Lennep
Hierarchie
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Düsseldorf > Remscheid > Lennep
Name
Linnepe (um 1150, 1239), Linnefe (1239), Linnephe (1276, 1280), Lennepe (1277), Lynephe (1324), Lenpia (1348), Lenpa (1348), Lennep (1355), Lympe (1398).
Landschaftslage
Lennep liegt etwa 315 m hoch auf den Höhen des Bergischen Landes inmitten des Wupperbogens, der Ortskern in der sich nach Südosten öffnenden und von der alten Fernstraße Köln- Dortmund - Osnabrück - Bremen durchschnittenen Quellmulde des Lenneper Bachs, der von mehreren Quellwässern gespeist, das Stadtgebiet nach 0sten durchfließt und bei Krebsöge in die Wupper mündet. Umgebende Berge: Gartenberg (Norden), Schellenberg (Nordwesten), Johannisberg (Südwesten), Lindenberg (Süden).
Ortsursprung
Ehedem mehrere Grundherren:
- Abtei Werden mit Gut „Zur Kemenaden" (sicher um 1150, wahrscheinlich schon 1126),
- Grafen von Berg mit mehreren Gütern, Mühle und der Mark von Lennep (um bzw. vor 1200),
- St. Cunibert-Köln mit Bongartshof und Weiherhof (1239, vermutlich aus Schenkungen der Grafen von Berg),
- wahrscheinlich auch Grafen von Hückeswagen, wohl mit Gut „In der Lennepe" (um bzw. vor 1200).
- „Herren von Lennep" als ursprüngliche Grund¬herren unsicher.
Stadtgründung
Stadtgründung durch die Grafen von Berg. Erste Befestigung wahrscheinlich vor Beginn der Isenbergisch-Märkischen Erbfehde um 1230. Stadterhebung vor 1276. In diesem Jahre oppidum Lennep als Oberhof für Ratingen genannt. 1277 bestätigte Adolf V. (nach neuer Zählung VIII.) von Berg die von ihm und seinen Vorfahren der Stadt Lennep verliehenen Rechte und Freiheiten. Bezeichnung als oppidum noch 1324, 1348, als Wyckbold 1325, als „sloss" 1397, 1398, als Stadt 1277, 1350, 1397, 1417, 1449 und folgend.
Stadt als Siedlung
Bauliche Entwicklung
Geschichtlicher Stadtkern mit bis 1956 noch fast unverändertem mittelalterlichem Stadtgrundriß: annähernd ein Kreis von etwa 400 m Durchmesser mit Kirche und Markt im Mittelpunkt, der von der alten Straße Köln-Dortmund berührt wird. In Anpassung an das Gelände gehen die Straßen vom Markt aus meist radial bergauf und sind untereinander verbunden und abgeschlossen durch die ringsum laufende Wallstraße. Mauern und Türme um 1230 bis 1243 erbaut, oft zerstört, ganz niedergelegt 1815; mit den Steinen wurden die Hauptstraßen gepflastert. Türme am Kölner und Lüttringhauser Tor, viereckig, am Schwelmer- und Wassertor rund.
Gebäude
Evangelische Pfarrkirche, ursprünglich Kapelle (unter Lüttringhausen), noch 1316 so genannt, wurde bereits im 13. Jhdt. Pfarrkirche, abgebrannt 1325, 1563 und 1746. Neubau 1750-56 als Saalbau. Minoritenkloster 1641, aufgelöst 1803; Klosterkirche vollendet 1696. Kath. Kirche auf dem kleinen Johannisberg 1868 erbaut.
Brände
Stadtbrände: 1325, 1468, 1563, 1746; ferner zerstört 1397.
Zerstörungen 2. Weltkrieg
1956: Zerstörungen nur im Neubaugebiet außerhalb der Altstadt.
Bevölkerung
Ältere Einwohnerzahlen
1773: 2.997 Einwohner (E.), 1783: 3.018 E., 1793: 2.991 E.
Seuchen
Pest 1631 und 1736. Rote Ruhr 1669 und 1674. Großes Fieber 1762. Cholera (Brechruhr) 1849 (211 Tote 05.08. bis 13.09.).
Bevölkerungsverzeichnisse
- Kirchenbücher: ev. 1654-1809
- Kirchenbücher: kath. 1658-1809.
- Adreßbücher Kreis Lennep 1925/26.
Abschriften der Mormonen
Personenstandsarchiv Brühl
- 1658-1809 (rk.) Geburten
- 1667-1809 (rk.) Heiraten
- 1697-1809 (rk.) Tote
- 1654-1809, 1832-1884 (luth.) Geburten, Tote
- 1654-1809, 1832-1875 (luth.) Heiraten
Berühmte Personen
- Wilhelm Konrad von Röntgen, Physiker, * 27.03.1845 Lennep, + 10.02.1923 München, Entdecker der Röntgenstrahlen.
