Knielingen: Unterschied zwischen den Versionen

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*786  
*786 Früheste urkundliche Erwähnung als "Cnutlinga" im Codex des Klosters Lorsch. Verschiedene Grabungsfunde auf Knielinger Gemarkung verweisen auf eine Besiedlung des Raumes schon in der Bronzezeit.  
Früheste urkundliche Erwähnung als "Cnutlinga" im Codex des Klosters Lorsch. Verschiedene Grabungsfunde auf Knielinger Gemarkung verweisen auf eine Besiedlung des Raumes schon in der Bronzezeit.  
*817 Schenkungsbücher des Klosters Lorsch verzeichnen die letzte Schenkung aus Knielinger Grundbesitz.  
*817  
*1110 Bestätigung Kaiser Heinrichs V. von Besitztümern des Klosters Gottesaue in Knielingen.  
Schenkungsbücher des Klosters Lorsch verzeichnen die letzte Schenkung aus Knielinger Grundbesitz.  
*1256 Erwähnung eines Dekans in Knielingen.  
*1110  
*1283 Markgraf Hermann von Baden verpfändet seine Einkünfte aus Knielingen und Neureut an Peter Schöneck von Straßburg.  
Bestätigung Kaiser Heinrichs V. von Besitztümern des Klosters Gottesaue in Knielingen.  
*1398 Aufteilung von Fischereirechten zwischen Knielingen und Wörth.  
*1256  
*1464 Bestätigung der St. Sebastianskaplanei durch den Speyerer Domprobst.  
Erwähnung eines Dekans in Knielingen.  
*1480 Knielingen erhält eine Kirche im gotischen Stil.  
*1283  
*1535 Bei der Teilung der Markgrafschaft fällt der Ort an Baden-Durlach.  
Markgraf Hermann von Baden verpfändet seine Einkünfte aus Knielingen und Neureut an Peter Schöneck von Straßburg.  
*1563 Markgraf Karl II. befreit die Knielinger von der Abgabe des Besthauptes (des besten Stück Viehs) beim Todesfall des Bauern.  
*1398  
*1581 Tod des verdienten Schultheißen Bernhard Metz.  
Aufteilung von Fischereirechten zwischen Knielingen und Wörth.  
*1637 Erste Erwähnung eines Lehrers.  
*1464  
*1688 Im Pfälzischen Erbfolgekrieg brennen französische Truppen den Ort fast vollständig nieder. Ab diesem Zeitpunkt sind die Kirchenbücher verschollen.
Bestätigung der St. Sebastianskaplanei durch den Speyerer Domprobst.  
*1700-02 Wiederherstellung der Kirche nach Plänen des Baumeisters Thomas Lefèvre. Pfarrer Johann Jacob Wechsler beginnt mit den Kirchenbuchaufzeichnungen.
*1480  
*1712 Bau des ersten Schulhauses.  
Knielingen erhält eine Kirche im gotischen Stil.  
*1714 Im Ort leben 570 Einwohner.  
*1535  
*1719 Wiederaufbau des Rathauses.  
Bei der Teilung der Markgrafschaft fällt der Ort an Baden-Durlach.  
*1727 Die Knielinger klagen vergeblich gegen den Markgrafen auf Befreiung vom Zehnten.  
*1563  
*1728 Die Gastwirtschaften "Schwanen" und "Krone" erhalten die Schildgerechtigkeit, die 1754 auch der "Adler" erhält.  
Markgraf Karl II. befreit die Knielinger von der Abgabe des Besthauptes (des besten Stück Viehs) beim Todesfall des Bauern.  
*1770 Das Hochwasser des Rheins verursacht hier große Schäden.  
*1581  
*1816 Die etwa 1.200 Einwohner leben vor allem vom Hanf- und Flachsanbau wie von der stark betriebenen Pferdezucht. Der Ortsvorsteher bezeichnet Knielingen als "reichste Gemeinde im Landamtskreis".  
Tod des verdienten Schultheißen Bernhard Metz.  
*1817 Beginn der Rheinregulierung durch Oberstleutnant Johann Gottfried Tulla mit dem "Knielinger Durchstich". Der Widerstand der Bauern dagegen resultiert aus dem Verlust wertvoller Wiesen und Goldgründe, die linksrheinisch werden.  
*1637  
*1835 Erwerb der Rheininsel Abtsgründel durch Markgraf Maximilian von Baden und Errichtung des Hofgutes Maxau.  
Erste Erwähnung eines Lehrers.  
*1838 Tausch des Knielinger linksrheinischen Waibelwaldes gegen den rechtsrheinischen Wörther Hörnlesgrund.  
*1688  
