Bergmann (Hof)

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Übersicht

Anschrift:                  
Alte Anschrift:              Fiestel Nr.9/ Nr. 5 
Heutiger Eigentümer:        
Heutige Nutzung:     
Namensformen:                Berchman
Namensursprung:              Jemand, der an oder über dem Berge wohnt.
Weitere Hofnamen:           
Erste Erwähnung:            
Früherer Hofstatus:          Vollerbe, dem Domkapitel hörig
Koordinaten N/O:

Entwicklungsgeschichte

Fränkische Zeit

Hochmittelalter

Spätmittelalter

Frühe Neuzeit

Reformation und Glaubensspaltung

Im Viehstandsregister wird der Hof als Berrichman erwähnt, [1] 1561 dann Berchmann.[2]

Im Jahre 1601 bewirtschaften Jacob Bergmann mit Sohn Cordt und Tochter Thale den Hof.[1]

Während des Dänisch-niedersächsischen Krieges hielt der schon 1625 vom protestantischen Rat der Stadt Osnabrück gewählte katholische Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg die Stadt 1628 unter Belagerung. Nach seinem Einzug erzwang er die Aufnahme einer Besatzung von 1.600 Mann und begann den Bau der Petersburg als Verteidigungsanlage.[3] Zur Finanzierung verlangte er von der Stadt eine wöchentliche Kontributionszahlung von 3.000 Reichstalern, die von den Vögten eingetrieben wurden. Die Belastungen für die Höfe im Kirchspiel Wallenhorst waren also sehr hoch und viele dürfen in dieser Zeit als mehr oder weniger verarmt gelten. Im Kontributionsregister für die Wochen ab September 1628 zahlt Berchman für alle 12 Wochen und darf daher als zahlungsfähig gelten.[4] Für die Zeit zwischen dem 9. Dezember 1628 und Ostern 1629 (15. April) leistete Berchman ebenseo für alle 18 Wochen seine Zahlungen, und darf daher auch für diesen Zeitraum als zahlungsfähig gelten.[4] Für die Zeit ab Ostern 1629 hatten Vollerben sieben Schillinge zu zahlen und für die folgenden 55 Wochen zahlte Bergman voll.[5]

Moderne

Im Jahre 1772 war Trame dem Domkapitel hörig. Im Rahmen der Landvermessung des Fürstbistums Osnabrück durch Johann Wilhelm duPlat 1784-1790 wurde das Vollerbe Bergmann mit 14 Maltern, 2 Scheffeln und 24 Qudratruthen vermessen, was einer Fläche von 20,03 Hektar entspricht.[6]

20. Jahrhundert

Der Hof umfasste im Jahre 1913 eine Fläche von 24 Hektar.[1]

Gebäude und Bewohner

Leibzucht

Im Jahre 1601 sind in der Leibzucht Thale und die Hüsselte Fenne untergebracht.[1]

Kotten

Nach der Befreiung von den napoleonischen Truppen wurde im Kirchspiel Wallenhorst eine Armenkommission zur effektiveren Unterstützung der Armen eingerichtet.[7] Aus den in Kollekten gesammelten Mitteln wird 1817 der in Bergmanns Kotten wohnenden Elisabeth Macke eine Unterstützung bewilligt.

Viehstand

  • 1557: 2 Kühe, 1 Rind, 18 Schafe, 2 Schweine, 2 Pferde.[1]
  • 1561: 4 Kühe, 3 Rinder, 20 Schafe, 5Schweine, 3 Pferde[2]

Ahnengalerie

Wenn nichts weiter vermerkt ist, so sind die Personen in ihren Heimatorten geboren (*) und in ihren eingeheirateten Gemeinden verstorben (+), in der Regel zu Hause. Sie sind in der katholischen St. Alexander Kirche in Wallenhorst getauft (~) und getraut (OO) und auf dem Friedhof in Wallenhorst begraben ([]) worden. Gibt es nur ein Geburtsjahr, so wurde es aus dem Sterbealter errechnet. Eine Jahresangabe mit der Bezeichnung „um“ gibt jeweils eine Schätzung wieder! Die Familiennamen sind in der zuletzt üblichen Form geschrieben. Die Zeichen */~ und +/[] können beide oder auch nur ein Datum nennen.

Gerard BERGMANN */ um ~02.1690

  • OO I. 05.11.1720 Anna Elisabeth Wulftange */~ 21.10.1692, +/[] um 1728 (Kirchenbuchlücke, siehe auch Wulftange_(Hof)#Ahnengalerie #2c))
  • Kinder:
    • Franz Henrich */~ 02.09.1721
    • Joan Gerd */~ 19.04.1723, +/[] 19.07.1778 , OO 03.11.1748 Anna Maria Werries */~ 05.04.1731 Lechtingen, +/[] 13.04.1770. Anerbe.
  • OO II. 22.05.1729 Anna Elsabein Borchels
  • Kinder:
    • Joan Stephan */~13.01.1729
    • Joan Georg */~15.09.1732
    • Anna Maria Elisabeth */~ 31.01.1735
    • Joan Bernard */~ 06.03.1738


Joan Gerd BERGMANN */~ 19.04.1723, +/[] 19.07.1778, OO 03.11.1748 Anna Maria Werries */~ 05.04.1731 Lechtingen, +/[] 13.04.1770 (sie ist die Tochter von Joan Bernard Werries und Catharina Maria Sprehe (siehe Werries_(Hof)#Ahnengalerie #3b)

Kinder:

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Gerard Henrich Bergmann geb. Wulfetange

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Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Jellinghaus, Hermann (1924): Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück, J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.
  2. 2,0 2,1 Albers, Andreas (2016): Ein Viehschatzregister aus dem Jahre 1561, in: Bürgerverein Wallenhorst e.V. (Hrsg.), Wallenhorster Geschichten, Band 3, S. 27-33, Druckhaus Bergmann GmbH, 2016, ISBN 978-3-9815941-2-6.
  3. Joseph, Martin (1998): Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg: 1618-1648 Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens, Hrsg. Gemeinde Wallenhorst, Steinbacher Druck, Osnabrück.
  4. 4,0 4,1 Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703, Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 31 als Digitalisat bei Arcinsys Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  5. Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653, als Digitalisat bei Arcinsys
  6. Pott, Josef (2000): Die Landwirtschaft in der Hollager Mark. in: Arbeitskreis 750 Jahre Hollage (Hrsg): Hollage - so wie es ist und war. Weser-Ems-Informationen Verlagsgesellschaft mbH, Osnabrück.
  7. Albers, Andreas (2016): Von den Armen und Armenjägern in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Gemeinde Wallenhorst (Hrsg): Wallenhorst: Ortsgeschichte in Schlaglichtern. Druckhaus Bergmann, Osnabrück, ISBN 978-3-9815941-6-4.