Genealogie der Herren und Freiherren von Bongart/092: Unterschied zwischen den Versionen

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Genealogie der Herren und Freiherren von Bongart
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6. Die Herren von Holtzem zu Vochem.

I. Peter von Holtzem, Sohn des Diederich von Holtzem genannt Vochem, war verh. mit Catharina von Roer. Von ihm stammt
II. Diederich von Holtzem genannt Vochem, der im J. 1513 Elisabeth Tochter des Johann von Zweybrüggen heir. Sein ältester Sohn, Albrecht von Holtzem, besass ein Gut, das nun schon seit langen Jahren Eigenthum der Grafen von Bergh genannt Trips zu Hemmersbach ist. nämlich Juntersdorf bei Zülpich(1). Durch Albrechts einzige Tochter Barbara kam dasselbe an Wilhelm von Mirbach zu Zweybrüggen, und verblieb bei dessen Nachkommen, bis Alexandrina von Mirbach es ihrem Gatten Wilhelm von Harff zu Alsdorf zubrachte. — Diederichs jüngerer Sohn
III. Johann von Holtzem zu Vochem, Amtmann zu Königs dorf, hatte mit seiner Gattin Cunigunde (Connera) von Roer(2) vier Kinder: Johann von Holtzem, der im J. 1600 ohne Leibeserben gestorben, wo dann die Mutter die Güter desselben ihrem Sohne Gerhard übertrug. Diederich von Holtzem scheint gleichfalls kinderlos geblieben zu sein. Agnes von Holtzem heir. 1596 Johann von dem Horrich zu Brachelen.
IV. Gerhard von Holtzem zu Vochem heir. Elisabeth von Herseil (Tochter des Gerhard und der Alvert von Haren). Aus dieser Ehe stammen vier Söhne, die ohne Leibeserben gestorben sind, nämlich Daniel von Holtzem zu Vochem, Johann und Carl Diederich von Holtzem; der vierte war Propst zu Siegburg. Sodann folgende vier Töchter:
1. Cunigunde von Holtzem verh. mit Christoffel Florens von Isselstein zu Lennep.

(1) Durch Fahne irre geführt, habe ich im ersten Hefte der Beiträge (p. 39 sq.) Junckersdorf geschrieben. — (2) Cunigunde, Agnes und Gertrud waren Töchter des Johann von Roer und der Margaretha Gryn; Agnes war mit Valentin von Frentz zu Geyen verh., Gertrud mit Mathias von Baexen.

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2. Agnes von Holtzem verh. mit dem Obrist-Lieutenant Johann Adam von Siegenhoven genannt Anstel Herrn zu Holtorp.
3. Catharina von Holtzem Stiftsdame zu Schwarz-Rheindorf. Da dieselbe im J. 1657 bereits mit dem Titel Seniorissa beehrt wurde, so sollte man glauben, sie würde ihre Lebenstage ruhig im Kloster beschlossen haben. Allein sie verehelichte sich noch im J. 1660 mit dem Pfaltz-Neuburgischen Obristen Johann Sigmund von Sachs; und nachdem sie etwa ein Jahr im Wittwenstande verlebt, schritt sie 1664 mit Anton Adolph Frh. von Walbott-Bassenheim zur zweiten Ehe. Sie schreibt sich in der Folge Frau zu Kesse-nich und Herresbach.
4. Elisabeth von Holtzem wurde 1625 Nonne zu Schweinheim.

7. Betreffend den Stams-Hof zu Glesch.

Auch das Dorf Glesch weiset ein adliges Gut auf, das in der Folge Stams-Hof genannt wurde. Dasselbe war ein Curmodiales Lehen des Stifts Essen, und hatte die Verpflichtung, nach Absterben des jedesmaligen Lehenträgers in den Essendischen Oberhof zu Paffendorf ein Pferd als Curmöde abzuliefern. Inhaber dieses Gutes war im vierzehnten Jahrhundert der bei Lacomblet vorkommende Gyse von Glesch, im fünfzehnten Gyse, Daem und Gerart von Glesch, in der ersten Hälfte des sechzehnten Goedert Stam von Glesch, der mit Margaretha Raitz von Frentz verh. war. Nach Tod des Gy-sen Stam geht der Hof im J. 1566 auf die von Lülsdorf über. Anton von Lülsdorf war Herr desselben bis ins siebenzehnte Jahrhundert. Hierauf kam er an die Familie von Winckel-hausen, bei der er verblieben ist bis zum J. 1725, wo Johanna Maria Catharina Gräfin von Winckelhausen Abtissin der Stifter Neuenheersen und Freckenhorst, Frau zu Dahl-hausen, Oesthoven, Gustorf und Erbvogtin zu Uerdingen, ihren Stams-Hof dem Johann Godfried Engels Abt zu Altenberg verkaufte.