Kerndorf

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Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland


Hierarchie Regional > Litauen > Kerndorf

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Kerndorf


Einleitung

Kerndorf, 1540 Jorge Keer, 1687 Gergen Kerre, früher Kerren Gerge oder Eglienen (Kerndorf) oder Eglien Gergen, 1897 Russinen[1], Kreis Memel, Ostpreußen.

Name

Der Name Eglienen weist auf Nadelbäume. Kerren weist auf Rodung, welche vermutlich von Gerge (Georg) betrieben wurde, denn Russinnen deutet darauf. Kerndorf ist eine Verkürzung von Kerren. Kischken kann auf die Form der Landschaft weisen, kann aber auch ein Spitzname für Gerge sein.

  • nehrungskurisch "egile" = Tanne, Fichte
  • preußisch-litauisch "ruseti" = brennen, glimmen
  • prußisch „keras“ = Baumstümpfe, staudenartige Gewächse, Busch
  • "kerennis" = buschig, lebt im Wald
  • prußisch-litauisch "kerine" = das Gesträuch, das aus einem Stubben (Baumstumpf) hervorgeschossen ist
  • "kerynas" = Gesträuch, Gestrüpp
  • litauisch "keras" = Baumstumpf
  • litauisch „kiškis“ = Hase, Rammler
  • prußisch „kiska“ = Kniekehle, Flusswindung


Politische Einteilung

Am 08.05.1897 mit Dautzkur Narmund unter dem Namen Kerndorf vereinigt.

Bereits 1790 war Gaistland Stenzel oder Geisland Stenzel oder Kraken mit Kischken Gerge vereinigt und unbewohnt.

Russinnen war ein Freigut südlich von Kerren Gerge und gehörte 1818 auch dazu, 1833 gehörte es aber zu Kischken Gerge (auch Kracken genannt),(Quelle:Sembritzki).

Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Kerndorf gehörte 1912 zum Kirchspiel Dawillen, vor 1854 allerdings zum Kirchspiel Memel Land.

Katholische Kirche

Kerndorf gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.



Standesamt

Kerndorf gehörte 1888 (Kerren Görge) und 1907 zum Standesamt Dawillen.

Bewohner


Geschichte

Laut Landwirtschaftliches Güter-Adressbuch für die Provinz Ostpreußen mit Anhang Memelland, 4. Auflage, Leipzig 1922

  • Jonis Kreszies, 58 ha


Verschiedenes

Karten

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Eglienen (bei Russinnen) auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
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Siehe oben links Eglienen - Russinnen auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000
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Kerren Gerge im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
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Kerndorf im Messtischblatt 0393 Götzhöfen (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung KERORFKO05PQ
Name
  • Kerndorf Quelle (${p.language})
  • Rusinai (1923) Quelle Seite 1086 (${p.language})
Typ
  • Wohnplatz (1897-05-08 -)
w-Nummer
  • 66132
externe Kennung
  • nima:-2618668
Karte
   

TK25: 0393

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Kerndorf, Rusinai (1897-05-08 -) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle

Dawillen (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.156/157

Memel, Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Klaipėda (1907) ( Pfarrei) Quelle S.156/157

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)