Bischofsburg: Unterschied zwischen den Versionen
Wgh (Diskussion • Beiträge) |
Kaukas (Diskussion • Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
<!-- ALLE ZEILEN VON HIER ... --> | <!-- ALLE ZEILEN VON HIER ... --> | ||
[[Bild: RegionAllenstein.jpg|thumb|700px|Ostpreußenkarte um 1925]] | |||
[[Bild:Prussenkarte.jpg|thumb|400 px|Prußische Stammesgebiete]] | |||
<!-- ... BIS HIER (einschließlich dieser Zeile) bitte löschen, wenn der Artikel aussagekräftige Informationen erhalten hat.--> | <!-- ... BIS HIER (einschließlich dieser Zeile) bitte löschen, wenn der Artikel aussagekräftige Informationen erhalten hat.--> | ||
| Zeile 28: | Zeile 31: | ||
== Einleitung == | == Einleitung == | ||
Bischofsburg liegt im [[Prußen|prußischen]] Stammesgebiet [[Barta]] im Kreis [[Rößel]] an der Bahnlinie [[Rotfließ]] - [[Sensburg]]. Die Stadt war Sitz des Landrates des Kreises Rößel. Wegen der unfruchtbaren, sandigen Umgebung blieb sie klein und wenig anziehend. | |||
=== Wappen === | === Wappen === | ||
[[Bild: | [[Bild: Wappen-Bischofburg.jpg|thumb|200px|left|Wappen Bischofsburg]] | ||
Das Wappen hat in Rot eine silberne, von einer Ringmauer umschlossene Burg mit breitem Mittelhaus zwischen zwei runden Zinnentürmen. Die Ringmauer ist an der Torstelle mit einem gelehnten Schild belegt, in ihm ein silberner Stufengiebel; über dem Schild schwebt eine goldene Bischofsmütze. | |||
=== Allgemeine Information === | === Allgemeine Information === | ||
| Zeile 54: | Zeile 58: | ||
== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit == | == Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit == | ||
=== Evangelische Kirchen === | === Evangelische Kirchen === | ||
*In Bischofsburg entstand die erste evangelische Kirche des Ermlandes. | |||
*'''1846''' wird die Kirche des Ermalandes eingeweiht. Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit Apsis. | |||
=== Katholische Kirchen === | === Katholische Kirchen === | ||
<!--=== Andere Glaubensgemeinschaften === --> | <!--=== Andere Glaubensgemeinschaften === --> | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
<!-- Hier: geschichtlicher Abriss --> | <!-- Hier: geschichtlicher Abriss --> | ||
*'''1389''' Erwähnung einer Burg, die wie das hier vorher bestehende Wacht- und Wildhaus, die alte Handelsstraße [[Königsberg in Preußen|Königsberg]] — Warschau gegen die Einfälle der Litauer schützen sollte. | |||
*'''1395''' Handfeste durch den [[Ermland|ermländischen]] Bischof Heinrich III. Sorbom. | |||
1709.26. Okt.-Febr. 1710. Pest in Bischofsburg. In das Bischofsburger Sterbegister werden 63 Personen eingetragen. | *Im Ständekrieg ('''1454—1466''') wurden Schloss und Stadt vollständig zerstört, nur die Stadt wurde wieder aufgebaut. | ||
*'''1709-1711''' Pest: über 1000 Bürger werden dahingerafft. | |||
1710.10. Juli-Anf. Okt. 1710. Pest in Bischofsburg In das Bischofsburger Sterberegister werden 96 Personen eingetragen. | *'''1709'''.26. Okt.-Febr. 1710. Pest in Bischofsburg. In das Bischofsburger Sterbegister werden 63 Personen eingetragen. | ||
*'''1710'''.10. Juli-Anf. Okt. 1710. Pest in Bischofsburg In das Bischofsburger Sterberegister werden 96 Personen eingetragen. | |||
1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum. | *'''1757''' Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum. | ||
*'''1758''' Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen. | |||
1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen. | *'''1762''' Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Bischofsburg wird wieder preußisch. | ||
*Ab '''1862''' war die Stadt Kreissitz des Kreises Rößel. | |||
1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Bischofsburg wird wieder preußisch. | |||
Version vom 28. März 2010, 12:53 Uhr
Hierarchie
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Musterland > Musterregierungsbezirk > Musterkreis > Bischofsburg
Einleitung
Bischofsburg liegt im prußischen Stammesgebiet Barta im Kreis Rößel an der Bahnlinie Rotfließ - Sensburg. Die Stadt war Sitz des Landrates des Kreises Rößel. Wegen der unfruchtbaren, sandigen Umgebung blieb sie klein und wenig anziehend.
Wappen
Das Wappen hat in Rot eine silberne, von einer Ringmauer umschlossene Burg mit breitem Mittelhaus zwischen zwei runden Zinnentürmen. Die Ringmauer ist an der Torstelle mit einem gelehnten Schild belegt, in ihm ein silberner Stufengiebel; über dem Schild schwebt eine goldene Bischofsmütze.
Allgemeine Information
Einwohner
1939. 7.755
Politische Einteilung
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
Evangelische Kirchen
- In Bischofsburg entstand die erste evangelische Kirche des Ermlandes.
- 1846 wird die Kirche des Ermalandes eingeweiht. Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit Apsis.
Katholische Kirchen
Geschichte
- 1389 Erwähnung einer Burg, die wie das hier vorher bestehende Wacht- und Wildhaus, die alte Handelsstraße Königsberg — Warschau gegen die Einfälle der Litauer schützen sollte.
- 1395 Handfeste durch den ermländischen Bischof Heinrich III. Sorbom.
- Im Ständekrieg (1454—1466) wurden Schloss und Stadt vollständig zerstört, nur die Stadt wurde wieder aufgebaut.
- 1709-1711 Pest: über 1000 Bürger werden dahingerafft.
- 1709.26. Okt.-Febr. 1710. Pest in Bischofsburg. In das Bischofsburger Sterbegister werden 63 Personen eingetragen.
- 1710.10. Juli-Anf. Okt. 1710. Pest in Bischofsburg In das Bischofsburger Sterberegister werden 96 Personen eingetragen.
- 1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
- 1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen.
- 1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Bischofsburg wird wieder preußisch.
- Ab 1862 war die Stadt Kreissitz des Kreises Rößel.
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
Bibliografie
- Volltextsuche nach Ortsname in der Familienkundlichen Literaturdatenbank
Genealogische Bibliografie
Historische Bibliografie
In der Digitalen Bibliothek
Archive und Bibliotheken
Archive
Bibliotheken
Verschiedenes
Weblinks
Offizielle Webseiten
Genealogische Webseiten
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
