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OCR-Text=Bäckerstraße
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1831
2.13 Bäckerstraße
1857
Vor 1820 wurde sie Bäckergasse genannt. Der Name war offensichtlich von einer oder
1863
mehreren Bäckereien in dieser Gasse abgeleitet.833 Anfang des 18. Jahrhunderts erwähnt
1881
Pfarrer Jeckel in seiner Chronik keine »Bäckerstraße«, sondern eine von Süden nach
1882
Norden verlaufende »Querstraße« genannte Straße834. Daher ist die Bezeichnung Querstraße möglicherweise ein früherer Name der Bäckergasse.
1896
Die Nummerierung erfolgte bis zum Jahr 1900 von 98 bis 108. Im Zuge der straßenweisen Nummerierung wechselte sie in die Hausnummerierung von 1 bis 13.


Reibe, Carl Friedrich sen., Bäckermeister, Sohn des Christian Friedrich, Kaufvertrag, 2200 Rthlr.
Bäckerstraße 1835
Zuschreibung: Ein Ackerstück von 1 Morgen und 39 Quadratruten.839
Bäckergasse (noch 1819)/Bäckerstraße 98/99
Reibe, Carl Friedrich jun., Bäckermeister, Sohn des VE, Kaufvertrag840,
Teilgrundstück (Bd. III, Bl. 98)
4000 Rthlr.
Gärtnerbürgergut, Bäckerei seit 1802
Abschreibung: Eine Gartenparzelle von 327 Quadratmetern.841
Zuschreibung des Nachbargrundstückes Bd III, Bl. 99.
Übertragung auf Bd. XIII, Bl. 485.
 
Bd. XIII, Bl. 485
Schulz, Max, Bäckermeister, Kaufvertrag, 30 000 RM.
1886
1899
Witwe Schulz, Martha, geb. Lindemann und Erben, erben.
Baugeschichte:
Im Nachlass des Ordonnanzwirtes Jacob Grunenthal aus dem Jahr 1791 wird folgendes
Wohnhaus auf diesem Grundstück beschrieben: »Das Haus ist 44 Fuß lang 31 Fuß tief von
2 Etagen hoch d[ie] unter Etage ist 9 Fuß hoch d[ie] obere 7 Fuß hoch d[ie] Forder-Front
ist mit Mauer Fachwerk das übrige gelehmt …« (Taxe 247 Rthlr.). »… Das Brauhaus ist
24 Fuß lang 24 Fuß tief 8 Fuß in Wänden hoch …« (Taxe 82 Rthlr.). »… Das Darrhaus
ist 32 Fuß lang 17 Fuß tief 7 Fuß in den Wänden hoch …« (Taxe 62 Rthlr.).842
Im Brand 1801 wurden alle Gebäude zerstört, der Wiederaufbau fand Ende des Jahres
1804 seinen Abschluss. Das neue, eingeschossige, massive Wohnhaus hatte eine Breite
zur Neuen Straße von 58 Fuß und eine Tiefe von 23 Fuß. Die im Wohnhaus untergebrachte
Bäckerei zeigt ein Situationsplan des Jahres 1837.843 Bereits im Jahr 1839 besaß der
Bäckermeister Carl Friedrich Reibe auch das südlich gelegene Nachbar-Grundstück [Bd.
III, Bl. 99]. Ein weiterer Situationsplan des Jahres 1874 lässt noch beide einzeln gebauten Häuser erkennen, aus denen sich später das Wohnhaus Bäckerstraße 1 zusammensetzte. Der ursprünglich architektonisch mit einem klassizistisch gestalteten Portalbogen
verzierte Eck-Eingang zum Laden stammt aus dem Jahr 1855. Zusammen mit dem Wohnhaus von Bd. III, Bl. 99 gehört das Gebäude im Kern zum heutigen Bestand der Altstadt.
 
Teilgrundstück (Bd. III, Bl. 99)
Bürgergut844
– ein Garten bei und hinter dem Haus
– ein Garten bei und hinter dem Haus
– ein Garten von zwei Rücken Land vor dem Berliner Tor in der Schönowschen Gasse
– ein Garten von drei Rücken Land vor dem Berliner Tor in der Buschstraße
neue Wiese im Busch
Graskavel vor dem Machnower Tor im Mühlenwinkel
eine inalienable Kavel
– eine Wiese im Busch
839
zwei inalienable Kaveln
840
– Braugerechtigkeit
841
Eigentümer:
842
Um 1760 Gericke, Michael, Schuhmachermeister und Brauer.836
843
Vor 1766 Kühn[e], Christian, Schuhmachermeister und Brauer, später Arbeitsmann.
844
1766
Bethge837, Christian, Gastwirt und Gerichtsschöppe, Punktation, 625 Rthlr.
1781
Grunenthal, Anna Loysa, geb. Bethge, Tochter des VE, erbt.
1802
Reibe, Christian Friedrich, Bäckermeister, Berlin838, Grundstückstausch mit
Bd. I, Bl. 36 [siehe unter Hoher Steinweg 37], im Tausch überlassen.
1802
Abschreibung: Zur Anlegung einer Straße [Neue Straße] wurden 37 Quadratruten und 70 Quadratfuß abgegeben.
1807
Eichelkraut, Peter, Zimmermeister und Ratmann, sub hasta erstanden, Meistgebot 2200 Rthlr.
1822
Reibe, Christian Friedrich, Bäckermeister, Kaufvertrag, 2300 Rthlr.
1825
Thugut, Johann Friedrich, Glasermeister und Ratmann, sub hasta erstanden,
Meistgebot 1925 Rthlr.
1828
Witwe Thugut, Anne Marie, geb. Gladicke, Erbvergleich, 2075 Rthlr.
833
834
835
836
837
838


