Catalogus communicantium

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Catalogus communicantium

Als Catalogus kommunicantium wurde von den Geistlichen eine Liste bezeichnet, in der alle Kommunikanten eines Kirchspiels erfaßt wurden. Nicht erfaßt wurden Kinder unter 12 Jahren, da diese noch nicht die Erstkommunion erhalten hatten. Aufgeschrieben wurden auch nicht Andersgläubige wie z. B. Juden. Kinder unter 12 Jahren unterlagen auch nicht der Kopfsteuer. Diese Listen wurde in Form von Haushaltsaufzählungen erstellt und enthielten unter anderem Angaben über den Familienstand und das Alter der Familienmitglieder, der Verwandten im Haushalt und des Haushaltspersonals.


Beurteilung: Stellt man diese Kommunikanten verzeichnisse aus den kirchlichen Archiven zusammen, lassen sich aus deren zeitlicher Verdichtung eigenständige Familienprofile eines ganzen Kirchspiels für einen überschaubaren Zeitraum unter verschiedenen Aspekten erstellen, welche sich begrenzt für historisch – demographische Untersuchungen eignen. In dieser Kombination eine interessante Quelle nicht nur zur Kontrolle und Vervollständigung von Familienrekonstruktionen durch Kirchenbücher und Anlage von Familienbüchern. Für das 17. und 18. Jhdt. eignet sich diese Quellenkombination ebenfalls zur Rekonstruktion städtischer Bevölkerung. Eine interessante Ergänzung zu Nomina parochianum als Hauptquelle und zum Status animarum.--bodo-stratmann 10:09, 14. Jun 2005 (CEST)