Nikolaiken

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'Hierarchie


Regional > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Allenstein > Landkreis Sensburg > Nikolaiken

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Einleitung

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Wappen Nikolaiken
Das Wappen erinnert an die Sage vom Stinthengst.
Der Schild ist geviert:
1 und 4 Silber, 2 Rot, 3 Blau,
das Ganze wird überdeckt von einem goldengekrönten natürlichen Stint, der am Unterkiefer mit einer vom linken Obereck ausgehenden, langen goldenen Kette gefesselt ist.

Allgemeine Information

Nikolaiken war eine Stadt im Landkreis Sensburg.
Zur Stadtgemeinde Nikolaiken gehörten folgende Dörfer und Wohnplätze [1] :
Bronikowen | Bahnhof Sensburg | Marienthal | Nikutowen | Ober Mühlenthal | Poremben |
Porembischken | Stadtwald | Chausseehaus Sternfelde | Gut Sternfelde | Sternwalde |
Ratswalde (Timnikswalde) | Troszigberg
Seit 1945 gehört die Stadt zu Polen und heißt auf polnisch Barciany. [2]


Name

Ob der Name überhaupt prußischer Herkunft ist, mag dahingestellt bleiben. Wahrscheinlich ist eine Ableitung von prußisch "senas" = alt
Allerdings gibt es unter den prußischen Orten einige Sans... und Sens...-Namen. Diese deuten auf Gänse. prußisch "sansy" = Gans

Einleitung

Nikolaiken liegt im prußischen Stammesgebiet Galindien und wird das "ostpreußische Venedig" genannt. Der Ort entstand aus den beiden Fischerdörfern Niklasdorf und Koslau, die über eine Holzbrücke verbunden waren. Unter dieser Brücke hauste der Stinthengst.

Name

Der Ortsname geht auf den Patron der Kirche zurück.

Wappen

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Wappen Nikolaiken

Das Wappen erinnert an die Sage vom Stinthengst. Der Schild ist geviert: 1 und 4 Silber, 2 Rot, 3 Blau, das Ganze wird überdeckt von einem goldengekrönten natürlichen Stint, der am Unterkiefer mit einer vom linken Obereck ausgehenden, langen goldenen Kette gefesselt ist.


Legende vom Stinthengst

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Heute ist der Stinthengst aus Plastik

Zu heidnischer Zeit lebte ein großer Fisch im Nikolaiker See, der den Fischern die Netze zerstörte und Boote kentern ließ. Als die Netze mit Eisen verstärkt werden konnten, gelang es den Fischern in vereinter Aktion, den Fisch zu fangen. Dieser hatte jedoch eine Krone auf dem Haupt und bat mit menschlicher Stimme, ihn wieder ins Wasser zu lassen. Er würde es ihnen mit reicher Beute lohnen. Die Fischer aber waren gewitzt. Sie ließen ihn zwar ins Wasser, banden ihn jedoch mit einer Kette an den Kai, damit er ihnen nie wieder Schaden zufügen könne.

Seitdem führt Nikolaiken im Stadtwappen einen riesigen Stinthengst.


Allgemeine Information

Einwohner:

1939. 2.627

Politische Einteilung

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

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Kirche Nikolaiken
  • 1842 Einweihung von St. Nikolai

Aussenansicht der ev. Kirche, Innenansicht der ev. Kirche

Katholische Kirchen

Geschichte

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Prußische Stammesgebiete

Nikolaiken liegt im prußischen Stammesgebiet Galindien und wird das "ostpreußische Venedig" genannt. Der Ort entstand aus den beiden Fischerdörfern Niklasdorf und Koslau, die über eine Holzbrücke verbunden waren. Unter dieser Brücke hauste der Stinthengst.

Ordensstaat bis 1525

  • 1698 sollen Kurfürst Friedrich III. und König August II. von Polen bei einer Jagd 400 Elche erlegt haben.

