Carl Gottlieb Schneider: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
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Carl Gottlieb Schneider [[Nachkomme|entstammt]] einem alten [[Weber]]-[[Genealogie|Geschlecht]] das mit Adam Schneider 1720 in [[Schlesien]] erstmals urkundlich genannt wird. Carl Gottlieb Schneider wird wie fast alle Vorfahren Webermeister und baut in [[Peterswaldau (Pieszyce)|Peterswaldau]] eine größere Fabrikation von [[wikipedia:de:Barchent|Barchentstoffen]] auf. Die Familie hat bis zu sechzig [[wikipedia:de:Webstuhl|Webstühle]] bei Heimarbeitern<ref>{{Wikipedia-Link|Barchentweber}}</ref> in betrieb.


1887 heiratet er in Peterswaldau die [[Bäcker]]meisterstochter Pauline Tietze (1844–1917). Das Paar bekommt 16 Kinder von dennen 8 schon im Kindesalter versterben. Bei einem Besuch in [[England]] lehrnt er die [[wikipedia:de:Dampfmaschine|Dampfmaschine]] kennen. Zurück in [[Schlesien]] plant er den Bau einer großen Fabrikhalle wo die Webstühle mit Hilfe von Dampfkraft angetrieben werden, dazu kommt es aber nicht mehr weil Carl Gottlieb Schneider überraschend 1888 verstirbt.
1867 heiratet er in Peterswaldau die [[Bäcker]]meisterstochter Pauline Tietze (1844–1917). Das Paar bekommt 16 Kinder von dennen 8 schon im Kindesalter versterben. Bei einem Besuch in [[England]] lehrnt er die [[wikipedia:de:Dampfmaschine|Dampfmaschine]] kennen. Zurück in [[Schlesien]] plant er den Bau einer großen Fabrikhalle wo die Webstühle mit Hilfe von Dampfkraft angetrieben werden, dazu kommt es aber nicht mehr weil Carl Gottlieb Schneider überraschend 1888 verstirbt.


Einige Jahre später übersiedelt die ganze Familie mit allen Kindern von 1898 bis 1902 in den [[Harz]]. Hier werden in [[Bad Harzburg]], [[Ballenstedt]], [[Wernigerode]], [[Straßberg (bei Quedlinburg)|Straßberg]], [[Schöppenstedt]], [[Hasselfelde]], [[Wolfenbüttel]] und [[Gernrode]] für jedes Kind ein Geschäft gegründet.
Einige Jahre später übersiedelt die ganze Familie mit allen Kindern von 1898 bis 1902 in den [[Harz]]. Hier werden in [[Bad Harzburg]], [[Ballenstedt]], [[Wernigerode]], [[Straßberg (bei Quedlinburg)|Straßberg]], [[Schöppenstedt]], [[Hasselfelde]], [[Wolfenbüttel]] und [[Gernrode]] für jedes Kind ein Geschäft gegründet.


Seine Nachfahren leben heute unter anderen in [[Hamburg]], [[Mecklenburg-Vorpommern]], [[Niedersachsen]], [[Nordrhein-Westfalen]] und [[Thüringen]]. In Peterswaldau sind heute bis auf das stattliche große Wohnhaus keine weiteren Spuren zu finden.
Seine Nachfahren leben heute unter anderen in [[Schleswig-Holstein]], [[Bremen]], [[Hamburg]], [[Mecklenburg-Vorpommern]], [[Niedersachsen]], [[Nordrhein-Westfalen]], [[Hessen]], [[Thüringen]], [[Baden-Württemberg]] und [[Spanien]]. In Peterswaldau sind heute bis auf das stattliche große Wohnhaus keine weiteren Spuren zu finden.


== Anmerkungen ==  
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Version vom 3. Februar 2021, 18:04 Uhr

Zunftwappen Weber.jpg

Carl Gottlieb Schneider (1839–1888) war ein deutscher Fabrikant zu Peterswaldau in Niederschlesien.

Leben

Carl Gottlieb Schneider entstammt einem alten Weber-Geschlecht das mit Adam Schneider 1720 in Schlesien erstmals urkundlich genannt wird. Carl Gottlieb Schneider wird wie fast alle Vorfahren Webermeister und baut in Peterswaldau eine größere Fabrikation von Barchentstoffen auf. Die Familie hat bis zu sechzig Webstühle bei Heimarbeitern[1] in betrieb.

1867 heiratet er in Peterswaldau die Bäckermeisterstochter Pauline Tietze (1844–1917). Das Paar bekommt 16 Kinder von dennen 8 schon im Kindesalter versterben. Bei einem Besuch in England lehrnt er die Dampfmaschine kennen. Zurück in Schlesien plant er den Bau einer großen Fabrikhalle wo die Webstühle mit Hilfe von Dampfkraft angetrieben werden, dazu kommt es aber nicht mehr weil Carl Gottlieb Schneider überraschend 1888 verstirbt.

Einige Jahre später übersiedelt die ganze Familie mit allen Kindern von 1898 bis 1902 in den Harz. Hier werden in Bad Harzburg, Ballenstedt, Wernigerode, Straßberg, Schöppenstedt, Hasselfelde, Wolfenbüttel und Gernrode für jedes Kind ein Geschäft gegründet.

Seine Nachfahren leben heute unter anderen in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Spanien. In Peterswaldau sind heute bis auf das stattliche große Wohnhaus keine weiteren Spuren zu finden.

Anmerkungen

  1. Artikel Barchentweber. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.

Trivia

Die zunehmende Bevorzugung farbenfroher Kleidungsstücke seit dem späten Mittelalter steigerte die Nachfrage nach Barchent, der schon bald zum großen Konkurrenten der bisher verbreiteten Stoffe aus Wolle und Leinen aufstieg.

Die Weber in Gerhart Hauptmanns Schauspiel Die Weber, das vom Aufstand der schlesischen Weber 1844 handelt, waren Barchentweber aus Peterswaldau.

Siehe auch

Schneider (Familienname)

Literatur

  • E. Müller, Handbuch der Weberei (Leipzig 1896)
  • Alois Kießling, Max Matthes: Textil-Fachwörterbuch. 5. Auflage, Schiele & Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6.
  • Gerhard Strauß (Hrsg.): Deutsches Fremdwörterbuch. Band 3. de Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-015741-1, S. 154f.
  • Michael North (Hrsg.): Deutsche Wirtschaftsgeschichte: Ein Jahrtausend im Überblick, 2. Auflage, C. H. Beck, München 2005, ISBN 978-3-406-50266-8, S. 57–59