Rhede (Kreis Borken): Unterschied zwischen den Versionen
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* 1975 [[Stadt]] [[Rhede (Kreis Borken)|Rhede]] <ref> '''Quelle:''' Handbuch der Kommunalarchive in Nordrhein-Westfalen, Teil2 Landesteil | * 1975 [[Stadt]] [[Rhede (Kreis Borken)|Rhede]] <ref> '''Quelle:''' Handbuch der Kommunalarchive in Nordrhein-Westfalen, Teil2 Landesteil Westfalen-Lippe</ref> | ||
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'''Wappen''' 1961: In dem von Silber und Grün quadrierten Schild nimmt das Wappen der Familie von Reede das erste und vierte Feld ein, während das zweite ein silbernes Weberschiffchen und das dritte eine silberne Pflugschar, beide schräglinks gestellt, zeigen. Neben der Ortsgeschichte, repräsentiert durch das Adelswappen der Familie von Reede, werden damit die beiden wichtigsten Erwerbszweige des vormaligen Amtsgebietes herausgestellt, | '''Wappen''' 1961: In dem von Silber und Grün quadrierten Schild nimmt das Wappen der Familie von Reede das erste und vierte Feld ein, während das zweite ein silbernes Weberschiffchen und das dritte eine silberne Pflugschar, beide schräglinks gestellt, zeigen. Neben der Ortsgeschichte, repräsentiert durch das Adelswappen der Familie von Reede, werden damit die beiden wichtigsten Erwerbszweige des vormaligen Amtsgebietes herausgestellt, Landwirtschaft und Textilindustrie. Dies Wappen wurde von der Stadt Rhede 1975 weiter geführt. | ||
'''Wappen vor 1975''' Der '''Gemeinde Rhede''' wurde am 4. April 1939 ein Wappen verliehen, das einen von Silber und Schwarz gespaltenen Schild zeigt, dessen silbernes Feld mit zwei schwarzen Zickzackfäden belegt ist, während das schwarze einen aufrechten goldenen Schilfkolben aufweist. Die silberne Schildhälfte gibt das Wappen des in Westfalen erloschenen Geschlechts "von Reede" wieder, der ältesten Besitzer der Burg von Rhede, welche diesen Namen führte. Das Schilfrohr in der schwarzen Schildhälfte will als redendes Sinnbild auf den Ortsnamen [Rhede = „Ried") anspielen. | '''Wappen vor 1975''' Der '''Gemeinde Rhede''' wurde am 4. April 1939 ein Wappen verliehen, das einen von Silber und Schwarz gespaltenen Schild zeigt, dessen silbernes Feld mit zwei schwarzen Zickzackfäden belegt ist, während das schwarze einen aufrechten goldenen Schilfkolben aufweist. Die silberne Schildhälfte gibt das Wappen des in Westfalen erloschenen Geschlechts "von Reede" wieder, der ältesten Besitzer der Burg von Rhede, welche diesen Namen führte. Das Schilfrohr in der schwarzen Schildhälfte will als redendes Sinnbild auf den Ortsnamen [Rhede = „Ried") anspielen. | ||
Version vom 26. März 2017, 19:53 Uhr
Rhede: historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise... Vorlage:Begriffserklärungshinweis
Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen >
- Portal:Westfalen-Lippe > Regierungsbezirk Münster > Kreis Borken > Rhede
Zeitschiene vor 1803
Name
ca. 1050 „Rethi"; 1253,.Rethe";
Familienname
- 1223 „Wernerus de Rethe";
Kirchspiel
Kirche
- 1249 entschied der Münstersche Bischof Otto, dass das Patronat der Kirche in Rhede dem Kloster Varlar zustände.
Grundherrschaft
- ca. 1050 hatte Kloster Werden hier Besitz.
