Tertiaren
Tertiaren
Auch in der gemeinen Bevölkerung rief das Auftreten des hlg. Franz von Assisi und seiner Franziskanern eine mächtige Bewegung hervor. Nach früheren Vorbildern, besonders des 12. Jahrhunderts, schlossen sich viele Interessenten zu eigenen Genossenschaften zusammen, während sie in ihren gewohnten weltlichen Verhältnissen im Beruf und in der Familie verblieben (in domibus propriis existentes). Durch diesen sogenannten „Dritten Orden“ der „Tertiaren“ oder in der femininen Ausprägung der „Tertiarierinnen“ erlangten die Franziskaner ganz besonders weitgehenden Einfluß auf alle Bevölkerungsklassen, bis in das 20. Jahrhundert hinein.
Ursache dafür war wohl, daß sich bei den Franziskanern mehr als um andere Orden „Tertiaren“ (3. Orden) als franziskanische Laienge¬meinschaften gebildet hatten, aus denen sich besonders im 19. Jh. viele selbständige Kongregationen bildeten.
Ordensregel
Die älteste Regel für diesen Ordenszweig stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1221, wurde aber bald bedeutend erweitert.
Quelle
- Erich Geldbach in: Drehsen, Volker u.a. (Hrsg.): Wörterbuch des Christentums. Orbis Verlag München, 2001 ISBN 3-572-01248-1
- Knöpfler, Alois: Lehrbuch der Kirchengeschichte. Verlag Herder & Co GmbH., Freiburg im Preisgau 1920
Bibliografie
- Esser, K.: Anfänge und ursprüngl. Zielsetzungen des Ordens der Minderbrüder, Leiden 1966
- Fonzo, L. di, u.a.: Francescane, Francescani. Frati Minori, in: Dizionario degli lstituti di Perfezione, Bd. IV, 174-216, 464-511, 823-838
- Iriarte, L.: Der Franziskanerorden, Altötting 1984
- Lombardi, T.: Storia dcl Franccscanesimo, Padua 1980.
