Webtrees Handbuch/Genealogischer Prozess

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Genealogischer Prozess

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Persönlicher Ahnenforschungsprozess


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Allgemeiner Ahnenforschungsprozess


Das Ziel der persönlichen Ahnen- und Familienforschung besteht, wie in der ersten Abbildung gezeigt, darin, dass Informationen aus unterschiedlichsten Quellen herausgesucht, gesammelt und ausgewertet werden um diese dann zu filtern und mit bereits Bekanntem zu verknüpfen und so den Zusammenhang der Verwandtschaft des Ahnenforschers oder etwa auch der ehemaligen Bewohner eines Ortes zu präsentieren. Wenn viele Ahnenforscher das selbe tun, dann entstehen viele solcher persönlichen Stammbäume, die sich in einem fortgeschrittenen Grad der Forschung immer mit den Stammbäumen anderer Forscher überdecken werden.

Daher liegt es nahe sich mit anderen Forschern auszutauschen oder sogar von vorneherein kooperativ zu arbeiten. Der Ansatz von webtrees liegt darin genau das zu unterstützen. Mehrere Ahnenforscher können gemeinsam an einem Stammbaum arbeiten. Doppelte Arbeit entfällt und die Qualität kann gesteigert werden indem mehrere Personen mit ihrem Blick auf die Daten eventuelle Ungereimtheiten entdecken oder fehlende Informationen identifizieren.

Die Zusammenarbeit kann man, wie in der zweiten Abbildung gezegt, natürlich noch in einem stärkeren Ausmass kooperativ betreiben. Zum einen kann eine sehr große Forschergemeinschaft die Quellen viel effizienter erschließen. Anstatt dass jeder einzelne Forscher aus einem alten Kirchenbuch nur diejenigen Einträge heraussucht, die ihn gerade interessieren, ist es auf Dauer sinnvoller, dass etwa ein Kirchenbuch von einer Gruppe von Forschern in einem Zug komplett erfasst und dann allen anderen Forschern zur Verfügung gestellt wird. Solche Crowd-Sourcing-Aktionen laufen seit einigen Jahren sehr erfolgreich, da inzwischen die Zusammenarbeit zwischen engagierten Forschern dank des Internets und der Vielzahl an dort bereit gestellten Anwendungen sehr viel einfacher geworden ist. Es laufen Projekte zur Erfassung der Daten auf allen Grabsteinen weltweit, Kirchenbücher verschiedener Orte werden in Ortsfamilienbüchern erfasst, die deutschen Verlustlisten aus dem Ersten Weltkrieg mit etwa 8,5 Millionen Einträgen wurden von zuletzt etwa 800 Freiwilligen abgeschrieben und so für die Suche durch alle anderen Forscher zugänglich gemacht. Dies sind nur einige wenige von vielen Beispielen, so dass irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft damit gerechnet werden kann, dass ein großer Teil der heute noch erhaltenen Quellen tatsächlich digital erfasst und dann auch einfach durchsuchbar sein wird.

Zum anderen gibt es derzeit vier größere Aktionen mit dem Ziel die Ergebnisse der Forschungsarbeit nicht in isolierten Stammbäumen zu präsentieren, sondern an einer zusammengeführten Darstellung zu arbeiten, einem Welt-Familienbaum. In den Projekten Geni, FamilySearch FamilyTree, WikiTree und WeRelate arbeiten viele tausende von Forschern daran ihre Stammbäume miteinander zu verschmelzen und gemeinsam für eine gute Qualität zu sorgen; ein Prozess ähnlich dem, der bei der wikipedia verwendet wird.

Allerdings gibt man bei den Welt-Familienbäumen die Hoheit über die erforschten Daten auf und ist bei der Qualität darauf angewiesen, dass alle anderen Mitwirkenden einen vergleichbaren Standard anstreben. Daher hat der Ansatz von webtrees einen großen Charme. Zum einen wird die Kooperation mehrer Ahnen- und Familienforscher unterstützt und zum anderen behält man die volle Hoheit über die Daten. Und man kann im Gegensatz zu den öffentlichen Welt-Familienbäumen auch die noch lebende Verwandtschaft erfassen, deren Daten aber dabei besonders gut schützen.

Genealogische Datenstrukturen


Im folgenden werden die wichtgsten Datenstrukturen vorgestellt, die bei der Ahnenforschung wichtig sind. Es wird jeweils gezeigt wie diese Strukturen in webtrees erfasst und dargestellt werden können.

Personen und Familien


Beziehungen


Namen


Orte


Zeitpunkte und -spannen


Ereignisse


Fakten


Quellen


Archive