*1840, 25. Aug. Einweihung der Schiffbrücke über den Rhein. Dort entsteht auch ein Rheinbad, das bis 1939 betrieben wird, und ein Gasthof.  
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg brennen französische Truppen den Ort fast vollständig nieder. Ab diesem Zeitpunkt sind die Kirchenbücher verschollen.
*1842 Erteilung der Freihafenrechte für den Rheinhafen Maxau.
*1700-02  
Wiederherstellung der Kirche nach Plänen des Baumeisters Thomas Lefèvre. Pfarrer Johann Jacob Wechsler beginnt mit den Kirchenbuchaufzeichnungen.
*1712  
Bau des ersten Schulhauses.  
*1714  
Im Ort leben 570 Einwohner.  
*1719  
Wiederaufbau des Rathauses.  
*1727  
Die Knielinger klagen vergeblich gegen den Markgrafen auf Befreiung vom Zehnten.  
*1728  
Die Gastwirtschaften "Schwanen" und "Krone" erhalten die Schildgerechtigkeit, die 1754 auch der "Adler" erhält.  
*1770  
Das Hochwasser des Rheins verursacht hier große Schäden.  
*1816  
Die etwa 1.200 Einwohner leben vor allem vom Hanf- und Flachsanbau wie von der stark betriebenen Pferdezucht. Der Ortsvorsteher bezeichnet Knielingen als "reichste Gemeinde im Landamtskreis".  
*1817  
Beginn der Rheinregulierung durch Oberstleutnant Johann Gottfried Tulla mit dem "Knielinger Durchstich". Der Widerstand der Bauern dagegen resultiert aus dem Verlust wertvoller Wiesen und Goldgründe, die linksrheinisch werden.  
*1835  
Erwerb der Rheininsel Abtsgründel durch Markgraf Maximilian von Baden und Errichtung des Hofgutes Maxau.  
*1838  
Tausch des Knielinger linksrheinischen Waibelwaldes gegen den rechtsrheinischen Wörther Hörnlesgrund.  
*1840, 25. Aug.  
Einweihung der Schiffbrücke über den Rhein. Dort entsteht auch ein Rheinbad, das bis 1939 betrieben wird, und ein Gasthof.  
*1842  
Erteilung der Freihafenrechte für den Rheinhafen Maxau.
Gründung des Gesangvereins "Eintracht".  
Gründung des Gesangvereins "Eintracht".  
*1845  
*1845 Bau einer neuen Schule.  
Bau einer neuen Schule.  
*1848/49 Starke Auswanderung aus Knielingen.  
*1848/49  
*1849 Während der badischen Revolution ziehen die pfälzischen Freischaren über die Knielinger Schiffbrücke nach Karlsruhe.  
Starke Auswanderung aus Knielingen.  
*1858/60 Abbruch des alten Langhauses der evangelischen Kirche und Neubau im neugotischen Stil durch Baumeister Carl Küntzle.  
*1849  
*1862 Eisenbahnanschluß durch die Maxau-Bahn hergestellt. Ausbau des Maxauer Hafens.  
Während der badischen Revolution ziehen die pfälzischen Freischaren über die Knielinger Schiffbrücke nach Karlsruhe.  
*1865 Einweihung der neuen Eisenbahn- und Straßenschiffbrücke über den Rhein.  
*1858/60  
*1869 Gründung des Gesangvereins"Frohsinn".  
Abbruch des alten Langhauses der evangelischen Kirche und Neubau im neugotischen Stil durch Baumeister Carl Küntzle.  
*1870 Starke Einquartierungen während des Deutsch-FranzösischenKrieges. Im Ort leben 2.000 Einwohner.  
*1862  
*1871 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Ackerbau und Viehzucht bleiben die Lebensgrundlage des Ortes, aber ein Trend zur Industriearbeit läßt sich schon feststellen.  
Eisenbahnanschluß durch die Maxau-Bahn hergestellt. Ausbau des Maxauer Hafens.  
*1875 Wie das Rathaus werden zahlreiche alte Häuser abgerissen und im neuen Stil wiedererrichtet.  
*1865  
*1884 Bau der Zellulosefabrik von Vogel und Bernheimer in Maxau.  
Einweihung der neuen Eisenbahn- und Straßenschiffbrücke über den Rhein.  
*1887 Bau eines weiteren Schulhauses.  
*1869  
*1889 Neugründung des 1849 aufgelösten Gesangvereins "Eintracht".  
Gründung des Gesangvereins"Frohsinn".  
*1891 Gründung des Turnvereins, der 1908 eine eigene Halle erhält.  
*1870  
