Stadtlohn: Unterschied zwischen den Versionen
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===Handel und Gewebe=== | |||
Stand 1954: Bis ins 19. Jhdt. vorwiegend Ackerbiirger¬stadt mit Flachsaufbereitung in Heimarbeit und Viehmärkten (um 1845: 6 Kram- und Vieh¬märkte). 1579 Gilden der Weber (St.-Severi ¬Gilde), „Klümper", „Kistenmaker" und „Tim¬merlüde". Der periodisch lebhafte Fremdenver¬kehr durch Wallfahrten endete 1886 mit dem Diebstahl des Gnadenbildes. Gewerbeverzeich¬nis 1812 nennt: 4 Brennereien, 1 Ölmühle, 4 Steingutöfen, 1 Tabakpfeifenofen, 1 Ziegelofen, 1.000 Handspinnräder, 325 Hauswebstühle, 3 Hausbrennereien, 6 Bleichereien in den Berkelwiesen, 2 Hutmachereien, 1 Färberei sowie leb¬hafte Wirtschaftsbeziehungen zu Holland (Leinen¬handel, Topfhändler und Grasmäher als „[[Hol¬landgänger]]"). Infolge der Kontinentalsperre ent¬wickelte sich in der 1. Hälfte des 19. Jh. die Tex¬tilindustrie aus dem vorhandenen Heimgewerbe, den Manufakturen und Verlagen sowie dem Han¬del über die holländische Grenze, besonders leb¬haft seit Mitte 19. Jhdts. Um 1845 genannt: Leinwandfabrikation, 50 Bleichen, bedeutender Lein¬wandhandel; Steingut- und Tonpfeifenfabriken, Eisenschleifereien. 1954 wichtigster Gewerbe¬zweig in Stadtlohn ist die Textilindustrie: einfache Baumwollgewebe, auch „Gebildweberei". 1939 : 1 Spinnerei mit 22 550 Spindeln (1863), 5 Webe¬reien mit insgesamt 2.492 Webstühlen (1845, 1925, nach 1945 usw.), Strumpfwirkerei (1922). Alle Webereien 1945 beschädigt, ersetzt durch moderne Neubauten bis 1954. | |||
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Stand 1954: Daneben Serienmöbel: Schul- und Sitzmöbel (1939: 450.000 Stück); Holzschuhe (1868, nach 1945); 5 Handtöpfereien (blaugraue Einmachtöpfe, westfälische Bullenköppe, Essig- und Ölkrüge, Milchsatten, 1939 mit 1,5 Mill. Liter Inhalt), ferner Herstellung von irdenen Pfeifen und Bau-und Schmuckkeramik; Ziegelei; Faßfabrik; 3 Mühlen. Ferner: Kalkwerk (1902); Maschinen¬bau (1909); Lichtgittergesellschaft (1929). Likör-und Mineralwasserfabriken seit 1821, 1872 usw. | |||
===Stadtlohner Maß=== | ===Stadtlohner Maß=== | ||
* 1848 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Stadtlohn. | * 1848 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Stadtlohn. | ||
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** Siehe auch: [[Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten]] | ** Siehe auch: [[Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten]] | ||
==Zeitzeichen 1895== | ===Verkehr=== | ||
* Stadt Stadtlohn, Stadtgemeinde in [[Deutschland]], [[Königreich Preussen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Ahaus]], Amtsgericht [[Vreden]], Standesamt Stadtlohn, | Stand 1954: Stadtlohn ist Durchgangsort der besonders durch Fernlastverkehr befahrenen Bundesstraße We¬sel-Borken- Stadtlohn -Rheine-Emden (Emslandstraße), die seit 1950 eine neue Ortsdurchfahrt durch die zerstörte Innenstadt erhielt. Ferner Straße nach 0sten zur Bundesstraße Coesfeld-Münster. Privat¬bahn Borken- Stadtlohn -Burgsteinfurt (1902) und Stadtlohn- Vreden (1902). | ||
