Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter 5 (Strange)/135: Unterschied zwischen den Versionen

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Betreffend die Erbkämmerer von Bachern, deren in Heft
{{NE}}Betreffend die Erbkämmerer von Bachern, deren in Heft IV. p. 90 Erwähnung geschehen, so bemerke ich nachträglich noch Folgendes. Berücksichtiget man, dass Ritter Johann von Hemberg im J. 1440 geheirathet, so leuchtet wohl ein, dass der letzte Erbkämmerer nicht der Sohn, sondern der Enkel desselben gewesen. Ritter Johann war im J. 1484 noch im Leben, und wird zugleich mit ihm, Johann von Hemberg sein Sohn erwähnt. Wahrscheinlich war damals des Ritters ältester Sohn, Engelbrecht, schon mit Tod abgegangen, und ist dann Johann hierauf Erbkämmerer geworden. Und so möchte denn wohl der letzte Erbkämmerer nicht von Engelbrecht, sondern vielmehr von Johann und der bei Fahne erwähnten Irmgard
IV. p. 90 Erwähnung geschehen, so bemerke ich nachträglich
von Honseler abstammen. — Des Ritters Eltern, Arnold von Hemberg und Ytgin, nennen im J. 1441 Johann von Cloirlant, Johann von Hochsteden den Jungen und Arnold von Brempt ihre „maige ind frunde". Vielleicht war Ytgin oder Ida eine Tochter von Cloirlant.
noch Folgendes. Berücksichtiget man, dass Ritter Johann von
 
Hemberg im J. 1440 geheirathet, so leuchtet wohl ein, dass
{{NE}}Zu Bonn in der Bonggasse, neben der Behausung die vormals dem Heytgen von Wyer<ref>Es ist dies der Henrich von Weyer bei Fahne: welcher überdies das Geschlecht ganz unrichtig von dem Ritter Aegidius von dem Wyer descendiren lässt. Heytgen und Johann Frambach von Wyer waren Gebrüder. Des letzteren ältester Sohn, Johann genannt Frambach, hinterliess zwei Söhne, Frambach und Reinhard von Wyer. Reinhard war mit Elisabeth von Lessenich verheirathet;seine Tochter Catharina wurde Klosterjungfrau zu Schweinheim.</ref>gehörte, wohnte eine adlige Familie von Polheim, deren jedesmaliges Haupt am Hochgericht daselbst Scheffen war. Ich finde 1471—1481 Jacob von Polheim;1508—1518 Daem von Polheim; 1523—1545 Werner von Polheim Vogt und Scheffen; 1554—1560 Johann von Polheim.Letzterer ist vielleicht der Gatte der Catharina de Graff, die
der letzte Erbkämmerer nicht der Sohn, sondern der Enkel
in einem Document, datirt Bonn den 27. August 1581, als Wittwe mit folgenden Kindern vorkommt: Wilhelm, Catharina,Sybilla und Maria Salome von Polheim. Wilhelm hat sein Haus mit allem Zubehör verkauft; seiner jüngsten Schwester ist Heft IV. p. 92 Erwähnung geschehen<ref>Johann von Kintzweiler Herr zu Müddersheim war mit Wilhelm von Polheim verwandt. Da er zwei Töchter hatte, Sybilla und Catharina, so vermuthe ich dass er nach Tod seiner Gattin Johanna von Zours, mit obiger Catharina von Polheim zur zweiten Ehe geschritten.</ref>.
desselben gewesen. Ritter Johann war im J. 1484 noch im
 
Leben, und wird zugleich mit ihm, Johann von Hemberg sein
 
Sohn erwähnt. Wahrscheinlich war damals des Ritters ältester
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Sohn, Engelbrecht, schon mit Tod abgegangen, und ist dann
 
