Selinunt: Unterschied zwischen den Versionen
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Auf dem östlichen Hügel fefindet sich der heute so bezeichnete Tempel E von Selinunt, ein Ergebnis mit sehr umstrittenen Bautechnologien der jüngeren Rekonstruktion. Hier handelte es sich um einen dorischen Peripteraltempel (Peripteros oder Ambulatorium) mit 6 zu 15 dorischen Säulen mit verhältnismäßig kurzem, gedrungen wirkenden basislosen Säulenschäften (5- 6 m) mit flachen Kannelüren, darüber der Kapitellhals (ebenfalls kanneliert) mit der kissenartig gewölbten Echinus und der quadratischen Deckplatte. Er wurde in der ersten Hälfte des V. Jhdts. V. Chr. Höchstwahrscheinlich auf einen viel älteren Vorläuferbau errichtet. Die mit dem vorgebauten Pronaos ausgestattete Cella trug Metopen mit mytologischen Darstellungen, von denen einige im Archologischen Museum in Palermo ausgestellt sind. Viele Hinweise lassen vermuten, dass der Tempel dem Herakult geweiht war. | Auf dem östlichen Hügel fefindet sich der heute so bezeichnete Tempel E von Selinunt, ein Ergebnis mit sehr umstrittenen Bautechnologien der jüngeren Rekonstruktion. Hier handelte es sich um einen dorischen Peripteraltempel (Peripteros oder Ambulatorium) mit 6 zu 15 dorischen Säulen mit verhältnismäßig kurzem, gedrungen wirkenden basislosen Säulenschäften (5- 6 m) mit flachen Kannelüren, darüber der Kapitellhals (ebenfalls kanneliert) mit der kissenartig gewölbten Echinus und der quadratischen Deckplatte. Er wurde in der ersten Hälfte des V. Jhdts. V. Chr. Höchstwahrscheinlich auf einen viel älteren Vorläuferbau errichtet. Die mit dem vorgebauten Pronaos ausgestattete Cella trug Metopen mit mytologischen Darstellungen, von denen einige im Archologischen Museum in Palermo ausgestellt sind. Viele Hinweise lassen vermuten, dass der Tempel dem Herakult geweiht war. | ||
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Image:Selinunt-Temp-E01.jpg|Heratempel (?) | |||
Image:Selinunt-Temp-E02.jpg|15er Reihe | |||
Image:Selinunt-Temp-E03.jpg|rechts Cella | |||
Image:Selinunt-Temp-E04.jpg|15er Reihe | |||
Image:Selinunt-Temp-E05.jpg|archaischer Tempel | |||
Image:Selinunt-Temp-E06.jpg|Echinusaufsatz | |||
Image:Selinunt-Temp-E07.jpg|Trageteil | |||
Image:Selinunt-Temp-E08.jpg| | |||
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Version vom 8. März 2011, 16:45 Uhr
Hierarchie Regional > Europa > Italien > Sizilien > Castelvetrano > Selinunt
Einleitung
Stadt Castelvetrano
- 1895: Castelvetrano, Stadt in Italia (Italien), Sicilia (Sizilien), Provinz Trapani, Distrikt Mazzara del Vallo
- Einwohner: 21.594
- Zuständigkeit/Einrichtungen: Postbezirk, Telegrafenamt, Eisenbahnstation Palermo <> Trapani.
- Handel u. Gewerbe: Hafen, Anbau (Reis), Wein, Viehzucht. Handel (Wein u. Oliven).
Selinunt
Selinunt, von den Arabern früher „Casale degli Idoli“ genannt, wurde gegen die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. (628 nach ThukydidesVl 4, 2; 651 nach Diodor XIII 59, 4) von Siedlern aus Megara Hyblaea in der Nähe des Flusses Selinos (heute Modione) gegründet. Die neuen Kolonisten besetzten weite Gebiete des Ackerlandes in Ständigem Konflikt mit den Elymern, zu deren wichtigsten Städten Segesta gehörte, und siedelten sich an den wichtigsten Punkten des künftigen Stadtgebietes an. Im ersten Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr. erforderte das rasche Wachstum der Siedlung eine feste Ordnung des Areals in einer Einteilung des Grundes und der Anlage von Straßen.
