Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter 5 (Strange)/089: Unterschied zwischen den Versionen

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Balduin Frh. von Harff Herr zu Alsdorf, Hürth und Berens-
 
berg, Erbhofmeister. Aus seiner Ehe mit Maria Sibilla von
 
Bock stammen nur drei Töchter, die bei Fahne und Chr.
{{NE}}Balduin Frh. von Harff Herr zu Alsdorf, Hürth und Berensberg, Erbhofmeister. Aus seiner Ehe mit Maria Sibilla von Bock stammen nur drei Töchter, die bei Fahne und Chr.Quix namhaft gemacht sind. Letzterer hat auch einige Nachrichten über das fernere Schicksal der Harffischen Güter. Wie die Freiherren von Blanckart an das Haus Alsdorf gekommen,erzählt er einfach also: „Nach dem Tode des Johann Wilhelm von Harff wollte sein noch lebender Vater diese Herrschaft wieder zu sich nehmen. Allein die Wittwe wusste sich darin zu behaupten." Allein die Wittwe wird ihren Heirathspfenning zurückverlangt und wahrscheinlich noch solche andere Forderungen gemacht haben, die weder Wilhelm noch sein Sohn Balduin von Harff zu berichtigen im Stande waren. Dass das Haus Berensberg im Laufe der Zeit an die Familie von Pelzer gekommen, ist aus Quix ersichtlich. Nämlich Franz Carl Frh. von Reuschenberg zu Selicum, Herr zu Kendenich und Berensberg, Chur-Cölnischer Cammerherr, und dessen Bruder Johann Georg Frh. von Reuschenberg zu Selicum, verkauften das Haus Berensberg im J. 1747 den Ehegatten Johann Friedrich von Pelzer Scheffen zu Aachen, und Catharina Theresia von Thymus.
Quix namhaft gemacht sind. Letzterer hat auch einige Nach-
 
richten über das fernere Schicksal der Harffischen Güter. Wie
{{NE}}Aber der Gegenstand dieses Aufsatzes ist das Erbhofmeister-Amt. Und so fahre ich denn fort mit der Bemerkung, dass Balduin von Harff dies Amt seinem weitschichtigen Vetter Werner Frh. von Harff zu Geilenkirchen im J. 1666 in nachstehender Weise übertragen hat:
die Freiherren von Blanckart an das Haus Alsdorf gekommen,
 
erzählt er einfach also: „Nach dem Tode des Johann Wilhelm
{{NE}}„Demnach mir Balduin Freyherrn von Harff Herrn zu Alstorff, Hürdt und Bernsberg von meinem abgelebten L. Herrn Vattern sehlig Wilhelm von Harff Herrn zu Alstorff das Officium des Fürstenthumb Gülich Erbhoffmeisterey legittime als ungezweißeltem ältesten Sohn angefallen, und solches Ambt von undencklichen Jahren hero meine Voreiteren die von Harff zu Alstorff also löblich herbracht; Ich aber ietzo mit keinen Manserben versehen: So thue ich alsolches Ambt und titulum der Erbhoffmeisterey mit allen seinen appertinentien,dependentien und Nutzbahrkeiten, so daraus ietzo oder ins Künfftig fallen mögten, nichts davon ausgeschlossen, dem Wohlgebohrnen Herren Wernern Freyherren von Harff und Landtscron
von Harff wollte sein noch lebender Vater diese Herrschaft
wieder zu sich nehmen. Allein die Wittwe wusste sich darin
zu behaupten." Allein die Wittwe wird ihren Heirathspfenning
zurückverlangt und wahrscheinlich noch solche andere Forde-
rungen gemacht haben, die weder Wilhelm noch sein Sohn
Balduin von Harff zu berichtigen im Stande waren. Dass das
Haus Berensberg im Laufe der Zeit an die Familie von Pelzer
gekommen, ist aus Quix ersichtlich. Nämlich Franz Carl Frh.
von Beuschenberg zu Selicum, Herr zu Kendenich und Berens-
berg, Chur-Cölnischer Cammerherr, und dessen Bruder Johann
Georg Frh. von Beuschenberg zu Selicum, verkauften das
Haus Berensberg im J. 1747 den Ehegatten Johann Friedrich
von Pelzer Scheffen zu Aachen, und Catharina Theresia von
Thymus.
Aber der Gegenstand dieses Aufsatzes ist das Erbhofmeister-
Amt. Und so fahre ich denn fort mit der Bemerkung, dass
Balduin von Harff dies Amt seinem weitschichtigen Vetter
Werner Frh. von Harff zu Geilenkirchen im J. 1666 in nach-
stehender Weise übertragen hat:
„Demnach mir Balduin Freyherrn von Harff Herrn zu Als-
torff, Hürdt und Bernsberg von meinem abgelebten L. Herrn
Vattern sehlig Wilhelm von Harff Herrn zu Alstorff das Offi-
cium des Fürstenthumb Gülich Erbhoffmeisterey legittime als
ungezweißeltem ältesten Sohn angefallen, und solches Ambt
von undencklichen Jahren hero meine Voreiteren die von
Harff zu Alstorff also löblich herbracht; Ich aber ietzo mit
keinen Manserben versehen: So thue ich alsolches Ambt und
titulum der Erbhoffmeisterey mit allen seinen appertinentien,
dependentien und Nutzbahrkeiten, so daraus ietzo oder ins
Künfftig fallen mögten, nichts davon ausgeschlossen, dem Wohl-
gebohrnen Herren Wernern Freyherren von Harff und Landtscron

