Ehebruch
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Ehebruch
Ehebruch war im „Heiligen Römischen Reich“ eine scharf verfogte Straftat, welche den Tod zur Folge haben konnte. Die Landflucht war eine Möglichkeit der Strafe zu entkommen.
Rückkehr nach Landflucht wg. Ehebruch
29.08.1495 Herzog Johann II. von Kleve nimmt Gerhard angen Eynde, der wegen Verdächtigung des Ehebruchs landflüchtig geworden war, in sein früheres Schirmverhältnis wieder auf.
- Johan hartongh van Cleve ind greve van der Marcke. Wij doin kondt, alsoe Gerit angen Eynde hijrbevoeren eyn quayt richte ind fame eyner vrouwenpersonen halver avergegain is, dair durch he nyt unsen landen geweken geweist is, soe bekennen te wij, dat wij oen, of hij dairan plichtich were, soe voele hij uns dairan gebroickt mach hebben ind soe voele des in uns is, dairvan gentzelicken asdan quyt gescholden hebben alsoe dat he mit lijve ind gude weder in unse beschermen stain ind wesen sall, als hij tovoeren to wesen plege, sonder argelist. Oirkonde nnss secretz¬segel hijronder gedruckt ind unse hantteikeniss hijronder ge¬schreven, up sent Johansdach Decollationis, anno etc. XCV°.
- Quelle: Hauptstaatsarchiv Düsseldorf , Bestand Kleve-Mark, Regierung Kleve
- Ilgen, Dr. Th.: Quellen zur inneren Geschichte der rheinischen Territorien. Herzogtum Kleve, Ämter und Gerichte
Ehebruch mit dem Teufel
Anno Domim 1610 die Veneris 20 Augusti: Jaspar Wittibe Lohmann in hafftung des woledlen und Gestrengen Adolphen von Raeßfeldt hern zum Oistendorff peinlich und folgentz ohne pein bekanth daß Sie bei lebzeiten Ihres saugen mans mit Hinrichen thom Die(m)ken salig in der Ramstörffer heiden alda sie die Kühe gehütet, ein Ehebruch begangen. Item Ihr Bole heiße Hanß Fedderbusch.
- Quelle: Archiv Haus Lembeck, Bestand Ostendorf, Gerichtsprotokollbuch, Hexenprozesse