Briefträger

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Name

Briefträger, (1895) auch Kanzleidiener, Kastellan, Postbote, Postschaffner [1]

Früherwähnungen

  • Tilgin Briefdreger [1415], Hannis Briefdreger [1417]. [2]

Postwesen im Fürstbistum Münster

Bis in das späte Mittelalter hinein übermittelten Boten Briefe direkt zum jeweiligen Empfänger. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde in Münster eine ständige Postverbindung eingerichtet. Zur Vorbereitung der Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück wurde 1643 ein Posthaus der Thurn und Taxischen Reichspost in Münster eröffnet. 1669 wurde außerdem die fürstbischöfliche Landespost als Wagenpost für Pakete eingerichtet, so dass drei verschiedene Posten gleichzeitig in Münster abgingen.

Bestellgeld

Noch bis in die Mitte des 19. Jahrh. hinein pflegte man den Briefträgern die Gebühren für das Abtragen der Postsendungen (Bestellgeld) als Bezahlung für ihre Leistungen zu überlassen.

Fußnoten

  1. Quelle: Hic Leones
  2. Quelle: Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, StA Siegburg, A II/1, Bl. 3v, Bl. 8r, Bl. 10v.
    Siehe auch: W. Günter Henseler: Wörterbuch (Idiotikon) für die Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, Band 1, Kierspe 2011.