Wittstock/Dosse

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Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Brandenburg > Landkreis Ostprignitz-Ruppin > Wittstock

Früherwähnung

Name

  • 12. Jhdt. Wizoka, 1251 Wizstok, 1277 Witstock [1]

Landschaftslage

Wittstock liegt auf einer von Sand und Ton gebildeten Duvialfläche, die sich von Nord her zwischen die Flußtäler der Dosse und Glinze schiebt. Die Spitze des Winkels nimmt die Burg ein. Auf beiden Seiten der Stadt bieten sich leichte Flußübergänge im Zuge des alten von Elbe und Havel ostwärts führenden Verkehrsweges. Höhe über NN. 66 Meter.

Ortsursprung

Burgwardei (948 ?. 1150, 1179). Zubehör des Bistums Havelberg etwa seit Mitte des 12. Jahrhunderts bischöfliche Grenzburg.

Stadtgründung

Erhebung zur Stadt durch Bischof Heinrich I. von Havelberg etwa 1245. Stendaler Recht mit abweichungen besonders im erbrecht seit 1248, Bestätigungen 1275 und später. Civitas seit 1248. [2]

Stadt als Siedlung

Die in Anlehnung an die Burg und die vorüberziehende Straße entstandene Siedlung wurde um 1240 planmäßig zur Stadt erweitert. Der Umriss der Stadt stellt einen unregelmäßigen Kreis dar, an den sich im Süden winkelförmig Burg und Burgfreiheit (Amt und Amtsfreiheit, 1848 eingemeindet) anschließen, das Ganze in Form eines Kreissektors. Die Straßen verlaufen von der Burg zunächst radial, gehen dann in ein Straßennetz in Gitterform über. Der rechteckige Markt bildet den Mittelpunkt der Stadt, indem er die Hälfte des mittelsten Baublocks an der Kreuzung der Hauptstraßen füllt.

Entfernung zwischen den beiden Toren in der West-Ost-Linie etwa 575 Meter zwischen der Burg und dem Tor an der Nordseite etwa 700 Meter. Ausbau der ältesten Befestigung 1275, Verstärkungen 1497, Abtragung der oberen Mauerteile 1790-92. Mauerring fast geschlossen noch 1939 vorhanden. Auf der von der Natur nicht geschützten Nordseite 2fache Wälle und 3fache Gräben, 1939 in Form von Promenaden. Von den 3 mittelalterlichen Toren mit Anfang des 16. Jahrhunderts errichteten Vorbauten (Zwingern) nur dar Gröper-Tor-Turm 1939 erhalten. Reste des Kyritzer Tors 1794, des Rödeler Tors (seit etwa 1850 Königstor) 1826 durch moderne Toranlagen (bis gegen 1870) ersetzt. Der große Brand 1716 zerstörte 2/3 der Stadt, Wiederaufbau mit teilweise breiteren Straßen.

Zunehmender Ausbau in den Vorstädten seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Besonders Burg (Schloß, später Amt) zuletzt um 1400 ausgebaut, seit Mitte des 17. Jahrhunderts im Zerfall, 1739 noch erhalten der untere Teil der Umfassungsmauern und der Turm (Amtsturm). Das Rathaus als Theatrum Crambode 1275 erweitert, Neubau mit Gerichtslaube um 1400, Anbauten Ende des 15. Jahrhunderts, 1716 teilweise durch Brand zerstört. Neubau bis 1726, durchgreifender Neubau zur Erhaltung einiger älterer Teile 1906.

Pfarrkirche St. Marien aus der 1. Häfte des 13. Jahrhunderts um 1450 erweitert zum 3schiffigen Hallenbau mit geradem Ostabschluss. Neubau des Turms 1497 - 1517, desgleichen 1704 im Barockstil. Heilig-Geist-Kirche errichtet um 1300, Turm Ende 14. Jahrhundert, erneuert 1583, nach dem Stadtbrand wiederhersgestellt 1729-31. Dabei Hospital (Beginenhaus), 1719 abgebrannt, 1748 wieder aufgebaut. St.-Annen-Kirche oder -Kapelle mit Hospital erbaut 15. Jahrhundert, 1584 bis 2. Hälfte 17. Jahrhundert gottesdienstlich benutzt, 1751 als Ruine abgerissen. St.-Jürgen-Kapelle mit Hospital vor dem Kyritzer Tor 13. Jahrhundert urkundlich zuerst 1364 genannt, abgebrochen 1583. St.-Gertruds-Kapelle mit Hospital vor dem Rödeler Tor gegründet 1464-66, eingegangen 17. Jahrhundert. 2 Kapellen am Kirchhof der Marienkirche, davon die jüngere um 1510, beide 1848 abgebrochen. [3] [4]

