Bojehnen: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 84: | Zeile 84: | ||
'''Bojehnen''': Gemeindevorsteher wurde Naujoks, erster Schöffe Werner, zweiter Schöffe Kiupel und Ortskassenrendant Stockmann. | '''Bojehnen''': Gemeindevorsteher wurde Naujoks, erster Schöffe Werner, zweiter Schöffe Kiupel und Ortskassenrendant Stockmann. | ||
Memeler Dampfboot vom 15.06.1935 | |||
'''Bojehnen, 14.Juni''' [Die Torfmacherei] ist hier in vollem Gange. Fast ununterbrochen sind in diesen Wochen in dem Bojekner Moor, der „Schaloje“, zwei Motor-Torfpressen mit der Herstellung von Presstorf beschäftigt. Nicht nur die Bewohner der hiesigen Ortschaft, sondern auch diejenigen entfernterer Gegenden decken alljährlich ihren Bedarf an Torf im Bojehner Moor. | |||
=== Karten === | === Karten === | ||
Version vom 8. Januar 2016, 16:12 Uhr
Hierarchie
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Bojehnen
Einleitung
Bojehnen (1540 Bogeen oder Bojen; 1785 Boyehnen), bis 1920 Kreis Tilsit, Ostpreußen; (1920-1939) Kreis Pogegen; (1939-1945) Kreis Tilsit-Ragnit
- Litauisch: Bajėnai[1]
- 10 km nordöstlich von Tilsit, Boyehnen nach 1815[2]
- Weitere Informationen siehe unten in den Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
Name
Der Name weist auf Sumpf.
- preußisch-litauisch "bojus" = der tiefe Sumpf
- "bajus" = gefährlich, grausam
- "bojimas" = das Achtgeben
Politische Einteilung
1785: ist Boyehnen ein meliertes Dorf, 31 Feuerstellen, landrätlicher Kreis Insterburg, Justizkreis Memel, Amtsbezirk Baublen[3]
1.5.1939: Name der neuen Gemeinde: Bojehnen;
Die neue Gemeinde ist gebildet worden aus der bisherigen Landgemeinde : Bojehnen[4]
1.10.1939: Bojehnen kommt zum Kreis Tilsit-Ragnit [5]
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Boyehnen gehörte 1785 zum Kirchspiel Pictupönen.[6]
Bojehnen gehörte 1912 zum Kirchspiel Piktupönen.
Verschiedenes
Memeler Dampfboot vom 16.08.1933
Ergebnisse zu den Wahlen der Gemeindeorgane im Kreise Pogegen
Bojehnen: Gemeindevorsteher wurde Naujoks, erster Schöffe Werner, zweiter Schöffe Kiupel und Ortskassenrendant Stockmann.
Memeler Dampfboot vom 15.06.1935
Bojehnen, 14.Juni [Die Torfmacherei] ist hier in vollem Gange. Fast ununterbrochen sind in diesen Wochen in dem Bojekner Moor, der „Schaloje“, zwei Motor-Torfpressen mit der Herstellung von Presstorf beschäftigt. Nicht nur die Bewohner der hiesigen Ortschaft, sondern auch diejenigen entfernterer Gegenden decken alljährlich ihren Bedarf an Torf im Bojehner Moor.
Karten
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | BOJNENKO05XD | ||||
| Name | |||||
| Typ |
|
||||
| Einwohner | |||||
| w-Nummer |
|
||||
| externe Kennung |
|
||||
| Karte |
TK25: 0897 |
||||
| Zugehörigkeit | |||||
| Übergeordnete Objekte |
Bojehnen, Bajėnai (- 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle Quelle Robkojen, Ropkojai (1907) ( Pfarrei) Quelle S.292/293 Piktupönen (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.292/293 Pagėgiai, Pagėgių seniūnija (2000 -) ( Gemeindebezirk) Quelle |
||||
| Untergeordnete Objekte |
|
Quellen
- ↑ Amtsblatt des Memelgebiets vom 29.12.1923, S.1085ff, http://www.epaveldas.lt/vbspi/biRecord.do?biExemplarId=74567
- ↑ Lange, Dietrich: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ Goldbeck, Johann Friedrich: Vollständige Topographie des Königreichs Preußen, Erster Teil Topographie von Ostpreußen, Königsberg und Leipzig 1785, Nachdruck VFFOW, Hamburg 1990
- ↑ Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm - ↑ Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
- ↑ Goldbeck, Johann Friedrich: Vollständige Topographie des Königreichs Preußen, Erster Teil Topographie von Ostpreußen, Königsberg und Leipzig 1785, Nachdruck VFFOW, Hamburg 1990