Fiestel
Hierarchie
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Niedersachsen > Landkreis Osnabrück > Wallenhorst > Hollage > Fiestel
Einleitung
Die Bauerschaft Fiestel wird zunächst als Personenname im Hochmittelalter erwähnt. Wichmannus de Visle ist 1182 Zeuge eines das Kloster Oesede betreffenden Rechtsgeschäftes.[1] Johannes de Visle wird 1216 als Zeuge genannt und ein Jahr später als Vormund der Kinder seines Bruders Berthold.[1] Als Ortsname wird der Ort Fiestel im Einkünfteverzeichnis des Dompropstes Lentfried um 1200 erwähnt.[1] Der Name leitet sich von Viselo her und bedeutet Rinnsal.[2]
Als Wohnplatz bzw. Bauerschaft lag Fiestel nördlich des Hollager Berges und bestand aus den Vollerbenhöfen
- Bergmann,
- Remme zu Fiestel,
- Witte und
- Wulftange sowie dem
- Erbkötter Schlüter_(Hof).
Es gibt Hinweise darauf, dass auch der Erbkötter Brankamp seinen Ursprung in Fiestel hatte.
Die Bezeichnung dieser Bauernschaft hatte im Laufe der Jahrhunderte wechselnde Schreibweisen, so unter anderem Visle, Vystell und Pfiestel. Der Remmen-Esch gilt als älteste Ackerflur der Fiesteler Höfe. Von den Höfen, die ursprünglich zwischen Fürstenauer Weg und der jetzigen Egbersstraße die Urbesiedlung von Visle bildeten, erreichte man die Ackerflur des Remmen-Esch über den Weg, der heute als Fiesteler Straße bekannt ist. Die Landvermessung durch Johann Wilhelm Du Plat von 1784 bis 1790 dokumentiert, dass der Remmen-Esch damals an der heutigen Ziegeleistraße endete. Dort begann die gemeine Mark, also der frei verfügbaren Boden, dessen Nutzung genossenschaftlich geregelt war. Die Mark wurde in der Zeit ab dem 13. Jahrhundert durch Erbkötter besiedelt, später wurden in der freien Mark Markkötterstellen vergeben.
Allgemeine Information
Politische Einteilung
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
- Die Bauerschaft Fiestel war eine Bauerschaft im Kirchspiel Wallenhorst.
Geschichte
Anmerkungen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Albers, Andreas (2016): Die ältesten Nachrichten, in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Gemeinde Wallenhorst (Hrsg): Wallenhorst: Ortsgeschichte in Schlaglichtern. Druckhaus Bergmann, Osnabrück, ISBN 978-3-9815941-6-4.
- ↑ Jünemann, Kurt (1980): Aus der Geschichte von Wallenhorst in: Heimatbund Osnabrücker Land e.V. (Hrsg), Wallenhorst: Eine Neubildung aus vier alten Gemeinden, Druckerei Pfotenhauer, Ankum, S. 26-45.
Weitere Webseiten
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Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | FIETELJO32XI | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Name |
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| Typ |
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| Postleitzahl |
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| Karte |
TK25: 3613 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Hollage (- 1972-06-30) ( Gemeinde) Wallenhorst (1972-07-01 -) ( Gemeinde) |
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| Untergeordnete Objekte |
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