** 47,7 ha, (1895) 1 Wohnplatz, 408 Gebäude | ===Umgebungsbedeutung=== | ||
** 2.563 | Stand 1954: Stadtlohn liegt in dünnbesiedelter Umgebung nahe der Grenze im Einflußbereich von Ahaus und Borken. | ||
==Verwaltung== | |||
===Rat=== | |||
Bürgermeisterverzeichnis seit 1441. Ver¬waltung durch 2 Bürgermeister, 6 Schöffen oder Stadt¬verordnete, 2 Provisoren (Armenpfleger). Rats¬wahl bis 1629 am Montag nach Ostern, ab 1630 am Montag nach Dreikönig. | |||
===Gericht=== | |||
Sitz eines [[Gogerich|Go(Stadt)gerichts]]. Eigenes [[Hof¬gericht]] des Hofes Lon. Die 4 [[Tegeder]] (seit 1563: 3) waren mit den Höfen ten Broyl, Claushues und Wenning erblich verbunden. | |||
==Landesherrschaft== | |||
===Landesherren=== | |||
Burg und Grafschaft Lon (1152). Nach dem Aussterben der [[Loen zu Lohn, von|Herren von Lon]] von ihren Erben, den [[Herrschaft Ahaus|Edlen von Ahaus]], 1316 an das [[Fürstbistum Münster|Hoch¬stift Münster]] verkauft, zu dem Stadtlohn bis 1803 ge¬hörte. | |||
* < 1802 [[Fürstbistum Münster]], [[Amt Ahaus (historisch)]] | |||
* 1803-10 [[Fürstentum Salm-Salm]] und [[Fürstentum Salm-Kyrburg|Salm-Kyrburg]]. | |||
* 1810 [[Kaiserreich Frankreich]], [[Lippedepartement]] , [[Arrondissement Rees]], [[Kanton Stadtlohn]], [[Mairie Stadtlohn]] | |||
* 1813 [[Preußen]], [[Preußisches Gouvernement Weser-Rhein]], [[Preußisches Gouvernement Weser-Rhein/Regierungskommission Münster]], [[Kreis Rees]] | |||
* 1816 [[Königreich Preussen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Ahaus]], [[Amt Stadtlohn]] | |||
* 1946 Land [[Nordrhein-Westfalen]], ab 1975 [[Kreis Borken]] | |||
===Kriegerische Ereignisse=== | |||
1408 Brandschatzung in der Fehde zwi¬schen [[Haus Ottenstein|Heinrich II. von Solms zu Ottenstein]] und [[Fürstbistum Münster|Bischof Otto IV. von Münster]]. 1584 in den Truchsessischen Wirren von Truppen des [[Kurfürstentum Köln|Erzbischofs Ernst von Bayern]] eingenommen, geplündert und teilweise verbrannt. 1598 Besetzung durch Spa¬nier unter Mendoza. 1621 Plünderung durch Mansfeldische Reiter. 06.08.1623 vernichtende Niederlage des Herzogs Christian von Braun¬schweig durch Tilly in der Schlacht auf dem Blutfeld im Lohner Bruch. 1666 Kontributionen durch die Holländer im Krieg mit Bischof Chri¬stoph Bernhard von Galen. 1759 lagerten 1.000 Hannoveraner in Stadtlohn. | |||
===Reichstage=== | |||
Vertrag zwischen Stadt und Domkapitel Münster und dem Herzog von Kleve während der Münsterschen Stiftsfehde 1451. | |||
===Zeitzeichen 1895=== | |||
* Stadt Stadtlohn, Stadtgemeinde in [[Deutschland]], [[Königreich Preussen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Ahaus]], links an der Berkel, | |||
** '''Zuständigkeit/Einrichtungen:''' Amtsgericht [[Vreden]], Standesamt Stadtlohn, ev. Kspl [[Vreden]], kath. Kspl Stadtlohn, Postbezirk, Telegrafenstation, Gerichtstag, Krankenhaus | |||
** Gesamtfläche: 389 47,7 ha, (1895) 1 Wohnplatz, 408 Gebäude | |||
** Einwohner: 2.563 (14 Ev., 2490 Kath., 59 Jud.) | |||
** Gewerbe: Weberei (Nesseltuch), Fabr. (Steingut, Thonwaren), Töpferei. | ** Gewerbe: Weberei (Nesseltuch), Fabr. (Steingut, Thonwaren), Töpferei. | ||
*** Quelle: [[Hic Leones]] | *** Quelle: [[Hic Leones]] | ||
==Kriegswesen== | |||
===Wehrhoheit=== | |||
