Szibben: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 2. Mai 2011, 15:26 Uhr
Hierarchie
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Szibben
Einleitung
Szibben, Kreis Heydekrug, Ostpreußen
Name
Andere Namen und Schreibweisen
- Szilute, v. 1730 Heyde, n. 1736 Janehl Kindtschen, um 1785 Szillas, n. 1785 Heide, um 1843 Jonel Kindßen, um 1871 Jonell Kindschen[1]
- Lit. Name: Žibai[2]
Namensdeutung
Der Name weist auf etwas Leuchtendes. Der Alternativname Jonell Kindschen weist auf schwere körperliche Arbeit.
- preußisch-litauisch "žibe" = die Lampe
- "žibintis" = Kienspan, Fackel, Leuchte, Leuchtbake
- "žibeti" =leuchten, wie Gold oder Silber schimmern
- prußisch "žibers" = der Leuchtspan
- nehrungs-kurisch "žibuoat" = glitzern
- preußisch-litauisch "kinčiu, kenteti" = leiden, körperliche Schmerzen dulden
vgl. dazu
- prußisch "kinstitis" = der Leidenbehandler, Heiler
Allgemeine Information
Politische Einteilung
Bis 1911 selbständige Gemeinde[4]
24.5.1911 mit Landgemeinde Heydekrug vereinigt[5]
1913 ist Szibben mit Heydekrug zur Gemeinde Heydekrug vereinigt worden[6].
Standesamt
Szibben gehörte zum Standesamtsbezirk Heydekrug, dessen Register seit 1944 verschollen sind.
Bewohner
- 1736 Janehl Kindtschen: Jurge Rupkalwis, Jurg Szaballus, Hans Dregnus, Griegall Bumbull, Glasze Klastait, Jacob Kalweitis, Frantz Talmotschus, Christopff Cinthius
- 1791/92: Amts Heydekrug, Consignation von denen Decimenten, Pro anno 1791/92, Seite 53 Heyde, Seite 55 Jonell Kindschen [1]
- 1832: Consignation Personal-Decem der Schul-Societät Werden, Jonel-Kindschen Seiten 104 und 105; Heyde Seiten 105, 106, 107 [2]
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Szibben gehörte 1912 zusammen mit Heydekrug zum Kirchspiel Werden.
Katholische Kirche
Als sogenannte Diaspora-Gemeinde in überwiegend evangelischem Gebiet umfasste die katholische Gemeinde ein relativ großes Areal.
Die Kirchenbücher der Jahre 1876-1917 sind im Diözesanarchiv in Allenstein erhalten. Als Mikrofilme sind sie auch bei den Mormonen einsehbar.
Zugehörige Ortschaften
Zum katholischen Kirchspiel Szibben gehörten 1907 folgende Ortschaften:
Akminge, Alk, Atmath, Augstumal, Barsduhnen, Barwen, Berzischken, Blaszen, Blausden, Bliematzen, Bruiszen, Bruisz Pakull, Cynthionischken, Didszeln, Dronszeln, Eydathen, Gaidellen, Gaitzen, Gnieballen, Groß Barwen, Groß Grabuppen, Gurgsden, Hermannlöhlen, Heydekrug, Jagstellen, Jodekrandt, Jonaten, Jündszen, Jugnaten, Kallningken, Kallwellischken, Kanterischken, Kinten, Kioschen, Kirlicken, Kischken, Klein Barwen, Klein Grabuppen, Klugohnen, Klumben, Kolleschen, Kuhlins, Kukoreiten, Kurpen, Lampsaten, Lapallen, Laschen, Laudszen, Laugallen, Lenken, Liekertischken, Mankuslauken, Mantwieden, Maszellen, Maszen, Matzken, Medellen, Mestellen, Metterqueten, Michelsakuten, Minge, Minneiken, Mischkogallen, Mussaten, Neusaß Gritzas, Neusaß Scheer, Neusaß Sköries, Ogeln, Okslinden, Pagrienen, Paszelischken, Paszieszen, Pauern, Paweln, Petrellen, Piktaten, Pokallna, Prätzmen, Ramutten, Raudszen, Ridszen, Röbsden, Rogaischen, Ruboken, Rudienen, Rupkalwen, Ruß, Saugen, Schillmeiszen, Schillwen, Schlaszen, Skirwietell, Sziesze, Szieszgirren.
Kirchenbücher
Mikrofilme aufgenommen von Manuskripten im Archiwum Diecezji Warmińskiej, 1989
- Taufen 1876-1899
- Heiraten 1876-1917
- Sterbefälle 1876-1910
siehe auch: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Heydekrug
Verschiedenes
Karten
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | SZIBENKO05RH | ||||||||
| Name | |||||||||
| Typ |
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| Karte |
TK25: 0694 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Werden (1907) ( Kirchspiel) Quelle Szibben (Hl. Kreuz), Heydekrug, Heydekrug (Hl. Kreuz), Žibai, Šilutė (1907) ( Pfarrei) Quelle Szibben, Žibai (1888) ( Landgemeinde) |
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| Untergeordnete Objekte |
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Quellen
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ GOV: http://gov.genealogy.net/
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ Fritz Gause: Neue Ortsnamen in Ostpreußen seit 1800, Verzeichnis der Änderungen im Ortsnamenbestand der Provinz Ostpreußen (alten Umfangs) seit Beginn des 19. Jahrhunderts, Königsberg i. Pr. 1935
- ↑ Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920