Laugszargen: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild: Laugszargen_MTB0899_MTB0898 MTB0799_MTB0798_I.jpg|thumb|left|430 px| Laugszargen im Messtischblatt 0899 Szugken, 0898 Willkischken, 0799 Laugszargen und 0798 Uszkullmen (1913-1941) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000<br><small>© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie</small>]]
[[Bild: Laugszargen_MTB0899_MTB0898 MTB0799_MTB0798_I.jpg|thumb|left|430 px| Laugszargen im Messtischblatt 0899 Szugken, 0898 Willkischken, 0799 Laugszargen und 0798 Uszkullmen (1913-1941) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000<br><small>© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie</small>]]
[[Bild: Laugszargen_MTB0899_MTB0898 MTB0799_MTB0798_I.jpg|thumb|430 px| ehemalige Gemeinde Trackseden im Nordwesten der Gemeinde Laugszargen im Messtischblatt 0899 Szugken, 0898 Willkischken, 0799 Laugszargen und 0798 Uszkullmen (1913-1941) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000<br><small>© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie</small>]]
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[[Bild:Ort_Laugszargen_23_0614_Laugszargen_Karte.jpg|thumb|430px|Skizze aus der Gemeindeseelenliste von {{PAGENAME}} aus den 50er Jahren, <small>(c) Bundesarchiv</small>]]
[[Bild:Ort_Laugszargen_23_0614_Laugszargen_Karte.jpg|thumb|430px|left|Skizze aus der Gemeindeseelenliste von {{PAGENAME}} aus den 50er Jahren, <small>(c) Bundesarchiv</small>]]
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Version vom 21. August 2011, 13:10 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland


Laugszargen im Ersten Weltkrieg

Hierarchie

Regional > Litauen > Laugszargen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Laugszargen



Einleitung

Laugszargen, bis 1920 Kreis Tilsit, Ostpreußen; (1920-1939) Kreis Pogegen; (1939-1945) Kreis Tilsit-Ragnit


Name

Andere Namen und Schreibweisen


Namensdeutung

Der Name weist auf einen Wachtposten. Möglich ist auch, dass es sich um einen heidnischen Kultplatz gehandelt hat.

  • baltisch "laukas" = Feld, Acker

+ prußisch "sargas, sargs" = Wächter, Wärter, Hüter

  • "Lauksargs" = Gott der Feldhüter


Allgemeine Information

  • Der Ort war ein königliches Bauerndorf, 22 km nordöstlich von Tilsit.


Politische Einteilung

3.1.1894 Wegfall des Ortes Trackseden durch Eingliederung in die Landgemeinde Laugßargen[2]

10.1.1920: Abtrennung des Memelgebiets vom Deutschen Reich;[3] Laugszargen kommt zum Kreis Pogegen, Memelgebiet

22.3.1939: Wiedervereinigung des Memelgebiets mit dem Deutschen Reich[4]

1.5.1939: Name der neuen Gemeinde: Laugszargen;
Die neue Gemeinde ist gebildet worden aus den bisherigen Landgemeinden : Laugszargen und Augstwilken[5]

1.10.1939: Laugszargen kommt zum Kreis Tilsit-Ragnit [6]


Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Kirche zu Laugszargen

Laugszargen ist seit 1899 Kirchspiel, vorher gehörten die Ortschaften zum Kirchspiel Willkischken.


Zugehörige Ortschaften

Zum Kirchspiel Laugszargen gehörten 1912 folgende Ortschaften:

Ablenken Gut u. Mühle, Alt Schäcken, Augstwilken, Gillanden, Greiszöhnen, Gröszpelken, Kallehnen, Kampspowilken, Kriegsdehnen, Laugszargen, Neumeilen, Neu Schäcken, Szilluten.


Kirchenbücher

Die Kirchenbücher von Laugszargen sind verschollen.
siehe auch: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Tilsit


Standesamt

Standesamtsregister

Die Standesamtsregister von Laugszargen sind verschollen.


Bewohner

  • 1626 Bullaitis Kaspar (s.u.)
  • 1627 Bull Caspar, Laugszargen
  • 1662 Blausuwaitis, besitzt eine "Sodieb" (Gehöft)
  • 1668 Jonuschies Doßys und Kubillus
  • Jonuschies Killus
  • Libbittes Hensel


  • Folgende Bewohner Laugßargens haben im ersten Befreiungskrieg 1813/14 "für Preußens Freiheit und Selbständigkeit" Opfer an Geld und anderen Gaben dargebracht:
    • Vizefeldwebel Albrecht, Unteroffiziere Harder und Lukat, Landwehrleute Milkus Szimtenings, Jurge Aschmutait jun. und sen., Sims Aschmutait, Doßies Dargelies, Powill Serapins, Jurgis Aschmotait, Patzus Szimtenings, Jurge Schneidereit, Hans Aschmotait, Ensies Naujoks, Michel Aschmotait, Enskies Dojatis, Karl Festerling. (Quelle: Otto Schwarzien, Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischen, 1927)



Geschichte

1615 Dorf im Schulzenamt Kallehnen, 13 Huben 25 Morgen groß, darunter 2 Huben 26 Morgen öde und leer. Der jährliche Dezem beträgt 3 Mark 41 Schillinge. Zum Widdembau 1621 leistet das Dorf 10 Mark 22 Schillinge und 3 Pfennige und zu den Glocken 7 Mark. 1668 zahlen an freiwilliger Beistuer zur Abzahlung der Kirchenbauschulden nur die beiden Pauren Doßys Jonuschies und Kubillus. 1626 wohnt daselbst Kaspar Bullaitis, 1662 Blausuwaitis, der eine "Sodieb" besitzt. Killus Jonuschies "ein wohlhabender Pauer" muß 40 Mark Kirchenbuße zahlen und Hensel Libbittes muß 5 Mark Strafe zahlen, "weil er Sonntags während der Predigt heu geführet". (Quelle: [7]).


1922 [8]

  • Johann Konrad, 53 ha
  • von Tucholka, 221 ha



Verschiedenes

Karten

Laugszargen auf der Schroetterkarte Blatt 13, (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Ganz oben rechts auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Laugszargen im Preußischen Urmesstischblatt Nr, 49, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Laugszargen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 49, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Laugszargen im Messtischblatt 0899 Szugken, 0898 Willkischken, 0799 Laugszargen und 0798 Uszkullmen (1913-1941) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
ehemalige Gemeinde Trackseden im Nordwesten der Gemeinde Laugszargen im Messtischblatt 0899 Szugken, 0898 Willkischken, 0799 Laugszargen und 0798 Uszkullmen (1913-1941) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Laugszargen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv



Internetlinks

Offizielle Internetseiten

Teilauswertung zu Laugszargen: Memelland, OFB


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

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Quellen

  1. Lange, Dietrich: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Lange, Dietrich: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  3. Die von Preußen abgetretenen Gebiete, bearbeitet in der Plankammer des Preußischen Statistischen Landesamtes, Berlin 1922
  4. Reichsgesetzblatt 1939, Teil II, S. 608)
  5. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  6. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
  7. Schwarzien, Otto: Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927
  8. Landwirtschaftliches Güter-Adressbuch für die Provinz Ostpreußen mit Anhang Memelland, 4. Auflage, Leipzig 1922