*1895 Errichtung der Steinkohlen-Brikettfabrik Maxau, die nur zehn Jahre besteht.  
Starke Einquartierungen während des Deutsch-FranzösischenKrieges. Im Ort leben 2.000 Einwohner.  
*1902 Schließung des Maxauer Hafens nach Eröffnung des Rheinhafens. Unter den etwa 3.200 Einwohnern wächst der Anteil der Arbeiter nur langsam und beträgt bei der Eingemeindung etwa 10 Prozent.  
*1871  
*1903 Gründung des Gesangvereins"Liederkranz".  
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Ackerbau und Viehzucht bleiben die Lebensgrundlage des Ortes, aber ein Trend zur Industriearbeit läßt sich schon feststellen.  
*1907 Arbeiter gründen den "Sängerbund".  
*1875  
*1912 Ein ehrgeiziger Bebauungsplan sieht u. a. großzügige Parkanlagen vor. Er wird nur zum Teil verwirklicht.  
Wie das Rathaus werden zahlreiche alte Häuser abgerissen und im neuen Stil wiedererrichtet.  
*1913 Fertigstellung der Viktor-von-Scheffel-Schule.  
*1884  
*1918 Im Ersten Weltkrieg haben 132 Knielinger ihr Leben verloren. Besetzung der Rheinbrücke durch die Franzosen.  
Bau der Zellulosefabrik von Vogel und Bernheimer in Maxau.  
*1922 Einrichtung einer Notkirche der katholischen Gemeinde im Gasthaus "Zum Hirschen".  
*1887  
*1923, März Besetzung durch eine französische Kompanie infolge des Ruhrkonfliktes bis September 1924.  
Bau eines weiteren Schulhauses.  
*1924 Aus den pferdesportlichen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Pferde- und Fohlenmarkt seit den 1870er Jahren entsteht der Reit- und Rennverein.  
*1889  
*1924-25 Bau der Straßenbahnlinie Karlsruhe - Knielingen.  
Neugründung des 1849 aufgelösten Gesangvereins "Eintracht".  
*1933 Bürgermeister Jakob Dörr wird seines Amtes enthoben und durch einen linientreuen Nationalsozialisten ersetzt. Der "Sängerbund" wird verboten und der Arbeiterfußballverein von 1926 mit der "Germania" von 1905 zum "VfB Knielingen" vereinigt.  
*1891  
*1935, 1. Apr. Eingemeindung in die Stadt Karlsruhe durch Anordnung des "Reichsstatthalters" in Baden Robert Wagner. Knielingen zählt 5.250 Einwohner.  
Gründung des Turnvereins, der 1908 eine eigene Halle erhält.  
*1895  
Errichtung der Steinkohlen-Brikettfabrik Maxau, die nur zehn Jahre besteht.  
*1902  
Schließung des Maxauer Hafens nach Eröffnung des Rheinhafens. Unter den etwa 3.200 Einwohnern wächst der Anteil der Arbeiter nur langsam und beträgt bei der Eingemeindung etwa 10 Prozent.  
*1903  
Gründung des Gesangvereins"Liederkranz".  
*1907  
Arbeiter gründen den "Sängerbund".  
*1912  
Ein ehrgeiziger Bebauungsplan sieht u. a. großzügige Parkanlagen vor. Er wird nur zum Teil verwirklicht.  
*1913  
Fertigstellung der Viktor-von-Scheffel-Schule.  
*1918  
Im Ersten Weltkrieg haben 132 Knielinger ihr Leben verloren. Besetzung der Rheinbrücke durch die Franzosen.  
*1922  
Einrichtung einer Notkirche der katholischen Gemeinde im Gasthaus "Zum Hirschen".  
*1923, März  
Besetzung durch eine französische Kompanie infolge des Ruhrkonfliktes bis September 1924.  
*1924  
Aus den pferdesportlichen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Pferde- und Fohlenmarkt seit den 1870er Jahren entsteht der Reit- und Rennverein.  
*1924-25  
Bau der Straßenbahnlinie Karlsruhe - Knielingen.  
*1933  
Bürgermeister Jakob Dörr wird seines Amtes enthoben und durch einen linientreuen Nationalsozialisten ersetzt. Der "Sängerbund" wird verboten und der Arbeiterfußballverein von 1926 mit der "Germania" von 1905 zum "VfB Knielingen" vereinigt.  
*1935, 1. Apr.  
Eingemeindung in die Stadt Karlsruhe durch Anordnung des "Reichsstatthalters" in Baden Robert Wagner. Knielingen zählt 5.250 Einwohner.  


