Kassigkehmen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''{{PAGENAME}}''' (1490 und 1540 [[Kussickenen]]), Kreis Ragnit, Ostpreußen.
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Früher zählte Kassigkehmen neben [[Schreitlauken|Schreitlaugken]] zu den größten und wichtigsten Gütern im östlichen Memelland und vor dem Ersten Weltkrieg erfüllte Kassigkehmen als Amtssitz auch wichtige Verwaltungsfunktionen. Gut Kassigkehmen hatte einen eigenen Haltepunkt an der Kleinbahn nach [[Pogegen]] und die Schmalleningker Chausse verlief weiter nördlich. Heute gibt es eine moderne Umgehungsstraße, die noch weiter nördlich entlang führt, und um nach Kassigkehmen zu gelangen, muss man rechtzeitig rechts abbiegen.
 
Es heißt, dass heute im Dorf Kazikenai (Kassigkehmen) ein dänischer Unternehmer in den gut renovierten Steingebäuden Pferde züchtet.


==Name==
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Der Name dürfte sich auf die [[Kassig (Fluss)]]/ '''Kassick''' beziehen. Dieser Flussname bedeutet "tief eingegraben" (kasikas).
Der Name dürfte sich auf die [[Kassig (Fluss)]]/ '''Kassick''' beziehen. Dieser Flussname bedeutet "tief eingegraben" (kasikas).


Der ältere Name Kussickenen weist auf einen Bewuchs mit verkrüppelten Bäumen.
Der ältere Name Kussickenen weist auf einen Bewuchs mit verkrüppelten Bäumen.
 
* 1490 und 1540 [[Kussickenen]]), Kreis Ragnit, Ostpreußen
*prußisch '''"kussig"''' = klein, kurz, gestutzt
*prußisch '''"kussig"''' = klein, kurz, gestutzt
+ -ehnen = Bewohner, Ort
+ -ehnen = Bewohner, Ort

Version vom 17. Dezember 2013, 17:47 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland
Karte Kassigkehmen.jpg
Gutshaus Kassigkehmen

Hierarchie

Regional > Litauen > Kassigkehmen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Ragnit > Kassigkehmen


Einleitung

1940 ist Kassigkehmen (lit. Kasikėnai) ein Gut in der Gemeinde Uszballen bei Schmalleningken. Das große Gut liegt vor dem nördlichen Hochufer des Memelstroms, umgeben von fruchtbaren Flusswiesen.

Früher zählte Kassigkehmen neben Schreitlaugken zu den größten und wichtigsten Gütern im östlichen Memelland und vor dem Ersten Weltkrieg erfüllte Kassigkehmen als Amtssitz auch wichtige Verwaltungsfunktionen. Gut Kassigkehmen hatte einen eigenen Haltepunkt an der Kleinbahn nach Pogegen und die Schmalleningker Chausse verlief weiter nördlich. Heute gibt es eine moderne Umgehungsstraße, die noch weiter nördlich entlang führt, und um nach Kassigkehmen zu gelangen, muss man rechtzeitig rechts abbiegen.

Es heißt, dass heute im Dorf Kazikenai (Kassigkehmen) ein dänischer Unternehmer in den gut renovierten Steingebäuden Pferde züchtet.

Name

Kassigkehmen
Der Name dürfte sich auf die Kassig (Fluss)/ Kassick beziehen. Dieser Flussname bedeutet "tief eingegraben" (kasikas).

Der ältere Name Kussickenen weist auf einen Bewuchs mit verkrüppelten Bäumen.

  • 1490 und 1540 Kussickenen), Kreis Ragnit, Ostpreußen
  • prußisch "kussig" = klein, kurz, gestutzt

+ -ehnen = Bewohner, Ort


Nach Peteraitis weist der neuere Name auf Erdbearbeitung.

  • preußisch-litauisch "kasikas, kasejas" = der Grubenarbeiter, Erdarbeiter, wer gräbt

vgl. dazu

  • prußisch "kasajs, cassoye, kasis, kaschan" = Messing


Politische Einteilung

1940 ist Kassigkehmen ein Gut in der Gemeinde Uszballen (Kr.Ragnit).


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Kassigkehmen gehörte 1912 zum Kirchspiel Schmalleningken, vor 1845 aber zum Kirchspiel Wischwill.



Verschiedenes

Karten

Kassigkehmen auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Kassigkehmen im Preußischen Urmesstischblatt 1862
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Kassigkehmen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1862
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Kassigkehmen im Messtischblatt 09101 Schmalleningken und 09100 Wischwill (1913-1927) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

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