Johann hierauf Erbkämmerer geworden. Und so möchte denn
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wohl der letzte Erbkämmerer nicht von Engelbrecht, sondern
vielmehr von Johann und der bei Fahne erwähnten Irmgard
von Honseler abstammen. — Des Ritters Eltern, Arnold von
Hemberg und Ytgin, nennen im J. 1441 Johann von Cloirlant,
Johann von Hochsteden den Jungen und Arnold von Brempt
ihre „maige ind frunde". Vielleicht war Ytgin oder Ida eine
Tochter von Cloirlant.
Zu Bonn in der Bonggasse, neben der Behausung die vor-
mals dem Heytgen von Wyer (1) gehörte, wohnte eine adlige
Familie von Polheim, deren jedesmaliges Haupt am Hochgericht
daselbst Scheffen war. Ich finde 1471—1481 Jacob von Polheim;
1508—1518 Daem von Polheim; 1523—1545 Werner von
Polheim Vogt und Scheffen; 1554—1560 Johann von Polheim.
Letzterer ist vielleicht der Gatte der Catharina de Graff, die
in einem Document, datirt Bonn den 27. August 1581, als
Wittwe mit folgenden Kindern vorkommt: Wilhelm, Catharina,
Sybilla und Maria Salome von Polheim. Wilhelm hat sein
Haus mit allem Zubehör verkauft; seiner jüngsten Schwester
ist Heft IV. p. 92 Erwähnung geschehen (2).
(1) Es ist dies der Henrich von Weyer bei Fahne: welcher
überdies das Geschlecht ganz unrichtig von dem Ritter Aegidius
von dem Wyer descendiren lässt. Heytgen und Johann Frambach
von Wyer waren Gebrüder. Des letzteren ältester Sohn, Johann
genannt Frambach, hinterliess zwei Söhne, Frambach und Reinhard
von Wyer. Eeinhard war mit Elisabeth von Lessenich verheirathet;
seine Tochter Catharina wurde Klosterjungfrau zu Schweinheim.
(2) Johann von Kintzweiler Herr zu Müddersheim war mit
Wilhelm von Polheim verwandt. Da er zwei Töchter hatte,
Sybilla und Catharina, so vermuthe ich dass er nach Tod seiner
Gattin Johanna von Zours, mit obiger Catharina von Polheim zur
zweiten Ehe geschritten.

Version vom 20. Februar 2009, 10:42 Uhr

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      Betreffend die Erbkämmerer von Bachern, deren in Heft IV. p. 90 Erwähnung geschehen, so bemerke ich nachträglich noch Folgendes. Berücksichtiget man, dass Ritter Johann von Hemberg im J. 1440 geheirathet, so leuchtet wohl ein, dass der letzte Erbkämmerer nicht der Sohn, sondern der Enkel desselben gewesen. Ritter Johann war im J. 1484 noch im Leben, und wird zugleich mit ihm, Johann von Hemberg sein Sohn erwähnt. Wahrscheinlich war damals des Ritters ältester Sohn, Engelbrecht, schon mit Tod abgegangen, und ist dann Johann hierauf Erbkämmerer geworden. Und so möchte denn wohl der letzte Erbkämmerer nicht von Engelbrecht, sondern vielmehr von Johann und der bei Fahne erwähnten Irmgard von Honseler abstammen. — Des Ritters Eltern, Arnold von Hemberg und Ytgin, nennen im J. 1441 Johann von Cloirlant, Johann von Hochsteden den Jungen und Arnold von Brempt ihre „maige ind frunde". Vielleicht war Ytgin oder Ida eine Tochter von Cloirlant.

      Zu Bonn in der Bonggasse, neben der Behausung die vormals dem Heytgen von Wyer[1]gehörte, wohnte eine adlige Familie von Polheim, deren jedesmaliges Haupt am Hochgericht daselbst Scheffen war. Ich finde 1471—1481 Jacob von Polheim;1508—1518 Daem von Polheim; 1523—1545 Werner von Polheim Vogt und Scheffen; 1554—1560 Johann von Polheim.Letzterer ist vielleicht der Gatte der Catharina de Graff, die in einem Document, datirt Bonn den 27. August 1581, als Wittwe mit folgenden Kindern vorkommt: Wilhelm, Catharina,Sybilla und Maria Salome von Polheim. Wilhelm hat sein Haus mit allem Zubehör verkauft; seiner jüngsten Schwester ist Heft IV. p. 92 Erwähnung geschehen[2].



  1. Es ist dies der Henrich von Weyer bei Fahne: welcher überdies das Geschlecht ganz unrichtig von dem Ritter Aegidius von dem Wyer descendiren lässt. Heytgen und Johann Frambach von Wyer waren Gebrüder. Des letzteren ältester Sohn, Johann genannt Frambach, hinterliess zwei Söhne, Frambach und Reinhard von Wyer. Reinhard war mit Elisabeth von Lessenich verheirathet;seine Tochter Catharina wurde Klosterjungfrau zu Schweinheim.
  2. Johann von Kintzweiler Herr zu Müddersheim war mit Wilhelm von Polheim verwandt. Da er zwei Töchter hatte, Sybilla und Catharina, so vermuthe ich dass er nach Tod seiner Gattin Johanna von Zours, mit obiger Catharina von Polheim zur zweiten Ehe geschritten.