Istanbul

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Version vom 19. Februar 2013, 10:36 Uhr von Ischtiraki (Diskussion • Beiträge) (Änderung 1189304 von Ischtiraki (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hierarchie

Regional > Asien > Europa > vor 1917/1923 Osmanisches Reich (Türkei) > Stambul

Stambul:Hagia Sophia 1930

Einleitung

Lage

Istanbul liegt auf der europäischen Seite an beherrschender Stelle des Bosporus, der schmalen Meeresstraße zwischen dem Schwarzen und Ägäischen Meer. Europa und Asien nähern sich hier bis auf wenige Kilometer, an der schmalsten Stelle auf knapp einen Kilometer. Hier wird die Meerenge in großer Höhe von einer mehrspurigen Hängebrücke überstannt, welche allein den Verkehr zwischen den Stadtteilen auf zwei Kontinenten nicht beherrschen kann. Es herrscht dazu noch ein reger Fährverkehr.

Schnittstelle vieler Nationalitäten

Menschen aller Nationen sind hier zu treffen und sorgen für ein buntes und unterschiedliches Sprachengewirr. Der europäische Teil unterscheidet sich nur wenig von anderen Großstädten Südeuropas; der alte türkische Teil dagegen wird überragt von den schlanken Minaretts der Moscheen und ist verwinkelt, unübersichtlich und seltsam errichtet.

Geschichtsträchtige Stadt

In der Altstadt erhebt sich auch die Kuppel der Hagia Sophia, die früher einmal eine christliche Kirche war. Auch an ihrem Werdegang wird deutlich, das die Geschichte dieser Stadt weit zurück reicht und von vielen Kulturen geprägt wurde. Eigentlich an allen Stellen, innerhalb und außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, merkt man der Stadt ihre Jahrtausende alte Geschichte an. Griechen und Römer haben an der Stadt gebaut und in ihr geherrscht, bis die Türken, ein Nomadenvolk aus Turkestan, nach der Eroberung Kleinasiens an dieser Stelle nach Europa übersetzten.

Uneinnehmbare Stadt

Im Mittelalter machten 3fach gestaffelte dicken Mauern und Türme, wie auch Stadtwälle Konstantinopel eigentlich uneinnehmbar, hinzu kam der Einsatz des "griechischen Feuers" unmittelbar vor der Küste und eine Kettenabsperrung am goldenen Horn. Ihre Bedeutung verdankt die Stadt der einzigartigen Lage an den Meerengen.

  • Quelle: Stadtführung in Istanbul

Verwaltungseinbindung 1895

Geschichte

Erste allgemeine Synode von Nikäa

In Nikäa, am goldenen Horn, heute im europäischen Teil von Istanbul, versammelten sich 325 n. Chr. um die 300 Bischöfe, meist Morgenländer, darunter auch etwa 20 arianisch gesinnte. Kaiser Konstantin eröffnete nach mehreren Vorbesprechungen hier die Versammlung. Verabschiedet wurde hier das "Symbolikum Nicaenum", welches bis heute die Grundlage der Orthodoxie in der Christlichen Welt bildet.

  • Quelle: Stadtführung Istambul

Bosporusdeutsche

Istanbul ist für deutsche Familienforscher interessant, weil es spätestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts auch eine deutsche Präsenz am Bosporus gibt. Neben Gelehrten und Orientalisten zog es zunächst preussische Militärangehörige an den Bosporus, die dort beratend tätig wurden, z.B. mehrere Angehörige der Familie von Moltke. Spätestens ab 1890 wuchs die deutsche Community, es wurde eine deutsche Schule gegründet und deutsche Kirchengemeinden, die bis heute bestehen.

  • Deutsche Evangelische Gemeinde
  • Evangelischer Friedhof Ferikoy
  • bis 1918: Deutscher Verein "Teutonia"

Im Ersten Weltkrieg waren Deutschland und die Türkei verbündet.

  • Schlachtschiff "SMS Goeben"
  • Dardanellenschlacht
  • Palästinafront 1917/18

Ein grosser Teil der deutschsprachigen Bevölkerung Istanbuls vor 1918 waren deutschstämmige oder osteuropäische Juden, die die deutsche Sprache und Kultur pflegten, aber bereits damals zum Teil antisemitischen Angriffen seitens der nichtjüdischen deutschsprachigen Bevölkerung Istanbuls ausgesetzt waren. Es gab zum Beispiel eine erhitzte Diskussion über den angeblich zu hohen Anteil jüdischer Schüler an der deutschen Schule.

1918 wurde die deutsche Bevölkerung nach der allierten Besetzung Istanbuls in Lagern zusammengefasst und deportiert. Erst nach dem Ende der allierten Besatzung und der Gründung der Türkischen Republik 1923 kehrten viele "Bosporusdeutsche" in ihre Wahlheimat zurück.

Ab 1933 wurde Istanbul Zuflucht für viele Deutsche, die von den Nationalsozialisten aus politischen oder "rassischen" Gründen aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Die Universität Istanbul war zeitweise die bedeutendste deutschsprachige Bildungseinrichtung weltweit, mit zahlreichen bedeutenden Gelehrten, die zum grössten Teil später eine neue Heimat in den USA fanden.


Info

Dieser Artikel hat noch wenig Substanz und ist eventuell nur mit einer Struktur oder mit minimalen Informationen angelegt worden, um die weitere Bearbeitung zu erleichtern. Falls jemand gesicherte Informationen ergänzen kann – nur zu!


Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Musterland > Musterregierungsbezirk > Musterkreis > Istanbul

Einleitung

Allgemeine Information

Politische Einteilung

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen

Geschichte

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Adressbücher

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

In der Digitalen Bibliothek

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Compgen-Metasuche.png nach dem Ort:


Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.

Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der direkte Zugriff durch automatisierte Abfrage nicht mehr möglich.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Für diesen Artikel wurde noch keine GOV-Kennung eingetragen.