Anzahl der Wohnhäuser

  • 1719 in der Stadt 422 Häuser, 1750 insgesamt 516 Häuser. 1800 dann 534 Häuser und 1850 bereits 663 Häuser

Bevölkerung

Herkunft der Bevölkerung

Die ältesten Familiennamen weisen vielfach nach der Altmark

Einwohnerzahlen

Um 1570 etwa 2.000 bis 2.500 Einwohner, um 1645 etwa 500 Einwohner, 1697 wiederum etwa 2.100 Einwohner, 1730 dann 2.462 Einwohner (davon 507 Männer, 526 Frauen, 4 77 Söhne und 533 Töchter, 125 Gesellen, 56 Knechte, 62 Jungen, 176 Mägde), inm Jahr 1800 über 3.000 Einwohner, 1838: 3.855 Einwohner (E.), 1820: 4.622 (E.), 1832: 5.567 (E.), 1840: 6.205 (E.), 1852: 6.810 (E.), 1861: 7.239 (E.), 1867: 7.638 (E.), 1880: 7.255 (E.), 1890: 7.384 (E.),1905: 7.574 (E.), 1910: 7.606 (E.), 1925: 7.581 (E.), 1933: 8.318 (E.)

Seuchen

Pest: 1690 (etwa 100 Tote), 1630-31 (etwa 100 Tote), 1636 (305 Tote), 1638 (1.599 Tote)

Bevölkerungsverzeichnisse

Sprache

  • Latein als Amtssprache des Rates in Urkunden im 13. Jahrhundert
  • Niederdeutsch als Amtssprache in Urkunden ab dem 13. Jahrhundert
  • Plattdeutsch als Mundart in der Umgangssprache noch im 19. Jahrhundert

Allgemeine Information

Politische Einteilung

Stadtteile

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen

Geschichte

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Fußnoten

  1. Quelle: Dr. Wilhelm Polthier, Bibliotheksrat, Berlin - Zehlendorf: "Kyritz 1939"
  2. Quelle: Liesegang, E.: Zur Geschichte des Stendaler Rechts in Wittstock und Kyrnitz (Forsch. z. brandenb.-preuß. Gesch. Bd. 5, 1892)
  3. Quelle: Polthier, C.: Vom alten Rathaus in Wittstock (1905)
  4. Quelle: Die Kunstdenkmäler der Prov. Brandenburg Bd. 1 Heft 2 (1907) S. 226-78.
  5. Quelle:Polthier, W.: Alte Wittstocker Familien in Die Heimat, Wittstock 1927-33

Internetlinks

Zufallsfunde

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung WITSSEJO63GD
Name
  • Wittstock/Dosse
Typ
  • Stadt (Gebietskörperschaft) (2003-10-26 -)
Einwohner
Postleitzahl
  • 16909 (2003 -)
externe Kennung
  • opengeodb:26332
  • wikidata:Q159572
Webseite
Gemeindekennziffer
  • 12068468 (2003-10-26 -)
Karte
   