Alte Stadtwachen an den Toren. Befehls¬dwalt durch Bürgermeister, Rentmeister, Rat und Alter¬leute ausgeübt. Bischof Christoph Bernhard von Galen (1650-78) organisierte alle Bürger der Stadt zwischen 16 und 60 Jahren zu einer Land¬miliz, 2 Kompanien. | |||
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===Schützengilden=== | |||
Das Schützenwesen fußt auf den alten Stadtwachen und der Landmiliz. Träger der Schützentradition: St.-Georgius-Bürgerschützen¬gilde, Fahne von 1657; ferner St.-Otgerus¬Schützenbruderschaft (ehem. Wessendorfer) ; je 3 Schützenkompanien am Eschtor, Dufkamptor und Mühlentor. | |||
===Garnison=== | |||
Ulanen-Ersatz-Eskadron und Landsturm¬ Aushebungskommando 1914-18. Korpsbäckerei 1939. III. Tionierbatl. 1941-44. Luftschutzpoli¬zei und Bautruppen für den „Westfalenwall" 1944-45. | |||
==Siegel, Wappen, Fahne== | |||
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'''Wappen''': (1909 genehmigt): In Silber 3 schmale blaue Balken übereinander; in dem dadurch ge¬bildeten Schildhaupt schwebt 3mal nebenein¬ander das bärtige Haupt des hl. Paulus in natürlichen Farben. Als Wappen zuerst 1678 am Stadtbrunnen. | |||
'''Siegel:''' Stadtwappen geht zurück auf das Wappen der Herren von Lon: 3 Fadenbalken, darüber 3 rechtsschreitende Vögel. Diese wurden von der Stadt durch 3 Paulusköpfe ersetzt. So bereits ein Siegel des 14. Jh., erhalten 1541. Die Farben alt¬überliefert (1909 genehmigt). | |||
'''Stadtfarben: ''' Blau-weiß. | |||
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== Allgemeine Information == | |||
<!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Grösse, Bevölkerung usw.) --> | |||
=== Politische Einteilung === | |||
Zu Stadtlohn zählen die Stadtbezirke: Hengeler, Wendfeld, Almsick, Hordt, Wenningfeld, Hundewick, [[Estern (Stadtlohn)|Estern]] und Büren. | |||
Version vom 21. Mai 2009, 19:28 Uhr
Stadtlohn: historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise...
Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Borken > Stadtlohn Stadtlohn
Früherwähnung
Name
„Northlon" ca. 1150; „Loen" 1137; „Loon" 1226; „Nortlon" 1258; „Nortloon" (1313). Nortlohn im Gegensatz zu Südlohn und Eschlohn, beides südlich gelegene Siedlungen. Stadtlohn erst seit Erhalt der Wigboldrechte 1411, auch Stadt Loen gt. (19. Jh.).
Familienname
1085 „Gerhardus de Laon";
Befestigung
1152 „munitio" constructa in uilla que dicitur Lon";
Grundherrschaft
- ca. 1150 Kloster Werden hatte hier Besitz.
Haupthof
- 1137 schenkte der Münstersche Bischof Werner dem Kreuzaltar im Dom zu Münster eine Präbende aus den Einkünf¬ten des Hofes Lohn
Befestigung und Kirchspiel
- 1152 verglich sich der Münstersche Bischof Friedrich II. mit dem Edlen Gottschalk von Lohn wegen der Befestigung zu Lohn und des Gerichtes über das Kirchspiel Lohn, das er sich nach dem Tode des Bischofs Werner angemaßt hatte.
Landschaftslage
Stadtlohn liegt im sandigen Westmünsterland 6 km östlich der holländischen Grenze in 50 m Höhe auf trockener Talsandterrasse südlich der Berkel (zur Ijssel), die in den „Baumbergen" (25 km östlich) entspringt. Die Stadt ist 1954 umgeben von einer durch Bauernwaldgehölze, Weiden und Wallhecken gekennzeichneten, flachen Land¬schaft.