- Quellen der Früherwähnung: Kötz. S. 142; INA, Beibd. I. H. 2, Kr. Coesfeld, S. 105, Nr. 23; Provinz Westfalen/Gedruckte Quellen zur Geschichte Westfalens: Westf. Urkundsbuch III. Nr. 183; 615; 552; 1742
Lagerbuch Amt Bocholt 1769
Lagerbuch des Fürstbistums Münster 1769, Hausstatistik nach Hofgrößen
- Anmerkung zur Tabelle:
- 1) = Freye Häuser
- 2) = Schatzbare Häuser
- 3) = Summe der Häuser
- 4) = Darinnen befinden sich
- 5) = Einfache Schatzung
| Städte Kirchspiele |
Bauerschaften u.freye Häuser |
1) Klöster u. Adel |
1) geistl., priv. |
2) Vollerben |
2) ½ Erben |
2) ¼ Erben |
2) Kötter |
2) Brinksitzer |
3) Effectiv |
3) reduc. in Vollerben |
4) Vorspann- pferde, Stück |
4) Stallung f. Pferde Stück |
5) Rtlr |
5) fl. |
5) Pf. |
| Kirchspiel Rhede |
Bauerschaft Dorf ohne adel. Unterthanen |
. | 2 | . | 26 | . | 11 | 3 | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Bauerschaft Altenrhede |
. | . | 7 | . | 14 | 4 | 3 | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Bauerschaft Büngeren |
. | . | 9 | . | 8 | 9 | 4 | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Bauerschaft Crommerde |
. | . | 18 | 4 | 7 | 16 | 7 | .. | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Bauerschaft Fardingholt |
. | . | 18 | 6 | 16 | 25 | 18 | . | . | . | . | }68 | }. | }. |
| Kirchspiel Rhede |
dazu im Dorf |
. | . | . | 19 | . | . | 50 | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
dazu Rittersitz Berg dazu Doerrbroking Gf. von Rechteren |
. | . | 1 | . | 4 | . | . | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Winkelhausen Rittersitz von Rave |
. | . | . | . | 3 | . | . | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Hellerding Rittersitz von Hövel |
. | . | . | . | 2 | . | . | . | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Diepenbrock Rittersitz v. Kontenhoven |
. | . | . | . | 10 | . | . | .. | . | . | . | } | } | } |
| Kirchspiel Rhede |
Rittersitz Krechting Freyhaus |
. | . | 1 | 18 | 6 | 6 | 8 | .. | . | . | . | }. | }. | }. |
Bei der Schatzung 1769 zählt 1 Reichstaler 28 Schillinge und 1 Schilling 12 Pfennig.
- Quelle: Lagerbuch Fürstbistum Münster 1769
- Quellenbearbeitung Bodo Stratmann (2012)
Zeitschiene nach 1802
Landesherren
- Vor 1802 Fürstbistum Münster, Amt Bocholt
- Ab 1802 als Entschädigungslande an das Fürstentum Salm-Salm gekommen.
- 1810 Kaiserreich Frankreich, Lippedepartement, Arrondissement Rees, Kanton Bocholt, Mairie Rhede
- 1813-1815 preuß. Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein.
- 1816 Kirchspiel Rhede im Kreis Borken, Amt Rhede.
- 1815-1946 preuß. Provinz Westfalen, ab 1816 Kreis Borken, Amt Rhede
- 1946 Nordrhein-Westfalen
Bürgermeisterei Rhede
- 1823 Umfang: Kirchspiel Rhede
- Bürgermeister: von Raesfeld zu Bocholt [1]
- 1834 Bürgermeisterei Rhede mit dem Kirchspiel Rhede
- 4.314 Einwohner
- Bürgermeister Winckler
- Beigeordneter: Beck
- Beigeordneter: Tinnefeld
- Kreis-Communalempfänger: Brinksmeyer zu Diepenbrock[2]
- 4.314 Einwohner
Verwaltungseinbindung (Westfalen)
- 1895: Rhede, Dorf in Deutschland, Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Borken
- Zuständigkeit/Einrichtungen: Amtsgericht Bocholt, Postbezirk, Telegrafenamt
- Einwohner: 1.623
- Gewerbe: manuelle Weberei[3]
Infrastruktur
1931 Amt Rhede, Kreis Borken, Regierungsbezirk Münster, Sitz Rhede,
- Gemeinde Rhede: Industriebemeinde (überw. Textilindustrie). Gemeindevorsteher Schwartz. Ortsklasse D
- Einwohner 3.117, Kath 3.080. Ev. 26, Isr. 11.