Quelle: Stadt Karlsruhe - Stadtteilchronik
Quelle: Stadt Karlsruhe - Stadtteilchronik
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<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
<!-- === Historische Gesellschaften === -->
<!-- === Historische Gesellschaften === -->
<!-- == Genealogische und historische Urkunden == -->
== Genealogische und historische Quellen ==
 
<!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, -->
<!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, -->
<!-- Zivilstandsregister, andere Urkunden, Volkszählung,        -->
<!-- Zivilstandsregister, andere Urkunden, Volkszählung,        -->
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
<!-- mit geeigneten Überschriften einfügen.                    -->
<!-- mit geeigneten Überschriften einfügen.                    -->
<!-- === Genealogische Quellen === -->
=== Historische Quellen ===


== Genealogische Quellen ==
* [[Stadtarchiv Karlsruhe/Bestandsverzeichnis Knielingen|Bestandsverzeichnis Knielingen im Stadtarchiv Karlsruhe]]
 
*Badisches Geschlechterbuch, Band 1, 1934
(= DGB 81)
*Badisches Geschlechterbuch, Band 2, 1938
(= DGB 101)
*Badisches Geschlechterbuch, Band 3, 1955
(= DGB 120)
*Badisches Geschlechterbuch, Band 4, 1972
(= DGB 161)
*Badisches Geschlechterbuch, Band 5, 1984
(= DGB 189)
 
<!-- === Historische Urkunden === -->


== Bibliografie ==
== Bibliografie ==
=== Genealogische Bibliografie ===
=== Genealogische Bibliografie ===


* [[Knielinger Einwohnerliste von 1709|Jacob, H.: Einwohnerliste von 1709, S. 35 f.]]
* [[Knielingen/Einwohnerliste von 1709|Jacob, H.: Einwohnerliste von 1709, S. 35 f.]]


* [[Badische Felddienstauszeichnung/Träger aus Knielingen]]
* [[Badische Felddienstauszeichnung/Träger aus Knielingen]]
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=== Historische Bibliografie ===
=== Historische Bibliografie ===
<!-- === Weitere Bibliografie === -->
<!-- == Karten == -->
<!-- === Karten === -->
<!-- == Archive und Bibliotheken == -->
== Archive ==
===Archivalien zu Knielingen im Stadtarchiv Karlsruhe===
* [[Stadtarchiv Karlsruhe/Bestandsverzeichnis Knielingen|Bestandsverzeichnis Knielingen]]
<!-- === Bibliotheken === -->
<!-- == Verschiedenes == -->
<!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === -->
<!-- === Berufsgenealogen === -->
<!-- === Heimat- und Volkskunde === -->
<!-- === Auswanderungen === -->
<!-- === LDS/FHC  === -->
== Literatur ==
*40 Jahre BVK : 1959 - 1999 / [Hrsg.: Bürgerverein Knielingen e. V. Textzusammenstellung: Manfred Kretschmer]. - Knielingen : Bürgerverein Knielingen e. V., 1999. - 8 Bl. : Ill.; (dt.) (Der Knielinger ; 66, Sonderbeil.)
*40 Jahre BVK : 1959 - 1999 / [Hrsg.: Bürgerverein Knielingen e. V. Textzusammenstellung: Manfred Kretschmer]. - Knielingen : Bürgerverein Knielingen e. V., 1999. - 8 Bl. : Ill.; (dt.) (Der Knielinger ; 66, Sonderbeil.)


