Moorbad Waldfrieden

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Hierarchie :

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Insterburg > Kirchspiel Aulowönen / Aulenbach (Ostp.) > Moorbad Waldfrieden
Datei:Karte Europa mit Ostpreußen.pdf.Datei:Karte Kirchspiel Aulenbach (Aulowönen) 1939 V2.pdf Datei:Waldfrieden - Schriftzug.pdf

Einleitung

Datei:1296 Waldfrieden - Messtischblatt Auschnitt 1934.pdf

Allgemeine Information

Gemeinde im Kirchspiel Aulenbach. Schule am Ort, Amt Buchhof, Standesamt & Gendarmerie: Aulenbach, Post Aulenbach über Insterburg 2 . Bei dem Dorf handelte es sich um mehrere kleine Höfe und Gehöfe. Ca. 1 km westlich liegt das zur damligen Zeit bekannte Moorbad (Moorbad Waldfrieden) ein Kur- und Erholungsort.

Der Ort lag in ”Klein Litauen (Lithuania minor)" [1] oder ”Preußisch Litauen”, dem nordöstlichen Teil des alten Ostpreußen.

Seine Einwohner waren nach der Reformation überwiegend evangelisch.

Koordinaten

  • GPS-Daten  : N 54° 46′ 08″ (Breite) - O 21° 45′ 56″ (Länge) [2]



Ortsnamen

Am 30.09.1928 bilden Gerlauken, Weidlauken und Gründann (Ostp.) unter Fortfall ihres Ortsnamens, die Gemeinde Waldfrieden (Ostp.).

  • deutsche Ortsbezeichnung (Stand 1.9.1939): Gemeinde Waldfrieden (Ostp.)
  • vorletzte deutsche Ortsbezeichnung (vor der Umbenennung 1928) : Gerlauken


  • Feststellung der Schreibweise nach 1736 : Gerlaugken
  • Namensänderung vor 1730 : Plicken


  • (alte) Ortsnamen : Gerlaugken, Gerlauken, Plicken


Das kölmische Gut Gründann (Ostp.) ist unter diesem Ortsnamen ein Ortsteil der Gemeinde Waldfrieden. Am 16.7.1938 erhält das frühere Gut Weidlauken den Ortsnamen Gut Weiden und ist unter diesem Namen ebenfalls ein Ortsteil der Gemeinde Waldfrieden.'

Zu Waldfrieden gehört das Moorbad Waldfrieden, ein zur damligen Zeit bekanntes Kurhaus. Waldfrieden existiert nach 1945 unter dem Namen Fjodorowo ( Фёдорово ). Der Siedlungsplatz war nach 1945 zunächst besiedelt, wurde dann aber aufgegeben.

Ortsinformationen aus der Zeit vor der Umbenennung (1928) siehe unter Gerlauken.

Wirtschaft

In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, (Band III) 1932

PT Aulowönen, E Gründann 1 km

  • Hof Karl Mosel: 75 ha, davon 35 Acker, 6 Wiesen, 25 Weiden, 4 Holzungen, 4 Hofstelle, 1 Wasser, 10 Pferde, 42 Rinder, davon 12 Kühe, 10 Schweine; Telefon: Aulowönen Nr. 72, Stutbuch
  • Abbau Jonas Schlak: 39 ha, davon 26 Acker, 4 Wiesen, 6 Weiden, 2 Hofstelle, 1 Wasser, 4 Pferde, 22 Rinder, davon 10 Kühe, 10 Schweine; Telefon: Aulowönen Nr. --
  • Gut Gründann Erich Schwaak: 110,5 ha, davon 56 Acker, 37,5 Weiden, 13 Holzungen, 2,5 Hofstelle,1,5 Wasser, 10 Pferde, 50 Rinder, davon 25 Kühe, 6 Schweine; Telefon: Aulowönen Nr. 23, Herdbuchvieh., Raupenschleppen, Anerkannter Lehrgeflügelhof der Landwirtschaftskammer
  • Gut Weidlauken Ernst Lörchner: 130 ha, davon 89 ha, 32 Weiden, 3 Holzungen, 5 Hofstelle, 1 Wasser, 20Pferde, 72 Rinder, davon 32 Kühe, 20 Schweine, Telefon: Aulenbach 28 [1]


Nach 1945 berichteten Heimkehrer : Grundstück Mosel, Wohnhaus abgebrannt, andere Gebäude abgebrochen: Fritz Krüger´s Wirtschaft steht, Grundstück Leinert, Wohnhaus abgebrannt; Petrautzki und die Schule stehen, Schulgarten verwüstet, Höfe Lörchner und Schüßler stehen, sind aber vollkommen ausgeplündert. [1]


Das Moorbad Waldfrieden gehört zu Waldfrieden (Ostp.) :
Datei:Ksp Aulenbach - Waldfrieden Moorbad 1934- Messtischkarte 1196 Ausschnitt Kurhaus.pdf
Anfang 1900 wurde auf dem Besitz der Eheleute Krüger die wohltuende Wirtkung des dortigen Moores entdeckt. Der Aulowöner Arzt Dr. Rogage ließ die Heilkraft feststellen. Besitzer Krüger baute darauf erst eine Bretterbude am Moor, setzte eine Badewanne hinein und seine Frau betätigte sich als Heilsgehilfin.

