor 1766[2]
Politische Einteilung
1785 ist Kantweinen ein Melirtes Dorf, 1916 eine Landgemeinde.[3]
Am 09.07.1895 wird mit Keebeln zur Gemeinde Kantweinen vereinigt.[4]
1939 ist Kantweinen eine Gemeinde mit den Dörfern Kantweinen, Budwethen und Größen.[5]
1940 ist Kantweinen eine Gemeinde mit dem Gut Ziobrischken und dem Dorf Szarde.
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Kantweinen gehörte 1785 zum Kirchspiel Prökuls, 1916 zum Kirchspiel Wannaggen.[6]
Kantweinen gehörte 1912 zum Kirchspiel Wannaggen, vor 1903 aber zum Kirchspiel Prökuls.
Katholische Kirche
Kantweinen gehörte 1888[7] und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.
Standesamt
Kantweinen gehörte 1888[8] zum Standesamt Sakuten und 1907[9] zum Standesamt Wannaggen. Wann die Zugehörigkeit sich wechselte ist noch nicht bestimmt.
Bewohner
Geschichte
1711
- Laßen: Johnis Guseit
- Wybrantzen:
- Enrollierte: Johnis Guseit
Verschiedenes
Karten
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
Request failed: file_get_contents(https://gov.genealogy.net/item/wikihtml/KANNENKO05QN): Failed to open stream: php_network_getaddresses: getaddrinfo for gov.genealogy.net failed: Temporary failure in name resolution
Quellen
- ↑ Taufbuch Prökuls
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
- ↑ Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
- ↑ Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm - ↑ Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
- ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
- ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
- ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. Berlin SW. 1907.
- ↑ Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