Ortsursprung
Bischöflich münsterischer Haupthof (1137); 1169-73 in eigener Verwaltung des Bischofs Lud¬wig I., dann wieder verlehnt und endlich ganz zersplittert. Burg zur Zeit des Bischofs Werner (1131 bis 1151). 1152 Vergleich zwischen Bischof Fried¬rich II. und Gottschalk von Lon über die Burg und das Gericht im Kirchspiel. - Stadtlohn gehört zu den älte¬sten Pfarreien des Münsterlandes.
Stadtgründung
Stadtrecht
Stadtrecht wohl im 14. Jh. Wigboldsrechte 1411 durch Bischof Otto IV. von Münster bestä¬tigt; später wiederholte Bestätigungen.
Gerichtsstätten
Freistuhl „uf dem Schmitterfelde in dem Fockengraben in der Statloner Mark und Burschop Nichtern zwischen Oinck und Südlon", Gerichtstätten der Freigrafschaft Lohn.
Stadtsiedlung
Bauliche Entwicklung
Stand 1954: Planlos gewachsene Siedlung von unregel¬mäßigem viereckigem Grundriß mit rundem Abschluß im Südosten. „Porten. Graven, Planken und Böhmen" erwähnt 1491 und 1533. Stadterweite¬rung durch die Butenstadt 1516; zur besseren Verteidigung durch Verkürzung der Wälle wurde diese 1629 wieder abgetrennt. Dufkamp-, Esch- ¬und Mühlentor, sowie die Stadtbefestigung 1954 nicht mehr vorhanden. Stadterweiterungen: 1911 und 1930 (Wessendorf), 1920-25 (Hilgenberg), 1925 bis 1930 (Görkeskamp), 1933 (Breuls Esch), 1935 (Immingfeld).
Gebäude
Stand 1954: Pfarrei zuerst erwähnt 1152; Eigenkirche St. Otger auf dem bischöflichen Amthof Lon er¬baut, dann spätgotische dreischiffige Hallenkirche aus Ziegelstein mit Sandsteingliederung, wegen Baufälligkeit abgebrochen 1889, neugotischer Neubau 1892. Wallfahrtskapelle St. Maria auf dem Hilgenberg, erneuert um 1700, Ende der Wall¬fahrten durch Raub des Gnadenbildes 1886. Schnoer'sches Barockhaus am Markt erbaut 1765-68. Brunnengehäuse des Marktbrunnens 1678, erneuert 1865, zerstört 1939. Ölschlägerei an der Berkel, mittelalterliche Wassermühle, Holzbau. Burg auf einem Pertinenzstück des Amtshofes um 1132-51; war 1238 schon teil¬weise abgebrochen, Ruinen im 18. Jhdt. Neues Rathaus mit Ehrenhalle als Verbindung zwischen St.-Otger-Kirche und Rathaus, vollendet 1953.
Brände
1611 verbrannten 225 Häuser von 235; davon waren 1629 49 Häuser noch nicht auf¬• gebaut.
Zerstörung 2. Weltkrieg
- 1. Durch Luftangriffe am 11. und 21.03.1945 wurde Stadtlohn mit am schwersten von allen Städten des Münsterlandes zerstört. Mehr als 15% zerstört wurden 880 Wohnhäuser (von 955 vorhandenen), fast alle 85 sonstigen öffentlichen Gebäude. Der Stadtkern völlig vernichtet.
- 2. Pfarrkirche (Neubau eingeweiht 1951), Schnoer'sches Haus und Ölschlägerei zerstört.
- 4. Der Stadtplan erhält eine völlig andere Ge¬stalt durch Umlegung und Aussiedlung. Wieder¬aufbau fast vollendet im Frühjahr 1954.
Bevölkerung
Ältere Einwohnerzahlen
1702: 183 steuerpflichtige Bürger, davon 51 arm. Die Bevölkerung ist überwiegend alteingesessen mit bäuerlichem Einschlag. Erst nach 1920 Zuzug infolge der Industrialisierung. Bürgerrechtsverleihung bis Mitte 19. Jhdts.