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*Knielingen 1815-1872 Augenzeugen berichten  Notizen aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Knielingen , von Leonie Barth für den Förderverein Knielinger Museum e.V.
*Knielingen 1815-1872 Augenzeugen berichten  Notizen aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Knielingen , von Leonie Barth für den Förderverein Knielinger Museum e.V.
*Knielingen Die Einwohner im Jahre 1714, von Leonie Barth.Zusammengestellt nach der Tabelle zur Hausvisitation 1714 des Pfarrers Johann Jakob Wechsler in den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Knielingen.
*Knielingen Die Einwohner im Jahre 1714, von Leonie Barth.Zusammengestellt nach der Tabelle zur Hausvisitation 1714 des Pfarrers Johann Jakob Wechsler in den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Knielingen.
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== Weblinks ==
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<!-- === Historische Webseiten === -->
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=== Weitere Webseiten ===
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*{{Wikipedia-Link|Karlsruhe}}
*{{Wikipedia-Link|Knielingen}}
*Ein Stadtwiki: [http://ka.stadtwiki.net ka.stadtwiki.net]
*Ein Stadtwiki: [http://ka.stadtwiki.net ka.stadtwiki.net]



Version vom 21. April 2014, 09:50 Uhr

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Baden-Württemberg > Regierungsbezirk Karlsruhe > Stadtkreis Karlsruhe > Knielingen

Datei:Lokal Ort Knielingen.png
Lokalisierung von Knielingen innerhalb der Stadt Karlsruhe Stadtkreis Karlsruhe

Einleitung

Wappen

Größe: 150 Pixel

Beschreibung des Wappens:

In Gold das schwarze Dorfzeichen (ein Pentagramm). Ersterwähnung: 786. Eingemeindung: 1. April 1935.

Das Wappen des ältesten, bereits 786 erwähnten nach Karlsruhe eingemeindeten Vororts zeigt ein schwarzes Pentagramm, auch Drudenfuß genannt. Spätestens seit 1568 besaß Knielingen ein eigenes Siegel mit diesem Ortszeichen, das den Heraldikern bei den Erklärungsversuchen große Schwierigkeiten bereitet. Am Knielinger Rathaus ist heute noch die Inschrifttafel mit dem Pentagramm zu sehen, die vom alten Rathaus stammt und anläßlich dessen Wiederaufbaus im Jahr 1719 angebracht wurde. Die Wappenfarben Schwarz-Gold wurden 1895 auf Vorschlag des Generallandesarchivs Karlsruhe vom Knielinger Gemeinderat angenommen.

Quelle: http://www1.karlsruhe.de/Historie/Wappen/wappen4.htm

Allgemeine Information

Kirchliche Einteilung

Evangelische Kirche

Nach einer Inschrift an der Turmbasis soll mit dem Bau um 1480 begonnen worden sein. Chor und Sakristei blieben - wie auch Teile des Turms - aus jener Zeit erhalten. Das mitllere Langhaus wurde um 1860 neu hochgemauert. Erwähnenswert sind Reste einer frühen Bemalung zur Jakobsgeschichte und - neben einigen spätgotischen Bildtafeln - ein auch in einschlägigen Werken der Kunstgeschichte mit Sternen ausgezeichnetes, bewegend eindrückliches Altarkruzifix.

Knielingen war Mutterkirche von Mühlburg und Neureut, bis zur Reformation auch von Beiertheim. 1556 Reformation eingeführt. Mit Filialort Maxau.

