Reichsabtei Kornelimünster: Unterschied zwischen den Versionen
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Die [[Reichsabtei]] Kornelimünster wurde im Jahr 817 n. Chr. von Ludwig dem Frommen gegründet und mit reichen Schenkungen und Privilegien ausgestattet. Der Abt von Kornelimünster war Grund- und Landesherr eines geistlichen Miniaturstaates, der sich zwar durch Reichsunmittelbarkeit auszeichnete, dessen Vogtei aber im Laufe der Zeit in die Hände der Herzöge von Jülich verpfändet wurde. | {| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;" | ||
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Die [[Reichsabtei]] Kornelimünster wurde im Jahr 817 n. Chr. von Ludwig dem Frommen gegründet und mit reichen Schenkungen und Privilegien ausgestattet. <br /> | |||
Der erste Abt war der aus westgotischem Adel stammende Benedikt von Aniane († 821). Von hier aus führte er eine umfassende Klosterreform für Europa durch. | |||
Die Gründung der Abtei kann auch als Gründungszeitpunkt des Ortes [[Kornelimünster]] angesehen werden. | |||
Der Abt von Kornelimünster war Grund- und Landesherr eines geistlichen Miniaturstaates, der sich zwar durch Reichsunmittelbarkeit auszeichnete, dessen Vogtei aber im Laufe der Zeit in die Hände der Herzöge von Jülich verpfändet wurde. | |||
Das Gebiet der Reichsabtei heißt noch heute im Volksmund das '''Münsterländchen'''. | Das Gebiet der Reichsabtei heißt noch heute im Volksmund das '''Münsterländchen'''. | ||
==Gerichts- und Steuerbezirke== | ==Gerichts- und Steuerbezirke== | ||
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===Gericht Kornelimünster=== | ===Gericht Kornelimünster=== | ||
Version vom 20. August 2005, 16:33 Uhr
Datei:Bild Kornelimuenster Abteikirche.png Die Abteikirche der Reichsabtei Kornelimünster |
Einleitung
Datei:Bild Kornelimuenster Abteigebaeude.png Das Wohn- und Verwaltungsgebäude der Reichsabtei Kornelimünster |
Die Reichsabtei Kornelimünster wurde im Jahr 817 n. Chr. von Ludwig dem Frommen gegründet und mit reichen Schenkungen und Privilegien ausgestattet.
Der erste Abt war der aus westgotischem Adel stammende Benedikt von Aniane († 821). Von hier aus führte er eine umfassende Klosterreform für Europa durch.
Die Gründung der Abtei kann auch als Gründungszeitpunkt des Ortes Kornelimünster angesehen werden.
Der Abt von Kornelimünster war Grund- und Landesherr eines geistlichen Miniaturstaates, der sich zwar durch Reichsunmittelbarkeit auszeichnete, dessen Vogtei aber im Laufe der Zeit in die Hände der Herzöge von Jülich verpfändet wurde.
Das Gebiet der Reichsabtei heißt noch heute im Volksmund das Münsterländchen.
Gerichts- und Steuerbezirke
Datei:Karte Reichsabtei Kornelimuenster.png Das Territorium der Reichsabtei Kornelimünster |
Gericht Kornelimünster
Zum eigentlichen Gericht Kornelimünster gehörten:
- Brand, Driescherhof, Eich, Freund, Niederforstbach, Rollef
- Entenplatz, Nerscheid, Oberforstbach, Ritscheid, Wilburg
- Breinig, Breinigerheide, Rochenhaus, Schützheide, Stockem, Venwegen
- Büsbach, Bauschenberg, Dorff, Gedau, Hassenberg, Krauthausen, Rüst
- Kornelimünster mit dem Fronhof, Itternberg, Lufterhof, Bleihütte, Kap. St. Wolfgang
- Friesenrath, Hahn, Schleckheim, Schmidthof, Walheim
Steuerbezirke im Gericht Kornelimünster
Im Gericht Kornelimünster bestanden fünf Steuerbezirke oder Hunschaften:
- "Flecker" (=Kornelimünster)
- Brand
- Breinig
- Büsbach
- Walheim
Gericht Eilendorf
Eilendorf verfügte über ein eigenes Schöffen- und Sendgericht. Dazu gehörte das Dorf Eilendorf selbst, Haarhof und Nirm.
Gericht (Herrschaft) Gressenich
Auch Gressenich verfügte über die gleiche Sonderstellung wie Eilendorf. Es bildete das Gericht oder Herrschaft Gressenich zusammen mit einem Teil von Krewinkel, Mausbach und Werth.
Herrschaft Nieder-Kastenholz
Die Herrschaft Nieder-Kastenholz lag nicht unmittelbar bei der Reischabtei. Zu ihr gehörten Niederkastenholz auch Teile von Oberkastenholz.
Kirchliche Zugehörigkeiten
Katholische Kirchen
Archive
Vorlage:Landesarchiv NRW, HSA Ddorf
Vorlage:Findbuch Kornelimünster
Quellen
Literatur
- Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898.
- GABEL, Helmut, Widerstand und Kooperation, Studien zur politischen Kultur rheinischer und maasländischer Kleinterritorien (1648-1794), Tübingen 1995.