Bevölkerungsverzeichnisse
- Kirchenbücher: kath. ab 1626, im Krieg vernichtet.
- Adreßbuch für den Kreis Ahaus 1937.
Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch
- Stadtlohn, 1959 Kreis Ahaus (14. Jh., Privilegbestätigung 1411) Stadtbuch, Aufschrift: „Privilegia Stadtlohn", 1491-1766, 758 S. (Stadtarchiv Stadtlohn). Darin: Nomina civium et eorum uxorum, qui ab anno 1491 primo in originalibus sigillatis descripta reperiunter, de novo in hoc libro ad perpetuam rei memoriam descripta sunt et ordine reperiunter (S. 9-17); Nomina civium, qui sub annum domini 1619 vel paucis ab inde annis in oppido Stadtlohn vixerunt, de presenti vivunt, subsequenti ordine in hoc libro ad perpetuam rei memoriam descripta sunt et ordine reperiuntur (S. 17-24). Anschließend Nachträge aus den Jahren 1635, 1638 und Jahresverzeichnisse der Bürgeraufnahmen 1645-1733 (S. 25-56). Ab Seite 135: „Continuatio dehrn zu hiesigen Bürgern angenommenen Mannern und Frauwen" 1734-1766 (S. 135-157).
- Ergänzende Quellen: Ratsprotokolle, 3 Bde., 1677-1695, 1703-1727, 1728-1767 (vgl. Inventare der nichtstaatl. Archive, Kreis Ahaus. Münster 1899, S. 41).
- Quelle: Beiträge zur westfälischen Familienforschung Bd. 36-37
- Ergänzende Quellen: Ratsprotokolle, 3 Bde., 1677-1695, 1703-1727, 1728-1767 (vgl. Inventare der nichtstaatl. Archive, Kreis Ahaus. Münster 1899, S. 41).
Kirchenbuchabschrift Pfarrkirche ad. s. Otgerum C.
- Taufen, Heiraten, Gestorbene, bis 1912. Bearbeitet von Martin Heilken.
- Auskunft erteilt: Bernhard Fischer, Kapellenplatz 11, 48703 Stadtlohn
Bistumsarchiv Münster
- Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Stadtlohn: Pfarrkirche ad. s. Otgerum C., Pfarre, darin
- Status animarum 1749 Hs. 149 f. 749
- Einwohnerverzeichnisse 1750, 1780 (Bestand A 1)
- Quelleneditionen und Bearbeitungen: HÜSKEN, Judith, Der Status animarum von Stadtlohn 1749/50, in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung (BeitrWestfFamF), 49/1991, S. 7–154.
Abschriften der Mormonen
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
- 1812-1813 (Zivistandsregister) Geburten, Aufgebote, Heiraten, Tote
- 1815-1874 (rk.) Geburten, Heiraten, Tote
- 1808-1848, 1854 (rk.) Geburten, Heiraten, Tote
- 1816-1821 (Pfarrbezirk, Juden) Geburten, Heiraten, Tote
- 1822-1847 (Bürgermeisterei, Juden) Geburten, Heiraten, Tote
- 1849-1873 (Gerichtsbezirk, Juden) Geburten, Heiraten, Tote
Berühmte Personen
- Bernhard Rothmann, Wiedertäufer, * an¬geblich in Stadtlohn, + 1534 ( ?).
Jüngere Einwohnerzahlen
1818: 1.802 Einwohner (E.), 1828: 2.107 E., 1843: 2.270 E. und 324 Häuser, 1858: 2.429 E., 1871: 2.065 E., 1885: 2.189 E., 1895: 2.563 E., 1905: 2.884 E., 1925: 4.930 E., 1933: 6.548 E., 1939: 6.776 E., 1946: 5.410 E., 1950: 6.641 E., 1954: 7.087 E. (dazu 8.631 E. im Amt Stadtlohn).
