Pregel (Fluss): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Name des Flusses wechselte: Zur Gotenzeit hieß er '''Skara''', als der Ritterorden das Samland eroberte, nannten die [[Prußen]] ihn '''Lipsa/ Lipza'''. | Der Name des Flusses wechselte: Zur Gotenzeit hieß er '''Skara''', als der Ritterorden das Samland eroberte, nannten die [[Prußen]] ihn '''Lipz''' (1231), '''„flumen pregore“''' (1243) und '''Lipsa/ Lipza''' (1246). 1302 erscheint der Name '''Pregel''' erstmalig. Der Name „flumen pregore“ wird linguistisch unterschiedlich gedeutet: Nach Peteraitis "schnell, mutig", nach Vanagas "Hölle, Abgrund" und nach Gerullis "grundloser Weg, Abgrund" | ||
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Version vom 30. Januar 2010, 20:21 Uhr
Verlauf
Der Pregel ist der neben der Memel der wichtigste Strom Ostpreußens. Seine Quellflüsse sind Angerapp, Pissa und Inster. Ab der Einmündung der Inster heißt er Pregel. Der Fluss ist auf seiner gesamten Länge schiffbar und verlor erst mit Errichtung der Eisenbahnlinie an wirtschaftlicher Bedeutung. Östlich von Königsberg teilt er sich in Alten Pregel und Neuen Pregel. Über die Deime und den Großen Friedrichsgraben hat der Pregel eine Verbindung zum Kurischen Haff und über die Gilge eine Verbindung zur Memel und deren angebundene Wirtschaftsorte.
Name
Der Name des Flusses wechselte: Zur Gotenzeit hieß er Skara, als der Ritterorden das Samland eroberte, nannten die Prußen ihn Lipz (1231), „flumen pregore“ (1243) und Lipsa/ Lipza (1246). 1302 erscheint der Name Pregel erstmalig. Der Name „flumen pregore“ wird linguistisch unterschiedlich gedeutet: Nach Peteraitis "schnell, mutig", nach Vanagas "Hölle, Abgrund" und nach Gerullis "grundloser Weg, Abgrund"
- preußisch-litauisch "skara" = Flachs (Leinenpflanze)
- prußisch "lipa, lipe" = Linde
- "lipit, lippiz" = weißes Met, das aus Lindenblütenhonig hergestellt wird
- prußisch "preigillis" = an der tiefen Stelle (Hermanowski deutet mit "Fluss am Berge" falsch.)