Berlin-Wartenberg/Nr. 32: Unterschied zwischen den Versionen
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Die frühe Geschichte dieses Hofes ist noch nicht geklärt. Auf einer Karte von 1792 bildeten die heutigen Grundstücke Nr. 32, 33 und 34 einen gemeinsamen Besitz, dessen Wohnhaus sich etwa an der heutigen Hofeinfahrt von Nr. 32 befand. Dieses Haus trug die Feuerversicherungsnummer 6 und erhielt nach der Eingemeindung zu Berlin die Bezeichnung "Dorfstraße 32". Ein Versicherungsschein von 1903 enthält folgende Angaben über das Gebäude: | Die frühe Geschichte dieses Hofes ist noch nicht geklärt. Auf einer Karte von 1792 bildeten die heutigen Grundstücke Nr. 32, 33 und 34 einen gemeinsamen Besitz, dessen Wohnhaus sich etwa an der heutigen Hofeinfahrt von Nr. 32 befand. Dieses Haus trug die Feuerversicherungsnummer 6 und erhielt nach der Eingemeindung zu Berlin die Bezeichnung "Dorfstraße 32" - es existiert heute nicht mehr. Ein Versicherungsschein von 1903 enthält folgende Angaben über das Gebäude: | ||
Alter: etwa 100 Jahre.<br> | Alter: etwa 100 Jahre.<br> | ||
Bauweise: Fachwerk mit Lehmstaken. Dach: Stroh. Wände: verputzt.<br> | Bauweise: Fachwerk mit Lehmstaken. Dach: Stroh. Wände: verputzt.<br> | ||
Länge: 13 | Länge: 13,20 m, Tiefe: 8,00 m , Höhe: 7,50 m.<br> | ||
Keller: 1 Raum.<br> | Keller: 1 Raum.<br> | ||
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[[File:Grab_von_Wilhelm_Böttcher.JPG|thumb|''Hier ruht in Gott<br>mein geliebter Mann, unser guter<br>Vater, Schwieger- u. Grosvater,<br>der Altsitzer<br>Friedrich Wilhelm<br>Böttcher,<br>geb. 29.9.1826<ref name="geburt">Laut Kirchenbuch wurde er am 30. September 1826, morgens um 3 Uhr, geboren.</ref>,<br>gest. 15.5.1907.'']] | [[File:Grab_von_Wilhelm_Böttcher.JPG|thumb|''Hier ruht in Gott<br>mein geliebter Mann, unser guter<br>Vater, Schwieger- u. Grosvater,<br>der Altsitzer<br>Friedrich Wilhelm<br>Böttcher,<br>geb. 29.9.1826<ref name="geburt">Laut Kirchenbuch wurde er am 30. September 1826, morgens um 3 Uhr, geboren.</ref>,<br>gest. 15.5.1907.'']] | ||
1868 gehörte das Grundstück Nr. 32 dem Büdner Wilhelm Böttcher, ein Sohn aus dem Bauernhof [[Wartenberg Nr. 2| Nr. 2]]. Nachdem seine Frau Louise Wilhelmine, geb. Bredereck, gestorben war, heiratete er am 29. September 1879 Marie Bredereck aus Krummensee, die Schwester seiner verstorbenen Frau. In dieser Zeit erbaute Wilhelm Böttcher das noch heute stehende Wohnhaus (um 1870) sowie einen neuen Stall (um 1880). Er starb am 15. Mai 1907 - sein Grab ist noch erhalten und heute das älteste auf dem Wartenberger Friedhof. | |||
== Reinhold Böttcher | == Reinhold Böttcher 1903 == | ||
Der aus der | Der aus der dritten Ehe hervorgegangene Sohn, Landwirt Reinhold Böttcher, erhielt laut Überlassungsvertrag von 1903 das väterliche Büdnergrundstück. Er wird auch noch in den Berliner Adreßbüchern ab 1922 als Eigentümer angegeben. | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
Version vom 8. September 2010, 11:24 Uhr
| Dorfstraße 32 | |
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| Büdnerhaus | |
| Lage: | → Karte |
| entstanden: | vor 1792 |
| Wohnhaus: | um 1870 erbaut |
| Stall, Remise und Vorgarteneinfriedung: |
um 1880 erbaut |
| Scheune: | 1922 erbaut |
Vorgeschichte
Die frühe Geschichte dieses Hofes ist noch nicht geklärt. Auf einer Karte von 1792 bildeten die heutigen Grundstücke Nr. 32, 33 und 34 einen gemeinsamen Besitz, dessen Wohnhaus sich etwa an der heutigen Hofeinfahrt von Nr. 32 befand. Dieses Haus trug die Feuerversicherungsnummer 6 und erhielt nach der Eingemeindung zu Berlin die Bezeichnung "Dorfstraße 32" - es existiert heute nicht mehr. Ein Versicherungsschein von 1903 enthält folgende Angaben über das Gebäude:
Alter: etwa 100 Jahre.
Bauweise: Fachwerk mit Lehmstaken. Dach: Stroh. Wände: verputzt.
Länge: 13,20 m, Tiefe: 8,00 m , Höhe: 7,50 m.
Keller: 1 Raum.
Erdgeschoß: 2 Stuben, 3 Kammern, 1 Stall, 2 Küchen, 1 Flur.
Dach: Bodenraum
Wilhelm Böttcher 1868
mein geliebter Mann, unser guter
Vater, Schwieger- u. Grosvater,
der Altsitzer
Friedrich Wilhelm
Böttcher,
geb. 29.9.1826[1],
gest. 15.5.1907.
1868 gehörte das Grundstück Nr. 32 dem Büdner Wilhelm Böttcher, ein Sohn aus dem Bauernhof Nr. 2. Nachdem seine Frau Louise Wilhelmine, geb. Bredereck, gestorben war, heiratete er am 29. September 1879 Marie Bredereck aus Krummensee, die Schwester seiner verstorbenen Frau. In dieser Zeit erbaute Wilhelm Böttcher das noch heute stehende Wohnhaus (um 1870) sowie einen neuen Stall (um 1880). Er starb am 15. Mai 1907 - sein Grab ist noch erhalten und heute das älteste auf dem Wartenberger Friedhof.
Reinhold Böttcher 1903
Der aus der dritten Ehe hervorgegangene Sohn, Landwirt Reinhold Böttcher, erhielt laut Überlassungsvertrag von 1903 das väterliche Büdnergrundstück. Er wird auch noch in den Berliner Adreßbüchern ab 1922 als Eigentümer angegeben.
Quellen
- Kirchenbücher von Wartenberg ab 1665, verfilmt im Evangelischen Landesarchiv Berlin (bis 1913) und im Staatsarchiv Leipzig (bis 1875)
- Special Carte von des wirklich Geheimen Etates Krieges und dirigenden Ministers Freiherren Herren Domprobst von Voss Excellenz gehörigen Feldmarck Wartenberg (enthält auch Dorfkern), aufgenommen 1792, angefertigt 1809, Landesarchiv Berlin F Rep. 270 Nr. 3706
- Denkmalliste Berlin
- Berliner Adreßbücher 1922 - 1942 (teilweise fehlerhaft)
Fußnoten
- ↑ Laut Kirchenbuch wurde er am 30. September 1826, morgens um 3 Uhr, geboren.
| Wartenberg | |
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1 | Rittergut 1. Anteil | 2 | 3 | 4 | 5 | vereinigtes Rittergut | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | Kirche | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | Rittergut 2. Anteil | 20 | Schule | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | Chausseehaus |