Sprache
Die niederdeutschen Mundart von Stadtlohn ist im Unterraum Essen- Gronau einzuordnen, der westfälische und niederländische Eigenheiten mischt. In Ahaus (und sonst) spottet man über das breite äwen 'eben', Kätel `Kessel', Bäke 'Bach', Läpel 'Löffel' von Stadtlohn: Go äs äwen met den Kätel nao de Bäke un haal en Läpel voll Water; Ahaus sagt: eilen, Kettel, Becke, Leppel. Stadtlohn sagt ferner: Ick bün 'ich bin', mi 'mir und 'mich', Fleß 'Fleisch', uh 'euch', ih `ihr', meiht `(sie) mähen'.
Wirtschaft
Handel und Gewebe
Stand 1954: Bis ins 19. Jhdt. vorwiegend Ackerbiirger¬stadt mit Flachsaufbereitung in Heimarbeit und Viehmärkten (um 1845: 6 Kram- und Vieh¬märkte). 1579 Gilden der Weber (St.-Severi ¬Gilde), „Klümper", „Kistenmaker" und „Tim¬merlüde". Der periodisch lebhafte Fremdenver¬kehr durch Wallfahrten endete 1886 mit dem Diebstahl des Gnadenbildes. Gewerbeverzeich¬nis 1812 nennt: 4 Brennereien, 1 Ölmühle, 4 Steingutöfen, 1 Tabakpfeifenofen, 1 Ziegelofen, 1.000 Handspinnräder, 325 Hauswebstühle, 3 Hausbrennereien, 6 Bleichereien in den Berkelwiesen, 2 Hutmachereien, 1 Färberei sowie leb¬hafte Wirtschaftsbeziehungen zu Holland (Leinen¬handel, Topfhändler und Grasmäher als „Hol¬landgänger"). Infolge der Kontinentalsperre ent¬wickelte sich in der 1. Hälfte des 19. Jh. die Tex¬tilindustrie aus dem vorhandenen Heimgewerbe, den Manufakturen und Verlagen sowie dem Han¬del über die holländische Grenze, besonders leb¬haft seit Mitte 19. Jhdts. Um 1845 genannt: Leinwandfabrikation, 50 Bleichen, bedeutender Lein¬wandhandel; Steingut- und Tonpfeifenfabriken, Eisenschleifereien. 1954 wichtigster Gewerbe¬zweig in Stadtlohn ist die Textilindustrie: einfache Baumwollgewebe, auch „Gebildweberei". 1939 : 1 Spinnerei mit 22 550 Spindeln (1863), 5 Webe¬reien mit insgesamt 2.492 Webstühlen (1845, 1925, nach 1945 usw.), Strumpfwirkerei (1922). Alle Webereien 1945 beschädigt, ersetzt durch moderne Neubauten bis 1954.
Stand 1954: Daneben Serienmöbel: Schul- und Sitzmöbel (1939: 450.000 Stück); Holzschuhe (1868, nach 1945); 5 Handtöpfereien (blaugraue Einmachtöpfe, westfälische Bullenköppe, Essig- und Ölkrüge, Milchsatten, 1939 mit 1,5 Mill. Liter Inhalt), ferner Herstellung von irdenen Pfeifen und Bau-und Schmuckkeramik; Ziegelei; Faßfabrik; 3 Mühlen. Ferner: Kalkwerk (1902); Maschinen¬bau (1909); Lichtgittergesellschaft (1929). Likör-und Mineralwasserfabriken seit 1821, 1872 usw.
Stadtlohner Maß
- 1848 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Stadtlohn.
- Benennung: Stadt Sendenhorster Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher.
- Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an einem im Verwahrsam des Magistrats befindlichen Scheffel.
- Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1.449,177 oder abgerundet 1.449 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 25,92 Liter.
- Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an einem im Verwahrsam des Magistrats befindlichen Scheffel.
- Siehe auch: Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten
- Benennung: Stadt Sendenhorster Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher.
Verkehr
Stand 1954: Stadtlohn ist Durchgangsort der besonders durch Fernlastverkehr befahrenen Bundesstraße We¬sel-Borken- Stadtlohn -Rheine-Emden (Emslandstraße), die seit 1950 eine neue Ortsdurchfahrt durch die zerstörte Innenstadt erhielt. Ferner Straße nach 0sten zur Bundesstraße Coesfeld-Münster. Privat¬bahn Borken- Stadtlohn -Burgsteinfurt (1902) und Stadtlohn- Vreden (1902).
