Der Kreis Soest besteht seit 1815. Vorläufer des Kreises Arnsberg war ein Teil des Herzogtums Westfalen .
Wappen
Beschreibung:
Im gespaltenen silbernen Schild vorn ein aufgerichteter roter Schlüssel mit nach außen gerichtetem Bart, hinten ein durchgehendes schwarzes Kreuz, das mit einer fünfblättrigen roten Rose mit goldenen Butzen und goldenen Kelchblättern belegt ist.
Nach dem "Westfalenlexikon 1832 - 1835 umfaßte der Kreis Soest einen Teil des vormaligen Herzogtums Westfalen, 1815 die Verwaltungsbezirke Oestinghausen, Körbecke und Werl.
die Stadt Soest
die Soester Börde
Gebiet
1832/35 umfasste das Kreisgebiet 8 5/10 Q-Meilen und lag auf dem 51° 25` und 51° 40` nördlicher Breite und 25 ° 30` und 25 ° 55` östlicher Länge. Es erhob sich im Norden auf 65 m, im Süden bis zu 413 m (Phankopf) und umfasste neben 2 Städten auch 6 Ämter und 104 Landgemeinden.
Bevölkerung
1817 bewohnt 37.281 Einwohner, nämlich 15.185 Evangelische, 21.678 Katholiken und 418 Juden. Im Kreis Soest legen auf 8,86 Q-Meilen 38.130 Menschen.
Gebäude
1832 - 1835: An Gebäuden waren vorhanden: 58 Kirchen, 75 zu Staats- und Kommunalzwecken, 5.853 Wohnhäuser, 140 Fabriken, Mühlen und Magazine, 4.059 Ställe, Scheunen und Schoppen
1. 1832/35: Soest: Justiz-Komiss. Lenze u. L. und Stadtger.- Assessor Dreckmann
2. 1832/35: Werl: Beigeordneter Knoop
Landgemeindevertreter
1. Soest: Bürgermeister Weimann zu Lohne
2. Werl: Bürgermeister Fickermann
3. Weslarn: Bürgermeister Pilger
4. Berwicke: Beigeordneter: von Klocke zu Borghausen
5. Körbecke: Bürgermeistereiverwalter Rocholl
Landtag
1832 Der Soester Landtag setzte sich 1832 aus Vertretern der Städte, den landtagsfähigen Rittergütern im Kreis und Vertretern des Kreises zusammen, zumindest bis 1870.
Gebietsänderungen
Zum 01.01.1819
Am 01.01.1819 wurden vom Kreis Soest abgetrennt die Kirchspiele Belecke, Allagen, Hirschberg Mülheim und Warstein uns an den Landkreis Arnsberg abgegeben.
Vom Landkreis Arnsberg erhielt der Kreis Soest die Kirchspiele Werl, Bremen, Büderich, Scheidingen und Westönnen.
Weiterhin erfolgte die Abtrennung des Kirchspiels Mellrich an den Landkreis Lippstadt.
Weitere Veränderungen
01.04.1826 Eingliederung der Dörfer Wickede und Wiehagen aus dem Landkreis Hamm.
um 1890 Abtrennung eines Gemeindeteils der Gemeinde Niederense (Oberförsterei Himmelpforten) an den Landkreis Arnsberg.
Verwaltungsstruktur
Amtsgebiete
Der Kreis bestand ursprünglich neben den genannten beiden Städten Soest und Werl auch aus 6 Ämtern, nämlich
52.755 Einwohner (22000 Ev., 30000 Kath., 530 Jud.).
Landschaft: Der Boden ist wellig und sehr fruchtbar, besonders die Soester Börde, welche den Nordteil vom Kreis bis zur Lippe einnimmt. 1895 war das Ziel den Holzmangel zu beseitigen.
Wirtschaft: Torfabbau und die Steinkohle vom Kreis Dortmund. Salzquellen zu Werl und Sassendorf. Der Kreis wird durchschnitten von 4 Eisenbahnlinien.
Auszug aus dem Adressbuch für Rheinland-Westphalen [1834]
innerhalb des Adressbuches des Regierungsbezirkes Arnsberg = Adressbuch des Kreises Soest
Bibliografie
Allgemeines
Statistik des Kreises Soest. 309 S, Essen, Baedeker, 1881.
Der Kreis Soest in: Deutschlands Städtebau. 100 S. Berlin-Halensee, Dariverlag, 1930.
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Soest, ein Heimatbuch und Führer durch Stadt und Börde. 207 S. 1. Auflage von Gustav Wolf. 4. Auflage von Senator a. D. Dr. Sch'wartz, Soest, Selbstverlag der Stadt. 89 Abbildungen. 1936.
Landeskunde
Pieper: Der westfälische Hellweg, seihe Landesnatur, Verkehrsstellung und Kleinstädte. 111 S. Münster, 1928.
Köster, Die Soester Börde, das Territorium der Stadt Soest. 1281—1809. 80. S. Dissertation. Münster, 1932.
Naturkunde
Bärtling; Erläuterungen zur geologisch-agronomischen Karte der Umgegend von Soest. Berlin, 1909.
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Volkskunde
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Wallmeyer: Das Bauernhaus am mittleren Hellweg. 78 S., 54 Abb., 6 Zeichnungen, 8 Karten. Münster, Aschendorff, 1939.
Zuebonsen, Die Sage von der Völkerschlacht der Zukunft am Birken-baüm. 111 S. Köln, Bachern, 1897.
Lotze, Sagen der Haar und Börde. 168 S. Soest, Blank, 1927.
HolthausenDie Soester Mundart. 37 S. Norden u. Leipzig, 1886.
Geschichte
Barthold, Soest, die Stadt der Engern. 355 S. Soest, 1855.
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Klocke, von, Studien zur Soester Geschichte, Band I und II, 196 S. und 469 S. Soest, Rochol, 1927 und 1928.
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Rechts- und Verfassungsgeschichte
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Kirchengeschichte
Rothert, Hugo, Das Patroklistift zu Soest. 93 S. Dissertation, 1914.
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Schwartz, Geschichte der Reformation in Soest. 528 S. 32. Abb. .2 Karten. Soest, Rocholsche Ruchdr., 1932.
Kunstgeschichte
Schmitz, Hermann: Soest (Band 45: Berühmte Kunststätten). 143 S.-114 Abb. Leipzig, E. A. Seemann, 1908.
Nissen, Robert, Soest. (Sammlung: Deutsche Lande, deutsche Kunst). 68 S. Berlin, Deutscher Kunstverlag, 1931.
Aldenkirchen, Die mittelalterliche Kunst in Soest. 39 S„ 8 Tafeln. Bonn, 1875. -
Burmeister-Hege, Westfälische Dome. (Sammlung: Deutsche Dome). Darin: Patroklus und Wiesenkirche. 88 S. 120 Tafeln. Berlin, Deutscher Kunstverlag, 1936. .
SchmitzHermann: Die mittelalterliche Malerei in Soest. 148 S., 16 Tafeln. Münster, Coppenrath, 1906.
Geisberg, Max: Heinrich Aldegrever. 13 S. Text, 87 Abb. (Westf. Kunsthefte, Band IX.) Dortmund, Ruhfus, 1939.
Periodika
Zeitschrift des Vereins für die Geschichte von Soest und der Börde. 60 Hefte. Stadtarchiv Soest.
Heimatkalender des Kreises Soest. Soest, „Rocholsche" Buchdruckerei. Gesamtverzeichnis der ersten 20 Jahrgänge im " Jahrgang 1941.