Langgestreckte Parzellen von 32,80 m (100 dorische Fuß) Breite wurden erschlossen durch breitere Straßen, die zu den Wohnstraßen orthogonal verlaufen. Diese Grundstücke füllten sich mit der Zeit mit Wohnhäusern, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Dimensionen und Bautechnik große Monumentalität erreichten, während die Hauptstraßen mit mächtigen Steinplatten gepflastert wurden. Die Agora, der Ort der öffentlichen Verwaltung, liegt im Bereich zwischen den beiden großen Wohnquartieren und befindet sich 2011 noch in der Ausgrabungserschließung.
Die damaligen Heiligtümer nehmen gesonderte Bereiche im Süden, Osten und Westen ein, in denen Tempel ihrerseits nach Ordnungsschemata angeordnet sind, die aus denen des Stadtplanes selbst abgeleitet sind (besonderer Tempelbereich am Osthügel). Die Tempel, insbesondere die ab der Mitte des 6. Jahrhunderts v.Chr. gebauten Ringhallentempel, sind das bedeutendste Zeugnis des Wohlstandes der Stadt.
Im Jahre 409 v. Chr. endete die blühende Entwicklung der Stadt mit dem Angriff der Karthager. 408 v. Chr., die der Stadt Segesta gegen Selinunt zu Hilfe kamen. Die Karthager belagerten zunächst die Stadt und verwüsteten diese, nach einem Massaker eines großen Teils der Bevölkerung und der Gefangennahme von mindestens 5.000 Einwohnern von Selinunt und der Zerstörung der Tempel.
Die Siedlung wurde wieder besetzt durch den Syrakusaner Hermokrates, er versuchte vergeblich, die bis auf die Akropolis verfallene antike Stadt wieder aufzubauen. Ihm gelang jedoch die teilweise Ummauerung mit den 2011 sichtbaren Befestigungen, wobei der südliche Hügel der alten Stadt fortan vor allem als befestigter Vorposten der Syrakuser diente. Nach mehrfachem Besitzwechsel zwischen Karthago und Syrakus blieb die Stadt in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts vorwiegend in punischer Hand und erfreute sich eines bescheidenen Wohlstandes,. bis ins Jahr 250 v. Chr., als die verbliebene Bevölkerung vor dem Anmarsch der Römer nach Lilybaeum übersiedelt wurde und die verbliebenen Stadtreste vorher völlig zerstörten. Erst in byzantinischer Zeit wurde der Platz wieder genutzt, dann. von den Arabern eingenommen und wohl auch wieder befestigt. Letzte Spuren der Besiedlung finden sich noch bis in die Zeit der Staufer.
Östlicher Hügel: Tempel E
Auf dem östlichen Hügel fefindet sich der heute so bezeichnete Tempel E von Selinunt, ein Ergebnis mit sehr umstrittenen Bautechnologien der jüngeren Rekonstruktion. Hier handelte es sich um einen dorischen Peripteraltempel (Peripteros oder Ambulatorium) mit 6 zu 15 dorischen Säulen mit verhältnismäßig kurzem, gedrungen wirkenden basislosen Säulenschäften (5- 6 m) mit flachen Kannelüren, darüber der Kapitellhals (ebenfalls kanneliert) mit der kissenartig gewölbten Echinus und der quadratischen Deckplatte. Er wurde in der ersten Hälfte des V. Jhdts. V. Chr. Höchstwahrscheinlich auf einen viel älteren Vorläuferbau errichtet. Die mit dem vorgebauten Pronaos ausgestattete Cella trug Metopen mit mytologischen Darstellungen, von denen einige im Archologischen Museum in Palermo ausgestellt sind. Viele Hinweise lassen vermuten, dass der Tempel dem Herakult geweiht war.
Tempel E:
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Heratempel (?)
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15er Reihe
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rechts Cella
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15er Reihe
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archaischer Tempel
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Echinusaufsatz
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Trageteil
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Quelle
- Hic Leones
- Begehung, Information, Führung und Infotafeln vor Ort.