Umgebungsbedeutung
Stand 1954: Stadtlohn liegt in dünnbesiedelter Umgebung nahe der Grenze im Einflußbereich von Ahaus und Borken.
Verwaltung
Rat
Bürgermeisterverzeichnis seit 1441. Ver¬waltung durch 2 Bürgermeister, 6 Schöffen oder Stadt¬verordnete, 2 Provisoren (Armenpfleger). Rats¬wahl bis 1629 am Montag nach Ostern, ab 1630 am Montag nach Dreikönig.
Gericht
Sitz eines Go(Stadt)gerichts. Eigenes Hof¬gericht des Hofes Lon. Die 4 Tegeder (seit 1563: 3) waren mit den Höfen ten Broyl, Claushues und Wenning erblich verbunden.
Landesherrschaft
Landesherren
Burg und Grafschaft Lon (1152). Nach dem Aussterben der Herren von Lon von ihren Erben, den Edlen von Ahaus, 1316 an das Hoch¬stift Münster verkauft, zu dem Stadtlohn bis 1803 ge¬hörte.
- < 1802 Fürstbistum Münster, Amt Ahaus (historisch)
- 1803-10 Fürstentum Salm-Salm und Salm-Kyrburg.
- 1810 Kaiserreich Frankreich, Lippedepartement , Arrondissement Rees, Kanton Stadtlohn, Mairie Stadtlohn
- 1813 Preußen, Preußisches Gouvernement Weser-Rhein, Preußisches Gouvernement Weser-Rhein/Regierungskommission Münster, Kreis Rees
- 1816 Königreich Preussen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Ahaus, Amt Stadtlohn
- 1946 Land Nordrhein-Westfalen, ab 1975 Kreis Borken
Kriegerische Ereignisse
1408 Brandschatzung in der Fehde zwi¬schen Heinrich II. von Solms zu Ottenstein und Bischof Otto IV. von Münster. 1584 in den Truchsessischen Wirren von Truppen des Erzbischofs Ernst von Bayern eingenommen, geplündert und teilweise verbrannt. 1598 Besetzung durch Spa¬nier unter Mendoza. 1621 Plünderung durch Mansfeldische Reiter. 06.08.1623 vernichtende Niederlage des Herzogs Christian von Braun¬schweig durch Tilly in der Schlacht auf dem Blutfeld im Lohner Bruch. 1666 Kontributionen durch die Holländer im Krieg mit Bischof Chri¬stoph Bernhard von Galen. 1759 lagerten 1.000 Hannoveraner in Stadtlohn.
Reichstage
Vertrag zwischen Stadt und Domkapitel Münster und dem Herzog von Kleve während der Münsterschen Stiftsfehde 1451.
Zeitzeichen 1895
- Stadt Stadtlohn, Stadtgemeinde in Deutschland, Königreich Preussen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Ahaus, links an der Berkel,
- Zuständigkeit/Einrichtungen: Amtsgericht Vreden, Standesamt Stadtlohn, ev. Kspl Vreden, kath. Kspl Stadtlohn, Postbezirk, Telegrafenstation, Gerichtstag, Krankenhaus
- Gesamtfläche: 389 47,7 ha, (1895) 1 Wohnplatz, 408 Gebäude
- Einwohner: 2.563 (14 Ev., 2490 Kath., 59 Jud.)
- Gewerbe: Weberei (Nesseltuch), Fabr. (Steingut, Thonwaren), Töpferei.
- Quelle: Hic Leones
Kriegswesen
Wehrhoheit
Alte Stadtwachen an den Toren. Befehls¬dwalt durch Bürgermeister, Rentmeister, Rat und Alter¬leute ausgeübt. Bischof Christoph Bernhard von Galen (1650-78) organisierte alle Bürger der Stadt zwischen 16 und 60 Jahren zu einer Land¬miliz, 2 Kompanien.