Kirchenbücher:

  • Kirchenbücher Taufen ab 1664 (Nachaufzeichnung) ansonsten ab 1703
  • KB-Zweitschrift: 1783-1869 im Generallandesarchiv Karlsruhe
  • Hausvisitationen 1664-1703
  • Bürgerverzeichnis 1713, dem zugebunden
    • Verzeichnis der 1664-1703 Geborenen mit Eltern, Taufpaten
    • Verzeichnis der Gerichtsleute von 1627
    • Verzeichnis der Pfarrer seit 1585
    • Familienregister von 1713
  • Familienbuch 1808
  • Taufen unehelicher Kinder 1765-1822

Anmerkung: "Älteres Kirchenbuch ist 1689 in Durlach verbrannt".

katholische Kirche

Pfarrei seit 1923 (1954), vorher zu Mühlburg, bis 1870 zu Daxlanden. Filialen: Eggenstein und Leopoldshafen bis 1953, Hochstetten und Linkenheim bis 1951, Maxau.

Kirchenbücher ab 1823

Geschichte

Chronik:

  • 786 Früheste urkundliche Erwähnung als "Cnutlinga" im Codex des Klosters Lorsch. Verschiedene Grabungsfunde auf Knielinger Gemarkung verweisen auf eine Besiedlung des Raumes schon in der Bronzezeit.
  • 817 Schenkungsbücher des Klosters Lorsch verzeichnen die letzte Schenkung aus Knielinger Grundbesitz.
  • 1110 Bestätigung Kaiser Heinrichs V. von Besitztümern des Klosters Gottesaue in Knielingen.
  • 1256 Erwähnung eines Dekans in Knielingen.
  • 1283 Markgraf Hermann von Baden verpfändet seine Einkünfte aus Knielingen und Neureut an Peter Schöneck von Straßburg.
  • 1398 Aufteilung von Fischereirechten zwischen Knielingen und Wörth.
  • 1464 Bestätigung der St. Sebastianskaplanei durch den Speyerer Domprobst.
  • 1480 Knielingen erhält eine Kirche im gotischen Stil.
  • 1535 Bei der Teilung der Markgrafschaft fällt der Ort an Baden-Durlach.
  • 1563 Markgraf Karl II. befreit die Knielinger von der Abgabe des Besthauptes (des besten Stück Viehs) beim Todesfall des Bauern.
  • 1581 Tod des verdienten Schultheißen Bernhard Metz.
  • 1637 Erste Erwähnung eines Lehrers.
  • 1688 Im Pfälzischen Erbfolgekrieg brennen französische Truppen den Ort fast vollständig nieder. Ab diesem Zeitpunkt sind die Kirchenbücher verschollen.
  • 1700-02 Wiederherstellung der Kirche nach Plänen des Baumeisters Thomas Lefèvre. Pfarrer Johann Jacob Wechsler beginnt mit den Kirchenbuchaufzeichnungen.
  • 1712 Bau des ersten Schulhauses.
  • 1714 Im Ort leben 570 Einwohner.
  • 1719 Wiederaufbau des Rathauses.
  • 1727 Die Knielinger klagen vergeblich gegen den Markgrafen auf Befreiung vom Zehnten.
  • 1728 Die Gastwirtschaften "Schwanen" und "Krone" erhalten die Schildgerechtigkeit, die 1754 auch der "Adler" erhält.
  • 1770 Das Hochwasser des Rheins verursacht hier große Schäden.
  • 1816 Die etwa 1.200 Einwohner leben vor allem vom Hanf- und Flachsanbau wie von der stark betriebenen Pferdezucht. Der Ortsvorsteher bezeichnet Knielingen als "reichste Gemeinde im Landamtskreis".
  • 1817 Beginn der Rheinregulierung durch Oberstleutnant Johann Gottfried Tulla mit dem "Knielinger Durchstich". Der Widerstand der Bauern dagegen resultiert aus dem Verlust wertvoller Wiesen und Goldgründe, die linksrheinisch werden.
  • 1835 Erwerb der Rheininsel Abtsgründel durch Markgraf Maximilian von Baden und Errichtung des Hofgutes Maxau.
  • 1838 Tausch des Knielinger linksrheinischen Waibelwaldes gegen den rechtsrheinischen Wörther Hörnlesgrund.
  • 1840, 25. Aug. Einweihung der Schiffbrücke über den Rhein. Dort entsteht auch ein Rheinbad, das bis 1939 betrieben wird, und ein Gasthof.
  • 1842 Erteilung der Freihafenrechte für den Rheinhafen Maxau.

