Herforder Chronik (1910)/239
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Im Jahre 1850 hatte sich der alte Turm so baufällig erwiesen, daß man ihn niederlegen mußte. Nur sein unterster Teil, ein aus meterdicken Mauern bestehender Hohlraum wurde erhalten und diente als Küche im Ernstschen Hause. An der Außenseite dieses Steinblocks, im Hausgange, findet sich ein
Der Marktturm. Nach einer Zeichnung von Ad. Ernst.
Kopf eingemauert, der von der Bildsäule des hl. Nikolaus stammen soll. Dieser zwar zum Ernstschen Hause gehörige, aber von einem Teile des Nachbarhauses überbaute Turmrest wurde nach dem letzten Brande der Häuser von Menckhoff und Breitenbach (1909) wieder sichtbar, 1910 jedoch zur Hälfte entfernt.
Das städt. Museum bewahrt das kolossale Stein-Zifferblatt der Uhr vom Spielturm (s. Ludorff Taf. 53), sowie die Turmspitze mit Kreuz und Wetterhahn.
