Biemenhorst (Bocholt)
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Name
Biemenhorst („bei dem Horst" bzw. „Wald"), der seit der ersten Nennung 1310 bis um 1600 mit derselben Bedeutung als „Bim(h)olt" u. ä. überliefert ist.
Frühgeschichte
Bronzezeitliche Urnenfunde in der hohen Heide, ein Hünengrab derselben Zeit und ein merowingisches Gräberfeld in der Gemarkung Lankern bezeugen erste frühe Besiedlungen für Bocholts süd¬östlichen Stadtteil Biemenhorst
Siedlungswesen
Biemenhorst (heute einschließlich Bocholter Teil der Bauerschaft Lankern)
Lankern
Lankern mit Biemenhorst bietet heute im Nor¬den zwischen Ünderhook, Överhook und Steinesch für viele Bocholter Wohnplatz mit überwiegender Ein- bis Zweifamilienhaus-Bebauung.
Wirtschaft
Die bis Ende des 19. Jh. land¬wirtschaftlich strukturierte Bauerschaft wurde durch ihre Nähe zu Bocholt von der industriellen Entwick¬lung der Stadt geprägt. Zu 2 Ziegeleien, die von 1889 bis 1894 entstanden (Abbau miozänen Tons), kamen nach 1918 textil- und metallverarbeitende Indu¬strien.
Bevölkerung
Starker Bevölkerungszuwachs in Biemen¬horst (1871: 180 Einw; 1905: 611 Einw; 1933: 970 Einw)
Schulen
1895 Errichtung der Marien¬schule, die heute als Grundschule in städtischer Trä¬gerschaft geführt wird.
Kommunale Zugehörigkeit
Bei der Gebietsneuordnung zum 1. Januar 1975 wurde Biemenhorst von der Gebietseinteilung des Liegenschaftskatasters her der ehemals zu Dingden gehörige nördliche Teil der schon im 9. Jh. erwähn¬ten Bauerschaft Lankern („Longhere": ,lange Höhe') mit der alten und neuen Mülldeponie Bo¬cholts (in Tongruben) zugeordnet (196 ha, 222 Einw am 31. 12. 1980).