Version vom 1. Februar 2009, 11:38 Uhr

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E.

      Balduin Frh. von Harff Herr zu Alsdorf, Hürth und Berensberg, Erbhofmeister. Aus seiner Ehe mit Maria Sibilla von Bock stammen nur drei Töchter, die bei Fahne und Chr.Quix namhaft gemacht sind. Letzterer hat auch einige Nachrichten über das fernere Schicksal der Harffischen Güter. Wie die Freiherren von Blanckart an das Haus Alsdorf gekommen,erzählt er einfach also: „Nach dem Tode des Johann Wilhelm von Harff wollte sein noch lebender Vater diese Herrschaft wieder zu sich nehmen. Allein die Wittwe wusste sich darin zu behaupten." Allein die Wittwe wird ihren Heirathspfenning zurückverlangt und wahrscheinlich noch solche andere Forderungen gemacht haben, die weder Wilhelm noch sein Sohn Balduin von Harff zu berichtigen im Stande waren. Dass das Haus Berensberg im Laufe der Zeit an die Familie von Pelzer gekommen, ist aus Quix ersichtlich. Nämlich Franz Carl Frh. von Reuschenberg zu Selicum, Herr zu Kendenich und Berensberg, Chur-Cölnischer Cammerherr, und dessen Bruder Johann Georg Frh. von Reuschenberg zu Selicum, verkauften das Haus Berensberg im J. 1747 den Ehegatten Johann Friedrich von Pelzer Scheffen zu Aachen, und Catharina Theresia von Thymus.

      Aber der Gegenstand dieses Aufsatzes ist das Erbhofmeister-Amt. Und so fahre ich denn fort mit der Bemerkung, dass Balduin von Harff dies Amt seinem weitschichtigen Vetter Werner Frh. von Harff zu Geilenkirchen im J. 1666 in nachstehender Weise übertragen hat:

      „Demnach mir Balduin Freyherrn von Harff Herrn zu Alstorff, Hürdt und Bernsberg von meinem abgelebten L. Herrn Vattern sehlig Wilhelm von Harff Herrn zu Alstorff das Officium des Fürstenthumb Gülich Erbhoffmeisterey legittime als ungezweißeltem ältesten Sohn angefallen, und solches Ambt von undencklichen Jahren hero meine Voreiteren die von Harff zu Alstorff also löblich herbracht; Ich aber ietzo mit keinen Manserben versehen: So thue ich alsolches Ambt und titulum der Erbhoffmeisterey mit allen seinen appertinentien,dependentien und Nutzbahrkeiten, so daraus ietzo oder ins Künfftig fallen mögten, nichts davon ausgeschlossen, dem Wohlgebohrnen Herren Wernern Freyherren von Harff und Landtscron