Schützengilden
Das Schützenwesen fußt auf den alten Stadtwachen und der Landmiliz. Träger der Schützentradition: St.-Georgius-Bürgerschützen¬gilde, Fahne von 1657; ferner St.-Otgerus¬Schützenbruderschaft (ehem. Wessendorfer) ; je 3 Schützenkompanien am Eschtor, Dufkamptor und Mühlentor.
Garnison
Ulanen-Ersatz-Eskadron und Landsturm¬ Aushebungskommando 1914-18. Korpsbäckerei 1939. III. Tionierbatl. 1941-44. Luftschutzpoli¬zei und Bautruppen für den „Westfalenwall" 1944-45.
Siegel, Wappen, Fahne
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Beschreibung:
Wappen: (1909 genehmigt): In Silber 3 schmale blaue Balken übereinander; in dem dadurch ge¬bildeten Schildhaupt schwebt 3mal nebenein¬ander das bärtige Haupt des hl. Paulus in natürlichen Farben. Als Wappen zuerst 1678 am Stadtbrunnen. Siegel: Stadtwappen geht zurück auf das Wappen der Herren von Lon: 3 Fadenbalken, darüber 3 rechtsschreitende Vögel. Diese wurden von der Stadt durch 3 Paulusköpfe ersetzt. So bereits ein Siegel des 14. Jh., erhalten 1541. Die Farben alt¬überliefert (1909 genehmigt). Stadtfarben: Blau-weiß. |
Allgemeine Information
Politische Einteilung
Zu Stadtlohn zählen die Stadtbezirke: Hengeler, Wendfeld, Almsick, Hordt, Wenningfeld, Hundewick, Estern und Büren.
Ortsteile
Kirchliche Einteilung
Geschichte
Genealogische und historische Gesellschaften
Genealogische und historische Quellen
Archive und Bibliotheken
Archive
Stadtarchiv Stadtlohn
- Archivamt
Ulrich Söbbing, Stadtlohn 02563 97797 = gleich Fax,
Öffnungszeiten der Archive: Mo-Mi 8.30-12.30, 14.30-17.00 Uhr.
Generalvikariat im BAM
- Das Pfarrarchiv .
Lokales Pfarrarchiv Stadtlohn
- Das Pfarrarchiv der Kirche liegt .
St. Otger, Stadtlohn, Markt 2, 48703 Stadtlohn
Tel.: 0 25 63/49 13, Fax.: 0 25 63/66 30
E-Mail: pfarrbuero@st-otger.de
Internet: www.st-otger.de
Die Kirchenbücher von ).
Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe in Detmold:
- Stadtlohn
Internetlinks
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Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
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Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) |
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Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden | Bis 1975: Dingden | |
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | STAOHNJO32LA | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Name |
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| Typ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl |
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| externe Kennung |
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| Webseite | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gemeindekennziffer |
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| Fläche (in km²) |
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| Haushalte |
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| Karte |
TK25: 4007 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Stadtlohn (Stadtgericht) (- 1802) ( Gerichtsamt) Quelle Gerkinklo (Gogericht), Gericht zu Vreden (1803 - 1811) ( Gerichtsamt) Quelle Borken (1975-07-01 -) ( KreisLandkreis) Quelle § 56 Abs. 1 Stadtlohn (1811 - 1813) ( Mairie) Stadtlohn, Stadtlohn (Landbezirk) (1816-08-10 - 1837-06-11) ( Bürgermeisterei) Ahaus (1975-07-01 -) ( Amtsgericht) Quelle § 58 Abs. 3 Ziff. 1 Stadtlohn (St. Otger) (1895-12-02) ( Pfarrei) Quelle S. 14 / 15 Nr. 3 Ahaus (1816-08-10 - 1974-12-31) ( KreisLandkreis) Quelle § 56 Abs. 4 Quelle S. 14 / 15 Nr. 3 Vreden (1895-12-02) ( Amtsgericht) Quelle S. 14 / 15 Nr. 3 Stadtlohn (1874-10-01 -) ( Standesamt) Quelle 1874 Seite 145 Nr. 337 Quelle S. 14 / 15 Nr. 3 Ahaus-Vreden, Ahaus (1895-12-02) ( Kirchengemeinde) Quelle S. 14 / 15 Nr. 3 |
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| Untergeordnete Objekte |
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