Von Bd. IV, Bl. 148.
Bäckerstraße 7/9: Bäckerei um 1750, auch früher möglich.
Gemeinsam mit Bd. III, Bl. 99; Bl. 140; Bd. IV Bl. 161; Bl. 164; Bl. 180; Bd. V Bl. 216.
Huch, Teltowgraphie (wie Anm. 1), S. 260.
,
Zusammengesetzt aus: BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. III, Bl. 98 fol. 16/20, alte Hyp. Nr. 93 fol.
,
185/186 und Bd. III, Bl. 99 fol. 21/25, alte Hyp. Nr. 94 fol. 187/188.
Als selbständiges Grundstück auf Bd. X, Bl. 368 [Neue Straße 2] überschrieben.
BLHA, Rep. 19 (wie Anm. 333), Feuer-Sozietätskataster des Jahres 1760: Lfd. Nr. 14.
Das Nachlassinventar ist in der Grundakte Bd. I, Bl. 4 [Lichterfelder Allee 2/4/6] enthalten.
Schreibweise 1766 Baetge.
Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 1592.
Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 89, Nr. 813: Im Jahr 1788 als Bürger von Teltow eingetragen.
Die genaue Größe und die Grenzen dieses später in Bd. III, Bl. 98 einverleibten Grundstückes konnten nicht
ermittelt werden, erschwerend kommt hinzu, dass die Lage der Grundstücke durch den Bau der Neuen Straße verändert wurden, aber ein älterer Plan nicht überliefert ist.


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Häuserbuch der Stadt Teltow

2.13 Bäckerstraße Vor 1820 wurde sie Bäckergasse genannt. Der Name war offensichtlich von einer oder mehreren Bäckereien in dieser Gasse abgeleitet.833 Anfang des 18. Jahrhunderts erwähnt Pfarrer Jeckel in seiner Chronik keine »Bäckerstraße«, sondern eine von Süden nach Norden verlaufende »Querstraße« genannte Straße834. Daher ist die Bezeichnung Querstraße möglicherweise ein früherer Name der Bäckergasse. Die Nummerierung erfolgte bis zum Jahr 1900 von 98 bis 108. Im Zuge der straßenweisen Nummerierung wechselte sie in die Hausnummerierung von 1 bis 13.

Bäckerstraße 1835 Bäckergasse (noch 1819)/Bäckerstraße 98/99 Teilgrundstück (Bd. III, Bl. 98) Gärtnerbürgergut, Bäckerei seit 1802 – ein Garten bei und hinter dem Haus – ein Garten von drei Rücken Land vor dem Berliner Tor in der Buschstraße – Graskavel vor dem Machnower Tor im Mühlenwinkel – eine Wiese im Busch – zwei inalienable Kaveln – Braugerechtigkeit Eigentümer: Um 1760 Gericke, Michael, Schuhmachermeister und Brauer.836 Vor 1766 Kühn[e], Christian, Schuhmachermeister und Brauer, später Arbeitsmann. 1766 Bethge837, Christian, Gastwirt und Gerichtsschöppe, Punktation, 625 Rthlr. 1781 Grunenthal, Anna Loysa, geb. Bethge, Tochter des VE, erbt. 1802 Reibe, Christian Friedrich, Bäckermeister, Berlin838, Grundstückstausch mit Bd. I, Bl. 36 [siehe unter Hoher Steinweg 37], im Tausch überlassen. 1802 Abschreibung: Zur Anlegung einer Straße [Neue Straße] wurden 37 Quadratruten und 70 Quadratfuß abgegeben. 1807 Eichelkraut, Peter, Zimmermeister und Ratmann, sub hasta erstanden, Meistgebot 2200 Rthlr. 1822 Reibe, Christian Friedrich, Bäckermeister, Kaufvertrag, 2300 Rthlr. 1825 Thugut, Johann Friedrich, Glasermeister und Ratmann, sub hasta erstanden, Meistgebot 1925 Rthlr. 1828 Witwe Thugut, Anne Marie, geb. Gladicke, Erbvergleich, 2075 Rthlr. 833 834 835 836 837 838

Bäckerstraße 7/9: Bäckerei um 1750, auch früher möglich. Huch, Teltowgraphie (wie Anm. 1), S. 260. Zusammengesetzt aus: BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. III, Bl. 98 fol. 16/20, alte Hyp. Nr. 93 fol. 185/186 und Bd. III, Bl. 99 fol. 21/25, alte Hyp. Nr. 94 fol. 187/188. BLHA, Rep. 19 (wie Anm. 333), Feuer-Sozietätskataster des Jahres 1760: Lfd. Nr. 14. Schreibweise 1766 Baetge. Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 89, Nr. 813: Im Jahr 1788 als Bürger von Teltow eingetragen.

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