Glashütte Orzesche
geographische Lage
Die Glashütte Orzesche liegt in der Nähe der Gardawitzer Glashütte (Moscisk), Mokrau, Glashütte und Zawada.
Einführung
Im Jahre 1719 baute der Besitzer des Ritterguts in Orzesche, Graf Johannes Franziskus Kamienski, an den östlichen Ufern des Flusses Bierawka, eine Glashütte, für die er einen Glasmeister aus Glatz oder Oppeln eingestellt hat. Damals war es die zweite Glashütte in Oberschlesien, nach der im Jahre 1692 erbauten Glashütte in Mokre (nach einer polnischen Internetseite zur Geschichte von Orzesche).
Nach E.v.Czihak[1] zählt sie zu den ältesten Glashütten Oberschlesiens und gehörte 1763 einem Herrn von Woisky, arbeitete mit einem Glasmeister und drei Gesellen.
Auch Fechner [2] zählt Orzesche zum Kreis der älteren Glashütten Schlesiens wie Schreiberau (zwei Hütten), Wiesau, Freudenberg, Kaiserswalde, Leschzin, Mokrau, Glashütte und Myslowitz, Glashütte
Glasmacher / Glasmeister
1763 heiratet Theresia, Tochter des Glasmeisters Joseph Handschur (der Ältere) Adolph Paul Kroll
1768 lassen die beiden ihre Tochter Johanna taufen
1768 und 1771 läßt (ihr Bruder), der spätere Glasmeister von Busow (Budzow) Joseph Handschur (der Jüngere) zwei Kinder in Orzesche taufen
Die Sippe Handschur wechselt um 1770 nach Busow (Budzow)
1801 heiratet der Glasmeister Michael Greiner aus Orzesche in Skrzidlowitz die Tochter Maria des Glasmeisters Franz Schier von der Skrzidlowitzer Glashütte
(zwischen 1802 und 1826 lassen sie dort 11 Kinder taufen)
Literatur
- ↑ Lit.: E. v. Czihak: Schlesische Gläser, Eine Studie über die schlesische Glasindustrie früherer Zeit nebst einem beschreibenden Katalog der Gläsersammlung des Museums schlesischer Altertümer zu Breslau, Breslau 1891; hier: Seite 29
- ↑ Lit.: Prof.Dr.H.Fechner: Die schlesische Glasindustrie unter Friedrich dem Großen und seinen Nachfolgern bis 1806 Breslau 1892 erschienen im Band 26 der Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Altertum Schlesiens
siehe auch
Alte Glashütten in Oberschlesien und Glasmeister in Oberschlesien