Jüngere Einwohnerzahlen
1800: 3.630 Einwohner (E.), 1813: 3.621 E., 1819: 4.685 E. (2.464 m., 2.221 w.,), 1831: 5.652 E. (2.851 m., 2.801 w.), 1840: 6.363 E. (3.315 m., 3.048 w.), um 1845: 350 Häuser und 6.683 E.; 1861: 7.578 E. (3.733 m., 3.854 w.) 1871: 657 Häuser und 7.720 E. (davon 4.352 ortsgebürtig; 3.791 m., 3.929 w. ; Stadt Lennep 454 Häuser und 5.297 E. Außenbürgerschaft Lennep 203 Häuser und 2.423 E.) ; 1885: 727 Häuser und 8.844 E. (4.281 m., 4.583 w.); 1891: 10.427 E. (5.101 m., 5326 w.), 1895: 8.897 E. (4.181 m., 4.716 w.), 1900: 9.704 E. (4.551 m., 5.153 w.), 1910: 13.123 E. (6.374 m., 6.749 w. , 1919: 13.095 E. (6.299 m., 6.796 w.), 1925: 14.155 E. (6.760 m., 7.395 w.), 1930: 14.436 E. (6.883 m., 7.573 w.), 1950: 18.559 E.
Sprache
Die Mundart gehört zu den niederfränkischen Grenzmundarten und liegt zwischen Ürdinger (ek/ech-) Linie und westfälischen Grenzlinie (et-Linie). Zeigt Erhaltung von ek, mek, dek, sek, ok, sowie Weiterentwicklung der in Remscheid erhaltenen Diphthonge ie, uo, üö zu ai, au, äü (fi laipen, Haut, gräün 'wir liefen, Hut, grün' gegenüber Remscheid: fir liegen, Huot, grüön). Hat wie Remscheid Anteil an der Kompromißform öngk 'euch' sowie an der gleichen Kompromißform des Einheitsplurals. Das Zahlwort fif ist erhalten.
Wappen
Datei:Wappen Ort Musterort Kreis Musterkreis.png Hier: Beschreibung des Wappens
Politische Einteilung
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
- Auf den Mormonen-CDs Edition Western Europe Vital Records Index sind auch genealogische Daten zu Lennep erfasst.
Zivilstandsregister
Im Personenstandsarchiv Brühl sind Zivilstandsregister wie folgt vorhanden: [1]
- Lennep (Stadt Remscheid), Munizipalität, ab 1815 Samtgemeinde/Bürgermeisterei - Landgericht Elberfeld -
- GHS 1810 - 1875
- Belegakten 1810 - 1873 (LL)
- Belegakten G 1858 - 1872 (LL)
- Belegakten S 1856 - 1872 (LL)
- Aufgebote 1811 - 1819, 1821 - 1875
- Dezennaltabellen 1823 - 1872
- Aktuelle Hinweise zum Bestand
- G 1832 - nicht benutzbar (30.05.2007) Marie-Luise (Carl) 17:31, 4. Jun. 2007 (CEST)
Batchnummern
- Taufen, evangelisch 1770-1809, Batchnummer: C978521
- Taufen, evangelisch Jungen 1770-1809, Batchnummer: J978524
- Taufen, evangelisch Mädchen 1770-1809, Batchnummer: K978524
- Taufen, evangelisch 1819-1827, Batchnummer: C943341
- Taufen, evangelisch 1825-1831, Batchnummer: C943342
- Taufen, evangelisch 1828-1833, Batchnummer: C943343
- Taufen, evangelisch Jungen 1832-1840, Batchnummer: J943351
- Taufen, evangelisch Mädchen 1832-1840, Batchnummer: K943351
- Taufen, evangelisch 1840-1851, Batchnummer: C943344
- Taufen, evangelisch 1868-1875, Batchnummer: C943346
- Heiraten, evangelisch 1654-1738, Batchnummer: M978522
- Heiraten, evangelisch 1739-1769, Batchnummer: M978523
- Heiraten, evangelisch 1770-1801, Batchnummer: M978521
- Heiraten, evangelisch 1770-1809, Batchnummer: M978525
- Heiraten, evangelisch 1773, Batchnummer: M978524
- Heiraten, evangelisch 1824-1828, Batchnummer: M943341
- Heiraten, evangelisch 1828-1832, Batchnummer: M943343
- Heiraten, evangelisch 1832-1840, Batchnummer: M943351
- Heiraten, evangelisch 1840-1851, Batchnummer: M943344
- Heiraten, evangelisch 1852-1859, Batchnummer: M978526
- Heiraten, evangelisch 1860-1867, Batchnummer: M978528
- Heiraten, evangelisch 1868-1875, Batchnummer: M943346
- Heiraten, evangelisch 1876-1884, Batchnummer: M943348
- Taufen, röm-kath. 1658-1809, Batchnummer: C943331
- Heiraten, röm-kath. 1667-1809, Batchnummer: M943331
Bibliografie
Genealogische Bibliografie
Historische Bibliografie
Archive und Bibliotheken
Archive
Bibliotheken
Verschiedenes
Benutzte Quellen und Literatur
- ↑ FÜCHTNER, Jörg, und LAUERMANN, Andrea, Die Zivilstandsregister und die Kirchenbuchduplikate im Nordrhein-Westfälischen Personenstandsarchiv Rheinland, Eine Übersicht, Brühl, 1996.
Weblinks
Offizielle Webseiten
Genealogische Webseiten
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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | object_284873 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Typ |
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| Einwohner | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karte |
TK25: 4809 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Lennep (1809 - 1929) ( MairieBürgermeisterei) Berg (- 1806) ( GrafschaftHerzogtum) |
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| Untergeordnete Objekte |
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