Schlesien/Familiennamen (Oberschlesien)
Oberschlesische Familiennamen
Nach dem Friedensschluß des deutsch- französischen Krieges kamen noch im Jahre 1871 die ersten Ankömmlinge aus Schlesien im Ruhrgebiet an. Während die ersten Zuwanderer regelrecht durch die Verwaltung der Zechen angeworben waren, kamen danach hauptsächlich Verwandte und Freunde nach, sie sprachen deutsch oder „wasserpolnisch“.
Oberschlesische Namen hinterlassen oft einen slawischen Eindruck, welches häufig auf eine Polonisierung und Tschechisierung vormals deutscher Namen seit dem 15. Jhdt. (Hussitenkriege) zurückzuführen ist.
Eine Familie aus dem Kreis Rybnik mit Namen „Nachtigall“ hieß in Polen „Slowik“ und in Tschechien „Slawik“, es hätten alles sogar Nachkommen ein und desselben Stammvaters sein können, welche vom Stammort abgeheiratet waren, egal von wo.
- Baran (Familienname)
- Bednarz (Familienname)
- Fitzek (Familienname)
- Kretschmar (Familienname) oder Kaczmarek.....
- Kaluza (Familienname)
- Kasprzyk (Familienname)
- Kowalski (Familienname)
- Kramarczyk (Familienname)
- Malcherek (Familienname)
- Matysek (Familienname)
- Piontek (Familienname)
- Scholtys (Familienname)
- Tomaszek (Familienname)
- Ulitz (Familienname)
- Wollny (Familienname)
Bibliografie
- Reiter, Die deutsch-polnischen Sprachbeziehungen in Oberschlesien
- Bahlow, Schlesisches Namenbuch, Holzner, Kitzingen
- Rospond, Nazwiska Slazzaków. Opole, 1960
- Paul Ronge, Vestische Zeitschrift 1968/70, S. 56-58
- Paul Ronge, Was oberschlesische Familiennamen erzählen, Festschrift Heimatverein Bottropp 1963, S. 80 ff.