Gründung des Gesangvereins "Eintracht".

  • 1845 Bau einer neuen Schule.
  • 1848/49 Starke Auswanderung aus Knielingen.
  • 1849 Während der badischen Revolution ziehen die pfälzischen Freischaren über die Knielinger Schiffbrücke nach Karlsruhe.
  • 1858/60 Abbruch des alten Langhauses der evangelischen Kirche und Neubau im neugotischen Stil durch Baumeister Carl Küntzle.
  • 1862 Eisenbahnanschluß durch die Maxau-Bahn hergestellt. Ausbau des Maxauer Hafens.
  • 1865 Einweihung der neuen Eisenbahn- und Straßenschiffbrücke über den Rhein.
  • 1869 Gründung des Gesangvereins"Frohsinn".
  • 1870 Starke Einquartierungen während des Deutsch-FranzösischenKrieges. Im Ort leben 2.000 Einwohner.
  • 1871 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Ackerbau und Viehzucht bleiben die Lebensgrundlage des Ortes, aber ein Trend zur Industriearbeit läßt sich schon feststellen.
  • 1875 Wie das Rathaus werden zahlreiche alte Häuser abgerissen und im neuen Stil wiedererrichtet.
  • 1884 Bau der Zellulosefabrik von Vogel und Bernheimer in Maxau.
  • 1887 Bau eines weiteren Schulhauses.
  • 1889 Neugründung des 1849 aufgelösten Gesangvereins "Eintracht".
  • 1891 Gründung des Turnvereins, der 1908 eine eigene Halle erhält.
  • 1895 Errichtung der Steinkohlen-Brikettfabrik Maxau, die nur zehn Jahre besteht.
  • 1902 Schließung des Maxauer Hafens nach Eröffnung des Rheinhafens. Unter den etwa 3.200 Einwohnern wächst der Anteil der Arbeiter nur langsam und beträgt bei der Eingemeindung etwa 10 Prozent.
  • 1903 Gründung des Gesangvereins"Liederkranz".
  • 1907 Arbeiter gründen den "Sängerbund".
  • 1912 Ein ehrgeiziger Bebauungsplan sieht u. a. großzügige Parkanlagen vor. Er wird nur zum Teil verwirklicht.
  • 1913 Fertigstellung der Viktor-von-Scheffel-Schule.
  • 1918 Im Ersten Weltkrieg haben 132 Knielinger ihr Leben verloren. Besetzung der Rheinbrücke durch die Franzosen.
  • 1922 Einrichtung einer Notkirche der katholischen Gemeinde im Gasthaus "Zum Hirschen".
  • 1923, März Besetzung durch eine französische Kompanie infolge des Ruhrkonfliktes bis September 1924.
  • 1924 Aus den pferdesportlichen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Pferde- und Fohlenmarkt seit den 1870er Jahren entsteht der Reit- und Rennverein.
  • 1924-25 Bau der Straßenbahnlinie Karlsruhe - Knielingen.
  • 1933 Bürgermeister Jakob Dörr wird seines Amtes enthoben und durch einen linientreuen Nationalsozialisten ersetzt. Der "Sängerbund" wird verboten und der Arbeiterfußballverein von 1926 mit der "Germania" von 1905 zum "VfB Knielingen" vereinigt.
  • 1935, 1. Apr. Eingemeindung in die Stadt Karlsruhe durch Anordnung des "Reichsstatthalters" in Baden Robert Wagner. Knielingen zählt 5.250 Einwohner.

