Zahn (Familienname)
Herkunft und Bedeutung
Ein Mensch mit einem auffälligen Zahn oder einem schiefen Gebiß war das Vorbild für diesen Übernamen. Im Mittelhochdeutschen gibt es zwei Wortformen für Zahn: zant und zan (Plural zende), was sich auch im urkundlich belegten Namen Zant niederschlägt.
Die körperliche Auffälligkeit wird in Zusammensetzungen wie Breitzahn, Scharfzahn, Schartelzahn noch deutlicher. Daß jemand den Namen Zahn erhielt, weil er "mit einem Zahn auf die Welt gekommen" sei,[1] erledigt sich nach Hans Bahlow von selbst, weil erst Erwachsene einen Beinamen erhielten.
Varianten des Namens
- Zant, um 1179
- Herman Zcan, 1327 Schweidnitz
- Nickel Czan, 1428 Görlitz
- Czan, 14. Jh. Breslau
- Czyn, um 1335
- Wernher Schertilczan, 1281 Alt-Breslau
Geographische Verteilung
| Relativ | Absolut |
|---|---|
Relative Verteilung des Namens Zahn (1996)Direkt zur Karte Die Farbskala zeigt die Anzahl von "Zahn" bezogen auf je 1 Million Einträge. |
Absolute Verteilung des Namens Zahn (1890)Direkt zur Karte Absolute Verteilung des Namens "Zahn" um 1890 im damaligen Deutschen Reich Sie können die Karte innerhalb des Fensters zoomen und verschieben. |
Schlesien
Zahn (Liegnitz [11], Görlitz [5], Sagan [6], Bunzlau [5], Hirschberg [3], Schweidnitz [5], Brieg [4], Beuthen [3])
Die Zahlen in eckigen Klammern beziehen sich auf die Häufigkeit der Namen, also Görlitz [20] = 20 mal in Görlitz vorkommend, und so fort aus "den Adreßbüchern der dreißiger Jahre" der entsprechenden Städte.
Bekannte Namensträger
Sonstige Personen
Anmerkungen
- ↑ E. Schröder, S. 107
Literaturhinweise
- Hans Bahlow, Schlesisches Namenbuch (1953)
- Zahn, Wilhelm: Die Zahn aus dem Fichtelgebirge, in: Blätter für fränkische Familienkunde, Bd. 8, Heft 2, 1961, S. 53-58
Daten aus FOKO
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