Haus Krudenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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1502 heiratet die Witwe Goswins IV. Stecke den Grafen v. [[Holstein-Schauenburg]] welcher dadurch die Krudenburg erhielt. Durch Verpfändung kam die [[Burg]] 1642 an die Grafen von [[Velen#Geschichte|Velen]] welche sich 1694 entschließen die Herrschaft Krudenburg zu verkaufen. Käufer war der General der Kavallerie Johann Sigismund Wilhelm Freiherr [[von Heiden]]-Bruch. Seine Enkelin Charlotta Wilhelmina [[von Heiden]] heiratete zuerst den Freiherren [[von Grävenitz]] und 1739 dann den Freiherren Sigismund [[von Strünkede]] (1704-1749).
1502 heiratet die Witwe Goswins IV. Stecke den Grafen v. [[Holstein-Schauenburg]] welcher dadurch die Krudenburg erhielt. Durch Verpfändung kam die [[Burg]] 1642 an die Grafen von [[Velen#Geschichte|Velen]] welche sich 1694 entschließen die Herrschaft Krudenburg zu verkaufen. Käufer war der General der Kavallerie Johann Sigismund Wilhelm Freiherr [[von Heiden]]-Bruch. Seine Enkelin Charlotta Wilhelmina [[von Heiden]] heiratete zuerst den Freiherren [[von Grävenitz]] und 1739 dann den Freiherren Sigismund [[von Strünkede]] (1704-1749).


Nach einer kurzen Zwischenzeit mit dem dritten Mann der Charoltta Wilhelmina von Heiden, dem ehemaligen Prediger auf Krudenburg Johann Vietor, wurde der Sohn des Strünkeders Freiherr Sigismund Carl 1785 mit der Krudenburg belehnt. 1797 verkaufte dieser die Herrschaft Krudenburg an den Grafen von [[Quadt]] auf Schloss [[Gartrop]]. Die Erbfolge trat 1805 der Freiherr P.D.S.M. von [[Nagell]] ein, welcher Krudenburg am 1. August 1827 an die Familie Benninghoff verkaufte. 1893 wurde die Burg größtenteils abgerissen. Es steht nur noch der süd-ost Turm der Burganlage, der restliche Bereich ist mit neueren Gebäuden bebaut.  
Nach einer kurzen Zwischenzeit mit dem dritten Mann der Charoltta Wilhelmina von Heiden, dem ehemaligen Prediger auf Krudenburg Johann Vietor, wurde der Sohn des Strünkeders Freiherr Sigismund Carl 1785 mit der Krudenburg belehnt. 1797 verkaufte dieser die Herrschaft Krudenburg an den Grafen von [[Quadt]] auf [[Haus Gartrop]]. Die Erbfolge trat 1805 der Freiherr P.D.S.M. von [[Nagell]] ein, welcher Krudenburg am 1. August 1827 an die Familie Benninghoff verkaufte. 1893 wurde die Burg größtenteils abgerissen. Es steht nur noch der süd-ost Turm der Burganlage, der restliche Bereich ist mit neueren Gebäuden bebaut.


==Literatur==
==Literatur==

Version vom 8. Februar 2008, 14:06 Uhr

Hierarchie Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Düsseldorf > Kreis Wesel > Haus Krudenburg


Einleitung

Das Burghaus Krudenburg, auch Crudenborgh oder später Crudenburg genannt, ist ein ehemaliger landtagsfähiger Rittersitz im gleichnamigen Ortsteil Krudenburg der Gemeinde Hünxe am Niederrhein im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen.

Besitzer

Urkundlich wurde er erstmalig 1363 erwähnt, als der Ritter Rutger von Boetzelaer das Lehen vom Grafen Johann von Kleve als Offenhaus mit der Fischerei in der Lippe und der Wassermühle kaufte. Schon 1392 der Ritter Goswin Stecke mit der Krudenburg belehnt.

1502 heiratet die Witwe Goswins IV. Stecke den Grafen v. Holstein-Schauenburg welcher dadurch die Krudenburg erhielt. Durch Verpfändung kam die Burg 1642 an die Grafen von Velen welche sich 1694 entschließen die Herrschaft Krudenburg zu verkaufen. Käufer war der General der Kavallerie Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Heiden-Bruch. Seine Enkelin Charlotta Wilhelmina von Heiden heiratete zuerst den Freiherren von Grävenitz und 1739 dann den Freiherren Sigismund von Strünkede (1704-1749).

Nach einer kurzen Zwischenzeit mit dem dritten Mann der Charoltta Wilhelmina von Heiden, dem ehemaligen Prediger auf Krudenburg Johann Vietor, wurde der Sohn des Strünkeders Freiherr Sigismund Carl 1785 mit der Krudenburg belehnt. 1797 verkaufte dieser die Herrschaft Krudenburg an den Grafen von Quadt auf Haus Gartrop. Die Erbfolge trat 1805 der Freiherr P.D.S.M. von Nagell ein, welcher Krudenburg am 1. August 1827 an die Familie Benninghoff verkaufte. 1893 wurde die Burg größtenteils abgerissen. Es steht nur noch der süd-ost Turm der Burganlage, der restliche Bereich ist mit neueren Gebäuden bebaut.

Literatur

  • Alfred Benninghoff: Chronik des Hauses Crudenburg
  • Wilhelm Kohl: Urkunden des Archivs von Schloß Gartrop, Inventare nichtstaatlicher Archive Bd. 25, Landschaftsverband Rheinland (1980)
  • Dieter Kastner: Urkunden des Archivs von Schloß Gartrop Band II, Inventare nichtstaatlicher Archive Bd. 47, Landschaftsverband Rheinland (2005)

Einzelnachweise