Quelle: Stadt Karlsruhe - Stadtteilchronik

Genealogische und historische Quellen

Historische Quellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

  • KB-Verkartung: ev; Bearbeiter: Karin und Michael Niederle; OFB geplant

Historische Bibliografie

  • 40 Jahre BVK : 1959 - 1999 / [Hrsg.: Bürgerverein Knielingen e. V. Textzusammenstellung: Manfred Kretschmer]. - Knielingen : Bürgerverein Knielingen e. V., 1999. - 8 Bl. : Ill.; (dt.) (Der Knielinger ; 66, Sonderbeil.)
  • 70 Jahre Musikverein Karlsruhe-Knielingen e.V. : Festschrift ; 7. Bezirkmusikfest ; Festtage vom 5. bis 8. Juli 1991 / MV Knielingen. - Karlsruhe-Knielingen : Musikverein, 1991. - 87 S. : zahlr. Ill.; (dt.)
  • Der Ortsnamen Knielingen : kleine Abhandlung über seine Auslegung / von Dietrich Knauer. - Karlsruhe : Eigenverl. d. Verf., 1987. - 15 S. : Ill., Kt.; (dt.)
  • Knielingen : Ausstellung der Stadtgeschichte im PrinzMaxPalais zur 1200-Jahr-Feier Karlsruhe, Karlstraße 10, 8. Februar bis 30. März 1986 / [Text: Peter Pretsch ...]. - Karlsruhe : Stadt Karlsruhe, 1986. - 72 S. : Ill.; (dt.)(Karlsruher Stadtteile)
  • 1200 [Zwölfhundert] Jahre Knielingen : 786 - 1986 ; heimatgeschichtliche Beiträge / Hrsg. Bürgerverein Knielingen e.V. Von Herbert Peter Henn .... - Knielingen : Bürgerverein Knielingen, 1985. - 664 S. : Ill., graph. Darst., Kt.; (dt.)
  • Festschrift zum 25jährigen Jubiläum / Bürgerverein Knielingen e.V. : 1959 - [1984] / [Hrsg. Bürgerverein Knielingen e.V.]. - Knielingen, 1984. - 63 S. : zahlr. Ill.; (dt.)
  • 1871 - 1971 Freiwillige Feuerwehr K'he-Knielingen : Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum am 19., 20. u. 21. 6. 1971 / Freiwillige Feuerwehr <Karlsruhe-Knielingen>. - Karlsruhe-Knielingen, 1971. - 44 S. : Ill.; (dt.)
  • Die Einflüsse der Industrialisierung auf 14 Landgemeinden bei Karlsruhe : Rußheim, Liedolsheim, Hochstetten, Linkenheim, Leopoldshafen, Eggenstein, Neureut, Knielingen, Forchheim, Mörsch, Neuburgweier, Durmersheim, Würmersheim und Au a. Rh. / von Max Ernst Graf zu Solms-Roedelheim, 1939. - 199 S.; (dt.)Heidelberg, Univ., Diss., 1938
  • Knielingen : ein Beitrag zur Heimatgeschichte / Wilibald Reichwein. - Knielingen : Gemeinde Knielingen, 1924. - XII, 151 S. : Ill.; (dt.)
  • Die erlaubte Priester-Ehe : als der ... Herr Johann Jacob Wechßler, treu-eyfriger Pfarrer ... zu Knielingen und Mühlburg, mit der ... Jungfrau Anna Catharina, des ... Engelhard Dieners ... ältesten Tochter, ... seinen hochzeitlichen Ehrentag celebrirte / solte ... vorstellen Johann Lorentz Rheinberger. - Durlach : Hecht, 1709. - 2 Bl. ; 4o; (dt.) Festschrift Johann Jakob Wechsler u. Anna Catharina, geb. Diener zu ihrer Hochzeit am 16. Juli 1709 in Durlach
  • Die schuldige Freuden-Pflicht stattete glückwünschend ab : als der ... Herr Johann Jacob Wechßler ... Pfarrer ... zu Knielingen mit der ... Jungfrau Anna Catharina weyland Herrn Engelhart Dieners ... Bürgermeisters in der Hoch-Fürstlichen Residenz Durlach eheleiblichen Tochter ... sein hochzeitlich Ehren-Fe* / des Herrn Bräutigams getreu-meynender Pythias. - Oettingen : Rolck, 1709. - 2 Bl. ; 4o; (dt.) Festschrift Johann Jakob Wechsler u. Anna Catharina, geb. Diener zu ihrer Hochzeit am 16. Juli 1709 in Durlach
  • Knielingen 1815-1872 Augenzeugen berichten Notizen aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Knielingen , von Leonie Barth für den Förderverein Knielinger Museum e.V.
  • Knielingen Die Einwohner im Jahre 1714, von Leonie Barth.Zusammengestellt nach der Tabelle zur Hausvisitation 1714 des Pfarrers Johann Jakob Wechsler in den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Knielingen.



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