- Gesamtfläche 254 ha
- Zuständigkeit/Einrichtungen: Pfarramt (kath). Volksschule. Krankenhaus (Kirchengemeinde). Ärzte 3. Tierärzte 1. Apotheke. Post u. Telegrafenstation, Eisenbahnstation, Polizei (kommunal) 1. Freiwillige Feuerwehr. Nebenstelle Kreissparkasse. Spar- u. Darlehnsgenossenschaft. Elektrizitätsversorgung. Wasserversorgung. Sportplatz. Eisenbahn. Markt.
- Politik: Gemeindevertretung 9 Mitglieder, alle Zentrum.[4]
Kommunale Neugliederung
- 1955 Vereinigung der amtsangehörigen Gemeinden Rhede und Altrhede.
- 1968 Gemeinde Rhede durch Zusammenschluß der amtsangehörigen Gemeinden Rhede, Büngern, Krechting, Krommert und Vardingholt.
- 1975 Stadt Rhede [5]
Siegel, Wappen, Fahne
Stadtgliederung
Bevölkerungsverzeichnisse
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
Personenstandsregister von Rhede:
- Zivilstandsregister Geburten, Aufgebote, Heiraten, Tote 1812-1813
- Kirchenbuchkopien katholisch Geburten, Heiraten, Tote 1815-1874
- Kirchenbuchkopien katholisch (Bauerschaft Rhedebrügge) Geburten, Heiraten, Tote 1815-1836
- Kirchenbuchkopien katholisch Geburten (1808-1814)
- Kirchenbuchkopien katholisch, Heiraten (1808-1815, 1840)
- Vorst. Juden Geburten, Heiraten, Tote 1815-1817
- Pfarrbücher Juden Geburten, Heiraten, Tote 1815-1821
- Bürgermeisterei Juden Geburten, Heiraten, Tote 1815-1821
KB-Abschriften der Mormonen
Adressbücher
Wohlfahrtspflege
Bis zu Inbetriebnahme des Wasserwerks in Rhede (Kreis Borken) im Frühjahr 1953 bezogen die Einwohner Rhedes ihr Trinkwasser und größtenteils auch das Brauchwasser aus Brunnen oder Pumpenbrunnen.
Kirchenwesen
Bistümer
- Katholiken: Bistum Münster, 1954: Dekanat Bocholt
Pfarrei
Die Kirche, eine eigenkirchliche Gründung der Herren von Rhede, gehört dem frühen 12. Jahrh. an und wurde 1338 der Propstei Varlar einverleibt, die bis ins 16. Jhdt. die Pfarrer stellte. Das Pfarrgebiet stammt von Bocholt. 1823 kamen Teile des Pfarrgebietes an Barlo, 1908 an Rhedebrügge.
- 1898-1901 baute man die heutige Pfarrkirche zur hl. Gudula.
- Die Marienkapellen in Krechting und Vardingholt sind 1783 und 1934 erbaut worden.[6]
Archiv
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
Grabsteine
- Friedhof Rhede-Vardingholt (Borken) im Grabstein-Projekt des Vereins für Computergenealogie e.V.
Literatur
- Schmeddinghoff in W. Z. 90, 1934, S. 112 ff.
Bibliografiesuche
- Volltextsuche nach Rhede in der Familienkundlichen Literaturdatenbank
Fußnoten
- ↑ Quelle: Adreß-Kalender für den Bezirk der Königl. Preuß. Regierung In Münster 1923, Coppenrathsche Buchdruckerei.
- ↑ Quelle: Westfalenlexikon
- ↑ Quelle: Hic Leones
- ↑ Quelle: Handbuch der Aemter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931
- ↑ Quelle: Handbuch der Kommunalarchive in Nordrhein-Westfalen, Teil2 Landesteil Westfalen-Lippe
- ↑ Quelle: Börsting, Heinrich: Geschichte des Bistums Münster. (Deutscher Heimat-Verlag, 1951)
Weblinks
Offizielle Webseiten
Genealogische Webseiten
Historische Webseiten
Heimatforschung in Westfalen
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
| Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) | |
|
Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden | Bis 1975: Dingden | |
Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der direkte Zugriff durch automatisierte Abfrage nicht mehr möglich.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
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