Herzogtum Preußen (1525 -1701)

  • 1726 erhielt der Ort die Stadtrechte.
  • 1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Feldmarschall Graf Fermor und Feldmarschall Graf Stepan Fjodorowitsch Apraxin in Ostpreußen ein.
  • Zarin Elisabeth I. (Jelisaweta Petrowna Romanowa) erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
  • 1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt mit 104.000 Mann und 425 Kanonen kampflos das ungeschützte Ostpreußen.
  • 1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Nikolaiken wird wieder preußisch.

Königreich Preußen (1701 - 1918)

  • Berühmt ist der Ort durch die geräucherten Nikolaiker Maränen, ein wohlschmeckender Lachsfisch (Felchen), dessen Laich man im erfolgreich Bodensee ausgesetzt und weitergezüchtet hat.



Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Kirchenbücher

siehe: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Sensburg

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

  • Quellennachweis für die ostdeutsche Kirchbücher
    Handbuch über die katholischen Kirchbücher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz
    östlich der Oder und Neiße und Bistum Danzig
    Bearbeitet von Dr.Johannes Kaps, Stand Mai 1945, Kath.Kirchenbuchamt, München 1962
  • Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Gumbinnen, - Gumbinnen., 10.1821 - 88.1898, 90.1900 -107. 1917
teilweise online in der Bayerischen Staatsbibliothek [1],
Bestandsabfrage in der Zeitschriftendatenbank: ZDB-ID 13501-x
  • Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen
Agaton Harnoch, Neidenburg 1890, S. Nipkow
Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)
  • Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihrer Bevölkerung
Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet
und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau.
I. Die Provinz Preussen
Berlin 1874, Verlag des Königl. Statistischen Bureaus (Dr. Engel).
Digitalisat der Kujawsko-Pomorska Digital Library
  • Volständige Topographie vom Ost-Preußischen Cammer-Departement
    und Littauischen Cammer-Departement von 1785
Friedrich Goldbeck, Königsberg und Leipzig 1875,
Digitalisat des Münchener Digitalisierungszentrums

In der Digitalen Bibliothek

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Karten

Heimat- und Volkskunde

  • Legende vom Stinthengst
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Heute ist der Stinthengst aus Plastik
Zu heidnischer Zeit lebte ein großer Fisch im Nikolaiker See, der den Fischern die Netze zerstörte und Boote kentern ließ. Als die Netze mit Eisen verstärkt werden konnten, gelang es den Fischern in vereinter Aktion, den Fisch zu fangen. Dieser hatte jedoch eine Krone auf dem Haupt und bat mit menschlicher Stimme, ihn wieder ins Wasser zu lassen. Er würde es ihnen mit reicher Beute lohnen. Die Fischer aber waren gewitzt. Sie ließen ihn zwar ins Wasser, banden ihn jedoch mit einer Kette an den Kai, damit er ihnen nie wieder Schaden zufügen könne.

Seitdem führt Nikolaiken im Stadtwappen einen riesigen Stinthengst.

  • Berühmt ist der Ort durch die geräucherten Nikolaiker Maränen, ein wohlschmeckender Lachsfisch (Felchen), dessen Laich man im erfolgreich Bodensee ausgesetzt und weitergezüchtet hat.

Persönlichkeiten

Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. In: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4 1922. (Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).

Gisevius, Martin, student jur., zum Richter und Stadtschreiber in Nikolaiken 6./17.4.1780.

Gusevius, Stadtschreiber in Nikolaiken, zum Richter und Stadtschreiber in Domnau 4./15.9.1760.

Meden, Georg Christian, Student, zum Richter und Stadtschreiber in Nikolaiken 27.3./7.4.1761 [aus Ortelsburg].

