Leyendecker

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Der Kircherhof in Gruiten (Ort in Haan), ganz mit Schiefer verkleidet und gedeckt.

Berufsbezeichnung

Ein Leyendecker, auch Leiendecker [1] [2]oder Leidecker [3] ist jemand, der Dächer mit Schiefer (lei(e) = mhd. für Schiefer[4]) bedeckt, also ein spezialisierter Dachdecker (= Schieferdecker).

Insbesondere im Bergischen Land wurden und werden nicht nur Dächer mit Schiefer gedeckt, sondern oft ganze Häuser mit Schiefer verkleidet.

Aus dem Berufsnamen entwickelte sich der Familienname Leyendecker.

Benutzte Literatur, Anmerkungen

  1. Erich Wasmansdorff: Alte deutsche Berufsnamen, Görlitz 1935.
  2. GRIMM, Jacob und GRIMM, Wilhelm: Das Deutsche Wörterbuch, 16 Bände (in 32 Teilbänden), Leipzig, 1854-1960.
    Andere Versionen:
    Der Digitale Grimm: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, 1. Auflage, Juli 2004. ISBN 3-86150-628-9
    Online-Version: http://www.dwb.uni-trier.de/ (18.03.2006)
  3. Klaus-J. Lorenzen-Schmidt: Lexikon historischer Berufe in Schleswig-Holstein und Hamburg, (=Kleine Schriften des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins, 2), Kiel 1995.
  4. Matthias von Lexer: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, 35. Auflage, mit neubearbeiteten und erweiterten Nachträgen, Stuttgart 1979.
    Uni Trier, Online-Version: http://germazope.uni-trier.de/Projects/MWV/wbb