Dange (Fluss): Unterschied zwischen den Versionen

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==Verlauf==
[[Bild:08Dange-Einfahrt.jpg|thumb|400 px|Dange-Mündung in Memel]]
Die Dange (''sprich: Danje''), ist ein Fluss des [[Memelland]]es, der nicht mehr zum Stromgebiet der [[Memel (Fluss)|Memel]] gerechnet werden kann. Sie kommt aus Litauen und tritt bei [[Bajohren]] in den Kreis Memel ein. Hier nimmt sie von links die kleine Eckitte auf, an der sich eine fast 200 Jahre alte Wassermühle befindet.  
Die Dange (''sprich: Danje''), ist ein Fluss des [[Memelland]]es, der nicht mehr zum Stromgebiet der [[Memel (Fluss)|Memel]] gerechnet werden kann. Sie kommt aus Litauen und tritt bei [[Bajohren]] in den Kreis Memel ein. Hier nimmt sie von links die kleine Eckitte auf, an der sich eine fast 200 Jahre alte Wassermühle befindet.  
==Name==
Der Name ist kurisch ("danga") und beschreibt etwas sich Windendes, Gebogenes, das sich tief eingegraben hat, auch einen gewundenen Feldweg, der sich durch jahrhundertelanges Befahren tief in die Landschaft eingegraben hat. Was die damalige Mündung angeht, so bedeutet der Name auch dreieckiges Stück Land, das von Wasser umgeben ist.
==Geschichte==
[[Bild: 02Dange.jpg|thumb|300 px|Dange, Fluss-System (litauisches Straßenschild in Memel)]]


Die Dange hat ihr Bett recht oft gewechselt; deshalb finden wir in ihrem Verlaufe sehr oft tote Arme, die "faulen Dangen". Bei [[Tauerlauken]] durchbricht sie den [[Memeler Höhenzug]] und weist hier die herrlichsten Uferpartien auf. An der ganz steil abfallenden "[[Gwilden|Gwilder]] Wand" kann man sogar mehrere Schichten ganz junger Braunkohlenablagerungen erkennen. Eine ganz eigentümliche Holzflößerei gibt es auf der Dange und auch auf der [[Minge (Fluss)|Minge]] (''sprich Minje'') (1922). Schon jenseits der Grenze werden die für die [[Memel]]er Zellulosefabrik bestimmten Rundhölzer einfach in den Fluss geworfen und treiben stromab bis sie schließlich aufgehalten und auf Lastkähne geladen werden.
Die Dange hat ihr Bett recht oft gewechselt; deshalb finden wir in ihrem Verlaufe sehr oft tote Arme, die "faulen Dangen". Bei [[Tauerlauken]] durchbricht sie den [[Memeler Höhenzug]] und weist hier die herrlichsten Uferpartien auf. An der ganz steil abfallenden "[[Gwilden|Gwilder]] Wand" kann man sogar mehrere Schichten ganz junger Braunkohlenablagerungen erkennen. Eine ganz eigentümliche Holzflößerei gibt es auf der Dange und auch auf der [[Minge (Fluss)|Minge]] (''sprich Minje'') (1922). Schon jenseits der Grenze werden die für die [[Memel]]er Zellulosefabrik bestimmten Rundhölzer einfach in den Fluss geworfen und treiben stromab bis sie schließlich aufgehalten und auf Lastkähne geladen werden.
Quelle: '''MEYER''', Richard: Heimatkunde des Memelgebiets, Memel 1922, S.34-35.
Quelle: '''MEYER''', Richard: Heimatkunde des Memelgebiets, Memel 1922, S.34-35.


[[Kategorie: Memelland]]
[[Kategorie: Memelland]]
[[Kategorie: Fluss im Memelland]]
[[Kategorie: Fluss im Memelland]]

Version vom 2. Februar 2009, 19:57 Uhr

Verlauf

Dange-Mündung in Memel

Die Dange (sprich: Danje), ist ein Fluss des Memellandes, der nicht mehr zum Stromgebiet der Memel gerechnet werden kann. Sie kommt aus Litauen und tritt bei Bajohren in den Kreis Memel ein. Hier nimmt sie von links die kleine Eckitte auf, an der sich eine fast 200 Jahre alte Wassermühle befindet.

Name

Der Name ist kurisch ("danga") und beschreibt etwas sich Windendes, Gebogenes, das sich tief eingegraben hat, auch einen gewundenen Feldweg, der sich durch jahrhundertelanges Befahren tief in die Landschaft eingegraben hat. Was die damalige Mündung angeht, so bedeutet der Name auch dreieckiges Stück Land, das von Wasser umgeben ist.

Geschichte

Datei:02Dange.jpg
Dange, Fluss-System (litauisches Straßenschild in Memel)

Die Dange hat ihr Bett recht oft gewechselt; deshalb finden wir in ihrem Verlaufe sehr oft tote Arme, die "faulen Dangen". Bei Tauerlauken durchbricht sie den Memeler Höhenzug und weist hier die herrlichsten Uferpartien auf. An der ganz steil abfallenden "Gwilder Wand" kann man sogar mehrere Schichten ganz junger Braunkohlenablagerungen erkennen. Eine ganz eigentümliche Holzflößerei gibt es auf der Dange und auch auf der Minge (sprich Minje) (1922). Schon jenseits der Grenze werden die für die Memeler Zellulosefabrik bestimmten Rundhölzer einfach in den Fluss geworfen und treiben stromab bis sie schließlich aufgehalten und auf Lastkähne geladen werden. Quelle: MEYER, Richard: Heimatkunde des Memelgebiets, Memel 1922, S.34-35.