Fotos von heute

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Nikolaiken 2010 (Bild: T. Thöniß, 2010)


Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung NIKKENKO03ST
Name
  • Nikolaiken
  • Mikołajki Quelle (${p.language})
Typ
  • Stadt (Siedlung)
w-Nummer
  • 50339
Karte
   

TK25: 2295

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Nikolaiken ( Stadt) Quelle Ort 34.1

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Fußnoten


Städte und Gemeinden im Landkreis Sensburg (Regierungsbezirk Allenstein) (Stand 1.1.1945)

Städte: Nikolaiken | Sensburg

Gemeinden:

Allmoyen | Altensiedel (Siemanowen) | Alt Gehland | Althöfen (Alt Bagnowen) | Altkelbunken (Alt Kelbonken) | Aweyden | Babenten (Babienten) | Balz (Sawadden) | Borkenau (Neu Bagnowen) | Brödienen |
Bruchwalde (Klein Bagnowen) | Buchenhagen | Bussen (Bosemb) | Bubrowko | Charlotten | Cruttinnen | Cruttinnerofen | Dietrichswalde | Dommelhof (Diebowen) |
Eckertsdorf | Eichelswalde | Eichhöhe (Kotzargen) | Eichmedien | Eisenack (Zatzkowen) | Erlenau (Olschewen) | Fasten (Fasczen) | Fedorwalde-Peterhain | Gansen (Gonswen) | Ganthen |
Giesenau (Giesewen) | Glashütte | Glognau | Gollingen | Grabenhof (Grabowen) | Groß Stamm | Groß Steinfelde | Grünbruch (Lubjewen) | Grunau | Gurkeln | Guttenwalde |
Hammerbruch (Alt Rudowken) | Heinrichsdorf (Janowen) | Hermannsruh (Glodowen) | Hirschen (Sgonn) | Choszewen A (Hohensee) | Hoverbeck (Baranowen) | Immenhagen (Mniodunsken) |
Isnothen | Jägerswalde | Jakobsdorf | Julienhöfen (Wosnitzen) | Kaddig (Krawno) | Karwen | Kersten (Kerstinowen) | Kleinort | Klein Stamm | Koslau | Kranzhausen (Sysdroywolla) | Krummendorf |
Langanken | Langenbrück | Langendorf | Lasken | Lindendorf | Lissuhnen | Lockwinnen (Wiersbau) | Lucknainen | Macharren | Maradtken | Mertinsdorf | Moythienen | Muntau (Muntowen) |
Neberg | Neu Gehland | Neukelbunken (Neu Kelbonken) | Nickelshorst (Galkowen-Nikolaihorst) | Niedersee (Rudczanny) | Peitschendorf | Pfaffendorf | Polommen | Prausken (Borowen) |
Preußenort | Preußenthal | Proberg | Prußhöfen (Burschewen) | Pustnick | Rechenberg (Kossewen) | Rehfelde | Reuschendorf | Ribben | Rosoggen | Rotenfelde (Czerwanken) | Rudwangen |
Salpia | Salpkeim | Schaden | Schlößchen | Schmidtsdorf (Schimonken) | Schniedau (Schnidowen) | Schnittken | Schönfeld (Schönfeld-Schwignainen) | Seehesten | Selbongen |
Siebenhöfen (Zudnochen) | Sixdroi (Sysdroyofen) | Sonntag | Sorquitten | Spirding | Stangenwalde (Polschendorf) | Steinhof | Surmau (Surmowen) | Talhausen (Scziersbowen) | Talten |
Tiefendorf (Bagnowenwolka) | Ukta | Wachau (Budzisken) | Wahrendorf (Prawdowen) | Warpuhnen | Weißenburg (Ostpr.) | Wigrinnen | Zollernhöhe

Gutsbezirke:

Johannisburger Heide | Spirding See


Orte in der Stadtgemeinde Nikolaiken ( Landkreis Sensburg ) Stand 1931

Orte:

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Hier wird noch gearbeitet: Der Inhalt dieses Artikel wird noch inhaltlich und/oder in der Form stark überarbeitet.

Möglicherweise wird er auch stückweise in diverse andere Artikel eingebaut.

Auf jeden Fall ist eine intensive Veränderung zu erwarten!


Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk Königsberg (Provinz Ostpreußen) Stand 1.1.1945

Stadtkreis: Königsberg

Landkreise: Braunsberg | Fischhausen | Friedland | Gerdauen | Heiligenbeil | Heilsberg | Königsberg (Land) | Labiau | Memel | Mohrungen | Preußisch Eylau | Preußisch Holland | Rastenburg | Wehlau