Reichsabtei Kornelimünster
Einleitung
Die Reichsabtei Kornelimünster wurde im Jahr 817 n. Chr. von Ludwig dem Frommen gegründet und mit reichen Schenkungen und Privilegien ausgestattet. Der Abt von Kornelimünster war Grund- und Landesherr eines geistlichen Miniaturstaates, der sich zwar durch Reichsunmittelbarkeit auszeichnete, dessen Vogtei aber im Laufe der Zeit in die Hände der Herzöge von Jülich verpfändet wurde.
Das Gebiet der Reichsabtei heißt noch heute im Volksmund das Münsterländchen.
Gerichts- und Steuerbezirke
Gericht Kornelimünster
Zum eigentlichen Gericht Kornelimünster gehörten:
- Brand, Driescherhof, Eich, Freund, Niederforstbach, Rollef
- Entenplatz, Nerscheid, Oberforstbach, Ritscheid, Wilburg
- Breinig, Breinigerheide, Rochenhaus, Schützheide, Stockem, Venwegen
- Büsbach, Bauschenberg, Dorff, Gedau, Hassenberg, Krauthausen, Rüst
- Kornelimünster mit dem Fronhof, Itternberg, Lufterhof, Bleihütte, Kap. St. Wolfgang
- Friesenrath, Hahn, Schleckheim, Schmidthof, Walheim
Steuerbezirke im Gericht Kornelimünster
Im Gericht Kornelimünster bestanden fünf Steuerbezirke oder Hunschaften:
- "Flecker" (=Kornelimünster)
- Brand
- Breinig
- Büsbach
- Walheim
Gericht Eilendorf
Eilendorf verfügte über ein eigenes Schöffen- und Sendgericht. Dazu gehörte das Dorf Eilendorf selbst, Haarhof und Nirm.
Gericht (Herrschaft) Gressenich
Auch Gressenich verfügte über die gleiche Sonderstellung wie Eilendorf. Es bildete das Gericht oder Herrschaft Gressenich zusammen mit einem Teil von Krewinkel, Mausbach und Werth.
Herrschaft Nieder-Kastenholz
Die Herrschaft Nieder-Kastenholz lag nicht unmittelbar bei der Reischabtei. Zu ihr gehörten Niederkastenholz auch Teile von Oberkastenholz.
Kirchliche Zugehörigkeiten
Katholische Kirchen
Archive
Vorlage:Landesarchiv NRW, HSA Ddorf
Vorlage:Findbuch Kornelimünster
Quellen
Literatur
- Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898.
- GABEL, Helmut, Widerstand und Kooperation, Studien zur politischen Kultur rheinischer und maasländischer Kleinterritorien (1648-1794), Tübingen 1995.