Epe (Bramsche)/Ev. Kirche
Ev. Kirche[1]
Ein Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen befindet sich hier.
Die Gemeinde Epe gehörte von jeher zur Kirchengemeinde St. Martin nach Bramsche. In einer notariellen Vernehmung vom 9. August 1648 bezeugten mehrere alte Männer des Kirchspiels Bramsche, darunter auch die Eper Gerd Horstmann und Henrich Frankamp, dass im Jahre 1624 (Normaljahr) in der Kirche zu Bramsche die lutherische Religion ausgeübt wurde. Somit wurde die St. Martins Kirche den evangelischen Christen zugesprochen.
Mit Einrichtung einer zweiten Pastorenstelle 1776 betreute dieser die Landgemeinden. Seit Anfang 1918 fanden in Epe regelmäßig Bibelstunden statt. Gottesdienste wurden dagegen in Epe nur selten gefeiert, wie z.B. 1934 ein Waldgottesdienst in Malgarten. Dagegen fanden vor und auch nach dem 1. Weltkrieg mehrfach Missionsfeste im nahen Sögelner Holz statt, wie z.B. 1913 und 1918. Am 31. Oktober 1917 feierten die Eper und Sögelner ein gemeinsames Reformationsfest im Saal Strothmann in Malgarten.
Im Jahre 1953 wurde eine dritte Pfarrstelle eingerichtet, dessen Inhaber die Gemeinden Achmer, Epe, Pente, Rieste und Sögeln betreute. Zur 1957 eingerichteten vierten Pfarrstelle gehörte der Bezirk Bramscher Berg und Hesepe. Nach dem Bau des ev. Kirchenzentrums in der Gartenstadt, fanden bis zur Fertigstellung der St. Johannes Kirche im Jahre 1962, seit dem 19. Oktober 1958 Gottesdienste zunächst im Gemeindehaus statt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1962 legte man die Gemeinde Epe dem neuen Pfarrbezirk der St. Johannes Kirche in der Gartenstadt zu.
Daneben feierten die ev. Christen seit den 50er Jahren Gottesdienste im DJO-Heim Malgarten oder im Saal der Gastwirtschaft Strothmann bzw. Aulbert und seit Anfang der 60er Jahre bis heute auch in der kath. Klosterkirche in Malgarten.
Anzahl der ev.-luth. Christen in der Gemeinde Epe
1833 - 499 1855 - 367 1880 - 364 1960 - 853 1836 - 477 1858 - 387 1885 - 356 1989 - 857 1845 - 409 1861 - 379 1895 - 389 1848 - 367 1864 - 400 1905 - 377 1852 - 391 1871 - 405 1933 - 443
- ↑ BN 26.1.1918, BN 12.6.1934, BN 4.9.1913/6.8.1918, BN 6.11.1917, BN 22.4.1953, BN 18.10.1957, BN 18.10.1958, BN 19.1.1962; StAO Rep.335 Nr.844, 845, 848, 849, 854, 857, 859, 860, 862, 11981, 11982; Volkszählungen vom 1.12.1871, 2.12.1895 und 1.12.1905, Nieders. Landesverwaltungsamt; Volkszählung vom 16.6.1933 in BN 12.1.1935; BN 28.9.1960; Daten der Stadt Bramsche vom 2.1.1989 von K.-P. Buchholz