1912 wurde dann das erste Bettenhaus eingeweiht, die "Olgabahn" eine von der Stute "Olga" gezogene Pferdebahn, brachte die Patienten und Gäste von der Kleinbahnhaltestelle "Gerlauken-Waldfriede" zum Moorbad. Der 1. Weltkrieg 1914-1918 unterbrach die Weiterentwicklung. Nach dem 1. Weltkrieg kaufte Dr. Becker, Insterburg, die Anlage und errichtete dort ein 140 Bettenhaus mit allen Neben- und Betriebsräumen, mit Badearzt und dem notwendigen Personal. Moorbad Waldfrieden als einzige Einrichtung dieser Art in Ostpreußen, erfreute sich gutem Zuspruch, auch bis weit "in Reich" hinein. Im Jahre 1930 z.B. wurden über 13.000 Heilbäder verabreicht. [1]

Nach 1945 berichteten Heimkehrer : Altes Kurhaus abgebrannt, alle anderen Gebäude sind nur Ruinen, im Badhaus alles demoliert, darüberliegende Wohnungen der Familien Borchert und Chielinsky zerstört. [1]

Berichte zum Moorbad Waldfrieden im Insterburger Brief : (Jahrgang / Seite ) : 2/10 und 11 ; 9/59 "Wir fahren nach Waldfrieden-Gerlauken"; 9/33 : Frieda Magnus-Unzer "Aus Gerlauken wurde das bekannte Moorbad Waldfrieden": 25/182 : Meta Weichert; "Schwarze Schafe im Moorbad Waldfrieden".

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Moorbad Waldfrieden Ksp. Aulenbach - Kurgebäude
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Moorbad Waldfrieden Ksp. Aulenbach - Kurgebäude
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Moorbad Waldfrieden Ksp. Aulenbach - Kurgebäude mit Gästen


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Moorbad Waldfrieden Ksp. Aulenbach - Olga-Bahn
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Moorbad Waldfrieden Ksp. Aulenbach - Kurgebäude
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Moorbad Waldfrieden Ksp. Aulenbach - Anwendungen



Einwohner


1939 sind in der Gemeinde Waldfrieden gezählt : 50 Haushalte, 219 Einwohner 8IN 1933 208) 96 männlich,29 unter 6 Jahren, 24 zwischen 6-14, 142 zwischen 14-65, 20 über 65 Jahre; es sind tätig 121 in der Land- und Forstwirtschaft, 10 in Handwerk und Industrie, 2 in Handel und Verkehr; mit Angehörigen ohne eigenen Beruf waren 22 selbständig, 20 mithelfende Familienmitglieder, 5 Beamte und Angestellte, 144 Arbeiter


Zahl und Größe der landwirtschaftlichen Betriebe

  • 2 zwischen 0,5 - 5 ha
  • 1 zwischen 05-10 ha
  • 3 zwischen 10-20 ha
  • 4 zwischen 20-100 ha
  • 2 über 100 ha


Politische Einteilung

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Gemeinde Waldfrieden im Ksp. Aulenbach 1934

Provinz  : Ostpreußen
Regierungsbezirk  : Gumbinnen

Landkreis  : Insterburg [5] [6]
Amtsbezirk  : Buchhof [7]
Gemeinde  : (Landgem.) Waldfrieden (ab 30.9.1928)
Kirchspiel  : Aulenbach (Aulowönen) Ostp.

im/in  : nördlich des Pregel
bei  : 16,8 km nördwestlich v. Insterburg

1785 Gerlauken oder Plicken, Chatouldorf, 11 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Tapiau, Amt Lappönen, Patron der König; 1815 Chatouldorf, 11 Feuerstellen, 64 Einwohner; bis zum 30.04.1815 zum Königsberger Departement gehörig, dann zum Regierungsbezirk Gumbinnen zugeschlagen.


Weitere Informationen

Orts-ID : 61842

Fremdsprachliche Ortsbezeichnung : Фёдорово
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung (Lautschrift):

russischer Name : Fëdorovo, Fjodorowo
Kreiszugehörigkeit nach 1945 : Черняховский р-н (Tschernjachowskij Rayon, Insterburg)
Bemerkungen aus der Zeit nach 1945 :
weitere Hinweise :
Staatszugehörigkeit : Russisch


Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) -- [8]


Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirche


Zugehörigkeit :

  • Kirchspiel Aulenbach --> Kirchenkreis Insterburg --> Kirchenprovinz Ostpreußen --> Kirchenbund Evangelische Kircher der altpreußischen Union


Katholische Kirchen

zur Zeit keine Informationen


Genealogische und historische Quellen

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 74. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Henning“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Henning“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Henning“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Henning“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Henning“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.


Genealogische Quellen

  • Kirchenbuchbestände :

Viele der Kirchenbücher sind in den Wirren der Zeit unwiderruflich vernichtet worden. Nachfolgend eine Übersicht der Bestände der Kirchenbücher der evangelischen Kirchengemeinde Aulenbach (Aulowönen) / Ostp. : [[9]]


Adressbücher


Bibliografie


Genealogische Bibliografie

  • z. Zt. kein Ortsfamilienbuch vorhanden


In der Digitalen Bibliothek



Verschiedenes

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nach dem Ort: Gerlauken



Weblinks

Offizielle Webseiten

GOV-Kennung  : WALDE2KO04VS [10]
Messtischblatt  : 1296 (12096) [11] | Messtischblatt Jahr : 1934


Zufallsfunde

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung WALDE2KO04VS
Name
  • Gerlauken (- 1928-09-29) Quelle (${p.language}) Quelle (${p.language})
  • Waldfrieden (1928-09-30 -) Quelle (${p.language})
  • Фёдорово (1946 -) Quelle (${p.language})
Typ
w-Nummer
  • 50237
Karte
   

TK25: 1296

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Kaluschskij Dorfsowjet, Калужский сельский Совет (1993) ( Dorfrat) Quelle

Gerlauken, Waldfrieden (- 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum