Stiftung Stoye/Band 49/029: Unterschied zwischen den Versionen

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1823
Lichterfelder Allee 1/3117
1824
Lichterfelder Allee 1
1827
Berliner Vorstadt / Berlinerstraße 6B / Groß-Lichterfelderstraße 1 / Lichterfelder Straße 1/
1828
Philipp-Müller-Allee 1
Haus- und Hofstelle und Windmühlengrundstück mit sogenannter Ratsmühle
– ein Garten im Busch
– ein Garten im Berlinschen Busch
– Wiesenkavel im Tiefen Bruch
– zwei inalienable118 Kaveln
– Graskavel vor dem Machnower Tor nahe der Spandauer Brücke119
– Windmühle in Erbpacht120
– Recht eines Fußsteiges vom Gehöft zur Mühle über den der Gemeine gehörigen Weideplatz
Eigentümer:
1718
Magistrat stellt einen freien Platz von 50 Fuß Breite und 36 Fuß Tiefe zum Bau
eines Wohnhauses, behält sich aber das Vorkaufsrecht für das neue Grundstück
vor.
1718
Lehmann, Friedrich, Mühlenmeister, Wassermüller der Teltower Mittelmühle,
aus Dahlem, übernimmt als neuer Ratswindmüller.121
1726
Lehmann, Friedrich jun., Ratswindmüller, Sohn des VE122.
Um 1732 Goetze, Johann, Erbwindmüller123.
Um 1743 Henning, Peter, Ratswindmüller124 und Witwe Goetze, Anna Catharina, geb.
Dunckel, neu verehelichte Henning.
Um 1762 Goetze, Johann Christian, Windmüller, Sohn der Witwe Goetze.
1775
Witwe Goetze, Maria Elisabeth, geb. Ransch, später verehelichte Schulze (Ehemann Friedrich Gottfried, Ratsmüller), erbt.
1803
Goetze, Johann Christoph Gottfried, Mühlenbescheider, Sohn der VE aus erster
Ehe, Kaufvertrag, 2600 Rthlr.
1803
Zuschreibung: Zwei zu Gärten gemachte Stücke in der Schönowschen Straße.
1804
Goetze, Friederike Wilhelmine Sophie Charlotte, Schwester des VE, erbt.
1809
Witwe Goetze (Ehemann Johann Christoph Gottfried), Anne Sophie, geb. Balack, Kaufvertrag, 3776 Rthlr.
1814
Germann, Friedrich, Mühlenmeister, Hinrichshagen in Mecklenburg-Strelitz125,
Kaufvertrag, 2400 Rthlr.
117
118
119
120
121
122
123
124
125


1860
BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I, Bl. 6 fol. 26/30, alte Hyp. Nr. 9 fol. 9/10.
1860
Inalienabel, lat.: unveräußerlich, unübertragbar.
1882
Als eine Zuschreibung im Jahr 1748 dazu gekommen. Die Spandauer Brücke überquerte die Bäke an der
Mittelmühle.
Mühlenprivileg durch König Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1717 erteilt. Die jährliche Pacht an die Stadtkämmerei betrug 50 Reichstaler.
Friedrich Lehmann erbaute die neue sogenannte Ratswindmühle [auch Magistratsmühle genannt], die 1720
fertiggestellt war.
VE, im nachfolgenden Text: Voreigentümer(in), siehe auch unter Siglen und Abkürzungen.
Angabe aus dem GKB: Taufregister 1733.
Angabe aus dem GKB: Trauregister 1743.
Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 99, Nr. 950.


1891
29
1901
1901
1905
 
Müller, Friedrich, Postillion, Zehlendorf, sub hasta erstanden126, Meistgebot
1610 Rthlr.
Winter, Karl Gottlob, Mühlenmeister, Wilmersdorf bei Trebbin, Kaufvertrag,
1825 Rthlr.
Witwe Winter, Clara Sophia, geb. Arndt und Erben, erben.
Schmidt, Johann Friedrich, Mühlenmeister, Wendisch Wilmersdorf [= Märkisch Willmersdorf, Kreis Teltow-Fläming]127, sub hasta erstanden, Meistgebot
1550 Rthlr.
Witwe Schmidt, Ernestine Wilhelmine, geb. Zimmermann und Erben, erben.
Gutsche, Heinrich Eduard, Mühlenbescheider, Gütergotz [= Güterfelde, Kreis
Potsdam-Mittelmark]128, Kaufvertrag, 3000 Rthlr.
Hartmann, Johann Friedrich August, Mühlenbesitzer, Wendisch Wilmersdorf
[= Märkisch Willmersdorf, Kreis Teltow-Fläming], sub hasta erstanden, Meistgebot 10 000 RM.
Abschreibung einer Gartenparzelle als Baustelle auf Bd. XI, Bl. 407.
Erbengemeinschaft Hartmann129, erbt.
Hartmann, Emil, Bäckermeister, Sohn des VE, Erbvergleich ohne Wertangabe.
Abschreibung von Parzellen in den Jahren 1888, 1891 und 1902.
Abschreibung des Windmühlengrundstückes mit Windmühle auf Bd. XVII,
Bl. 593.130
 
