Kantweinen
Hierarchie
Regional > Litauen > Kantweinen
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Kantweinen
Einleitung
Kantweinen, Kreis Memel, Ostpreußen.
Name
Andere Namen und Schreibweisen
- 1515 Gehöft Kantwain, 1539 Enders Kantwagen, 1540 Endres Kantwagenn, 1541 auch Kandtwagen, 1554 auch Cantwagen, 1590 auch Kantwaggen, 1591 Kantwagger, 1609 Kandtwagger, 1611 Kant Wagger, 1615 Kandt Wagger, 1687 Kandtwaynen, 1713 Taufe von Kantwains aus Kantwainen in Prökuls, 1785 Kandtweynen, Kandt Waynen, Christoph Kandt Waynen oder Weynenkandt, auch Waynen Kandt und Kandwohnen, Kandtweinen
- Kandtwainen, Kantwainen, Kantweynen[1]
Namensdeutung
Es handelt sich um ein sogenanntes Sippendorf mit einem Musiker als Oberhaupt.
- prußisch "kantele, kantle, kant, kantils" = Laute, Zither
- kurisch "venys" = Weideland
- prußisch "wena" = Mitgift der Braut
- nehrungskurisch "wagger" = Schulz, Aufseher, Bediensteter des Landesherrn
- lettisch "vagaris" = Dorfschulz, Wirtschaftsaufseher
- [1] (Hörbeispiele Kantele, nach unten scrollen)
Allgemeine Information
Politische Einteilung
Am 09.07.1895 mit Keebeln zur Gemeinde Kantweinen vereinigt.[2]
1939 ist Kantweinen eine Gemeinde mit den Dörfern Kantweinen, Budwethen und Größen.[3]
1940 ist Kantweinen eine Gemeinde mit dem Gut Ziobrischken und dem Dorf Szarde.
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Kantweinen gehörte 1912 zum Kirchspiel Wannaggen, vor 1903 aber zum Kirchspiel Prökuls.
Katholische Kirche
Kantweinen gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.
Standesamt
Kantweinen gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten und 1907 zum Standesamt Wannaggen. Wann die Zugehörigkeit sich wechselte ist noch nicht bestimmt.
Bewohner
Geschichte
1711
- Laßen: Johnis Guseit
- Wybrantzen:
- Enrollierte: Johnis Guseit
Verschiedenes
Karten
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
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Quellen
- ↑ Taufbuch Prökuls
- ↑ Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
- ↑ Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm - ↑ Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