TK25: 2841

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Ostprignitz-Ruppin (2003-10-26 -) ( Landkreis) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Neu Kölln, Neu Cölln
         WohnplatzGemeindeteil
COLLLNJO63EG (2003-10-26 -)
Tetschendorf
         WohnplatzGemeindeteil
TETORF_O1931 (2003-10-26 -)
Alt Daber, Forstetablissement Alt Daber
         Wohnplatz
DABBERJO63GE (2003-10-26 -)
Am Damm
         Wohnplatz
AMDAMMJO63HF (2003-10-26 -)
Dudel
         Wohnplatz
DUDDEL_O1931 (2003-10-26 -)
Ernstenswille
         Wohnplatz
ERNLLEJO63GB (2003-10-26 -)
Kuhlmühle
         Mühle
KUHHLE_O1931 (2003-10-26 -)
Scharfenberg
         Wohnplatz
SCHERG_O1930 (2003-10-26 -)
Walkmühle
         Wohnplatz
WALHLE_O1931 (2003-10-26 -)
Bauhof
         Wohnplatz
BAUHOFJO63FD (2003-10-26 -)
Brausebachmühle, Neue Walkmühle bei Neuendorf
         Wohnplatz
BRAHLEJO63GD (2003-10-26 -)
Charlottenhof
         Wohnplatz
CHAHOFJO63FC (2003-10-26 -)
Dunkelsruh
         Wohnplatz
DUNRUHJO63FD (2003-10-26 -)
Friedrichsgüte, Kolonie Friedrichsgüte
         KolonieWohnplatz
FRIUTEJO63GC (2003-10-26 -)
Friedrichsgüter Mühle, Mühle Friedrichsgüte, Alte Walkmühle
         Wohnplatz
FRIHLEJO63GC (2003-10-26 -)
Glashütte, Glashütte Gadow
         Wohnplatz
GLATTEJO63HC (2003-10-26 -)
Griebsee
         Wohnplatz
GRISEEJO63HE (2003-10-26 -)
Gustavsruh
         Wohnplatz
GUSRUHJO63EG (2003-10-26 -)
Heinrichsdorfer Siedlung
         Wohnplatz
HEIUNGJO63FF (2003-10-26 -)
Karl-Marx-Hof
         Wohnplatz
KARHOFJO63EF (2003-10-26 -)
Karstedtshof
         Wohnplatz
KARHOFJO63FC (2003-10-26 -)
Lüttchendosse, Lütkendosse, Lüttgendosse
         Wohnplatz
LUTSSEJO63GB (2003-10-26 -)
Neu Biesen
         Wohnplatz
NEUSENJO63FE (2003-10-26 -)
Neuendorf
         Wohnplatz
NEUORFJO63GD (2003-10-26 -)
Rheinsberger Siedlung
         Wohnplatz
RHEUNGJO63GD (2003-10-26 -)
Rote Mühle
         Wohnplatz
ROTHLEJO63FE (2003-10-26 -)
Scharfenberger Mühle
         Mühle
SCHHLEJO63FD (2003-10-26 -)
Scharfenberger Ziegelei
         Wohnplatz
SCHLEIJO63FD (2003-10-26 -)
Sudrowshof
         Wohnplatz
SUDHOFJO63GE (2003-10-26 -)
Freyenstein
         FleckenOrtsteil
FREEI1JO63EG (2003-10-26 -)
Wittstock/Dosse
         Stadt
WITSSEJO63FD (2003-10-26 -)
Gadow
         DorfOrtsteil
GADDO1JO63HC (2003-10-26 -)
Niemerlang
         DorfOrtsteil
NIEAN1JO63EF (2003-10-26 -)
Christdorf
         DorfOrtsteil
CHRORFJO63FB (2003-10-26 -)
Fretzdorf
         DorfOrtsteil
FREOR1JO63GB (2003-10-26 -)
Dossow
         DorfOrtsteil
DOSSO1JO63GC (2003-10-26 -)
Goldbeck
         DorfOrtsteil
GOLEC1JO63GD (2003-10-26 -)
Zootzen
         DorfOrtsteil
ZOOZE1JO63HD (2003-10-26 -)
Dranse
         DorfOrtsteil
DRANS1JO63HE (2003-10-26 -)
Berlinchen
         DorfOrtsteil
BERHENJO63GF (2003-10-26 -)
Schweinrich
         DorfOrtsteil
SCHIC1JO63HE (2003-10-26 -)
Sewekow
         DorfOrtsteil
SEWKOWJO63HF (2003-10-26 -)
Zempow
         DorfOrtsteil
ZEMPOWJO63IF (2003-10-26 -)
Rossow
         DorfOrtsteil
ROSSO1JO63GB (2003-10-26 -)
Wulfersdorf
         DorfOrtsteil
WULOR1JO63FF (2003-10-26 -)
Biesen
         DorfOrtsteil
BIESE1JO63FE (2003-10-26 -)
Babitz
         DorfOrtsteil
BABIT1JO63GE (2003-10-26 -)
Groß Haßlow
         DorfOrtsteil
GROLOWJO63GE (2003-10-26 -)
Klein Haßlow
         DorfOrtsteilGemeindeteil
KLELO1JO63GE (2003-10-26 -)
Randow
         DorfOrtsteilGemeindeteil
RANDO1JO63GE (2003-10-26 -)
Allmannskniep, Ackerfelde
         DorfOrtsteilGemeindeteil
ACKLD1JO63EF (2003-10-26 -)
Eichenfelde
         DorfOrtsteilWohnplatz
EICLDEJO63FF (2003-10-26 -)
Heinrichsdorf
         DorfOrtsteilWohnplatz
HEIORFJO63FF (2003-10-26 -)
Siebmannshorst
         WohnplatzOrtsteilWohnplatz
SIERSTJO63GD (2003-10-26 -)
Rothe Mühle
         Mühle
ROTHL1JO63FE (2003-10-26 -)
Vorwerk Scharfenberg
         Wohnplatz
VORERGJO63FD (2003-10-26 -)
Försterei Friedrichsgüte
         Forsthaus
FORUTEJO63GC (2003-10-26 -)
Försterei Zempow
         Forsthaus
FORPOWJO63IF (2003-10-26 -)


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