Baugeschichte:
Das Wohnhaus wird im Jahr 1775 in einem Nachlassinventar des verstorbenen Müllers
Johann Christian Goetze beschrieben. Es war ein eingeschossiges Fachwerkhaus mit
einer Breite von 37 Fuß und einer Tiefe von 26 Fuß. Die Taxe wird mit 115 Reichstalern
angegeben, die der Ratswindmühle mit 1450 Reichstalern. Ein Situationsplan aus dem
Jahr 1828 gibt an, dass das Wohnhaus noch mit Stroh gedeckt war.131 1846 erfolgte ein
massiver Anbau an das inzwischen massive Wohnhaus, das heißt, zwischen beiden Zeitangaben lag der Umbau des Wohnhauses in massivem Mauerwerk. Weitere Baumaßnahmen folgten im Jahr 1884 mit dem Bau einer Bäckerei rechts an das Wohnhaus sowie im
Jahr 1890 mit einem Ladenanbau links vom Wohnhaus und ein kleiner zweistöckiger
Wohnanbau in Verlängerung des Stalles. Alle Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind erhalten geblieben.
 
126
127
128
129
130
 
131
 
30
 
Sub hasta, lat.: Verfallene Sachen werden zwangsweise an den Meistbietenden verkauft, Zwangsversteigerung. – Gemeinsam mit Bd. V, Bl. 234.
Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 103, Nr. 1029.
Herkunftsort: Ebenda, S. 119, Nr. 1240.
Carl August Bernhard, Gastwirt; Anna Auguste Emilie, verehelichte Dorn; Franz Otto Emil, Bäckermeister;
August Albert Otto, Bäcker; Paul Ewald August, Konditor.
Im Kaufvertrag war vermerkt: »Die auf dem Grundstück befindliche Bockwindmühle verbleibt bei dem
Verkäufer. Dieselbe hat der Verkäufer auf Verlangen des Käufers auf seine Kosten abzubrechen, Abbruch ist
spätestens drei Monate nach erfolgter Aufforderung.«
Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 2351.




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Lichterfelder Allee (Berliner Vorstadt)

Lichterfelder Allee 1/3117 Lichterfelder Allee 1 Berliner Vorstadt / Berlinerstraße 6B / Groß-Lichterfelderstraße 1 / Lichterfelder Straße 1/ Philipp-Müller-Allee 1 Haus- und Hofstelle und Windmühlengrundstück mit sogenannter Ratsmühle – ein Garten im Busch – ein Garten im Berlinschen Busch – Wiesenkavel im Tiefen Bruch – zwei inalienable118 Kaveln – Graskavel vor dem Machnower Tor nahe der Spandauer Brücke119 – Windmühle in Erbpacht120 – Recht eines Fußsteiges vom Gehöft zur Mühle über den der Gemeine gehörigen Weideplatz Eigentümer: 1718 Magistrat stellt einen freien Platz von 50 Fuß Breite und 36 Fuß Tiefe zum Bau eines Wohnhauses, behält sich aber das Vorkaufsrecht für das neue Grundstück vor. 1718 Lehmann, Friedrich, Mühlenmeister, Wassermüller der Teltower Mittelmühle, aus Dahlem, übernimmt als neuer Ratswindmüller.121 1726 Lehmann, Friedrich jun., Ratswindmüller, Sohn des VE122. Um 1732 Goetze, Johann, Erbwindmüller123. Um 1743 Henning, Peter, Ratswindmüller124 und Witwe Goetze, Anna Catharina, geb. Dunckel, neu verehelichte Henning. Um 1762 Goetze, Johann Christian, Windmüller, Sohn der Witwe Goetze. 1775 Witwe Goetze, Maria Elisabeth, geb. Ransch, später verehelichte Schulze (Ehemann Friedrich Gottfried, Ratsmüller), erbt. 1803 Goetze, Johann Christoph Gottfried, Mühlenbescheider, Sohn der VE aus erster Ehe, Kaufvertrag, 2600 Rthlr. 1803 Zuschreibung: Zwei zu Gärten gemachte Stücke in der Schönowschen Straße. 1804 Goetze, Friederike Wilhelmine Sophie Charlotte, Schwester des VE, erbt. 1809 Witwe Goetze (Ehemann Johann Christoph Gottfried), Anne Sophie, geb. Balack, Kaufvertrag, 3776 Rthlr. 1814 Germann, Friedrich, Mühlenmeister, Hinrichshagen in Mecklenburg-Strelitz125, Kaufvertrag, 2400 Rthlr. 117 118 119 120 121 122 123 124 125

BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I, Bl. 6 fol. 26/30, alte Hyp. Nr. 9 fol. 9/10. Inalienabel, lat.: unveräußerlich, unübertragbar. Als eine Zuschreibung im Jahr 1748 dazu gekommen. Die Spandauer Brücke überquerte die Bäke an der Mittelmühle. Mühlenprivileg durch König Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1717 erteilt. Die jährliche Pacht an die Stadtkämmerei betrug 50 Reichstaler. Friedrich Lehmann erbaute die neue sogenannte Ratswindmühle [auch Magistratsmühle genannt], die 1720 fertiggestellt war. VE, im nachfolgenden Text: Voreigentümer(in), siehe auch unter Siglen und Abkürzungen. Angabe aus dem GKB: Taufregister 1733. Angabe aus dem GKB: Trauregister 1743. Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 99, Nr. 950.

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