Hof Wermert

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Epe (Bramsche)/Höfe


	Anschrift: 	  Malgartener Str. 108, 49565 Bramsche
	Alte Anschrift:	  Epe Nr.12, Epe Nr.6
	Heutiger Eigentümer:  Familie Westerhaus
	Heutige Nutzung:	  Landwirtschaft
	Namensformen:	  Wermeldinck, Wermelding, Wermelinck, Wermerdynk,Warmert, Warmat, Wermer, Wermers, Warmerinck,
                                Wermeringk, Wermerdt, Wermerth, Wermert.
	Namensursprung:	  Der Name scheint abgeleitet vom Vornamen Warmer, im niederdeutschen Werinmar oder Wermar.
	Weitere Hofnamen:	  Gastvogel (1945 - 1962), Westerhaus (seit 1935).
	Erste Erwähnung:	  1449
	Früherer Hofstatus:	  Vollerbe


Entwicklungsgeschichte:

Urkundlich wird erstmals Gerke Wermeldinck im Jahre 1449 erwähnt. Er hielt 1458 5 Pferde, 7 Kühe, 5 Rinder und 6 Schweine.

Hoferbe wurde Herman Wermelding, der zwischen 1489 und 1506 als Bewirtschafter auftritt und noch 1512 mit Frau und einem Angehörigen verzeichnet ist.

Zu dieser Zeit lebten eine Tale Wermerdynk und die Familien Berend Wermerdynk, Herman Wermert und Johan Wermert in Epe. Letzterer wird etwa zwischen 1510 und 1521 genannt und ist 1512 mit Frau verzeichnet. Bereits um 1490 scheint sich ein Kotten vom Hof getrennt zu haben. Noch 1515 taucht ein Bernt Wermerds Kotte in den Registern auf. Ob dieser Kotten wieder eingegangen ist oder sich zur besseren Unterscheidung später anders nannte, ist nicht mehr zu klären.

Von 1532 bis 1569 werden Arnt Warmert und Frau als Bewirtschafter genannt. Daneben lebte 1532 noch eine Tale Warmat, die als arm bezeichnet wurde. Der Hof hielt 1533 8 Pferde, 2 Fohlen, 14 Kühe, 9 Rinder und 24 Schweine.

1570 und 1571 ist Herman Wermert erwähnt und von 1572 bis 1589 erneut ein Arndt Wermert bzw. Wermeringk.

1601 wird als Bewirtschafter Herman Wermert mit den Söhnen Arndt und Lübke und den Töchtern Annike, Grethe und Tale genannt. Die Frau des Hermann Wermert hieß Tabe und war zu dieser Zeit offenbar schon verstorben.

1628 lebte der Bauer Lübbeke Wermerdt mit seiner Frau und zwei Töchtern auf dem Hof. In der Leibzucht wohnte eine Frau mit ihrer Tochter.

Um 1650 heiratete der Erbe Lübbeke Wermert Gretke Stiekers und in zweiter Ehe um 1665 Gretke Hundelings. Im Jahre 1657 nahm Wermert ein Darlehn beim Kloster auf. 1659 hielt der Hof 3 Pferde, 1 Fohlen, 3 Kühe und 3 Rinder. In der Leibzucht standen 1 Pferd, 2 Kühe, 1 Rind und 1 Schwein. Daneben hatte ein Malgartener Knecht 1 Kuh und 1 Rind und der Malgartener Zimmermann 1 Fohlen, 2 Kühe und 1 Rind auf dem Hof untergestellt. Die Größe des Hofes wurde 1667 mit 42 Schef. Ackerland, 10 Fuder Wiesenwuchs und 2 Schef. Garten angegeben. In der Leibzucht und im Schafstall befanden sich Nebenfeuerstellen. 1680 umfaßte der Hof 3 3/4 Schef. Garten, 39 1/2 Schef. Ackerland, 8 Fuder Heu und 1 Dustteil Holz im Eper Bruch. Außer den Steuern bestanden damals die staatlichen Abgaben aus 1 T. 5 Schil. 3 Pf. Dienstgeld, 2 T. 6 Schil. Maigeld, 3 Schil. 6 Pf. Herbstschatz und 2 Hühnern.

Der Erbe Hermann Wermert heiratete 1681 Alheit Kuhlmann aus Rieste. 1686, 1694 und 1699 wurden weitere Darlehn von insgesamt 50 T. beim Kloster aufgenommen. Auf dem Hof waren 1693 ein Vollknecht, ein Halbknecht und eine Magd beschäftigt.

1720 heiratete der Erbe Arndt Henrich Wermert Anna Catharina Borgstätte (Borgstede) aus Eikern/Schleptrup. Wegen der vielen Schulden wurde ihnen die Auffahrt zu 40 T. gelassen. Aus Dankbarkeit verpflichtete sich Wermert binnen Jahres 10 Fuder Steine aus Pente ans Kloster zu fahren. Die Mitgift bestand aus 150 T. und Vieh. In zweiter Ehe heiratete die Witwe 1731 Johan Henrich Biest aus Rieste. Die Mitgift betrug 200 T. Der Hof wurde 1723 mit 8 Mt. 1 Schef. und 17 Qr. vermessen. Außer den Steuern bestanden damals die staatlichen Abgaben aus 1 T. 5 Schil. 3 Pf. Wagendienstgeld, 4 T. Spanndienstgeld, 3 Schil. 6 Pf. Herbstschatz, 2 T. 6 Schil. Maigeld und 2 Hühnern. Weitere Klosterdarlehn von insgesamt 65 T. sind aus den Jahren 1723, 1724 und 1736 verzeichnet.

1755 heiratete der Erbe Johann Berendt Wermert Anna Maria Alheid Schwankhaus genannt Sandmann aus Sögeln. In zweiter Ehe heiratete die Witwe 1767 Hermann Arend Schwegmann aus Schagen/Pente. Die Mitgift bestand aus 200 T., 6 Kühen und 2 Pferden. Der Sohn Johan Henrich wurde Bäcker und Brauer und war zeitweise Besitzer der Bramscher Gastwirtschaft "Deutsches Haus". 1803 braute er das letzte Bier in der Klosterbrauerei Malgarten. 1768 mußte der Hof erneut ein Darlehn von 20 T. beim Kloster aufnehmen. 1772 waren ein Knecht und eine Magd beschäftigt. In der Leibzucht lebten zwei und im Beihaus eine Familie. 1785 ist die Größe des Hofes mit 12 Mt. 7 Schef. und 20 Qr. angegeben.

1794 heiratete die Erbin Catharina Maria Wermert Ernst Heinrich Wonning aus Sögeln. Die Mitgift bestand aus 100 T. und Vieh. Nach dreimaliger Überschwemmung seiner Ländereien im Jahre 1803 und auf Grund von 7 Einquartierungen in dieser kriegerischen Zeit, beantragte Wermert 1804 einen Nachlaß der Pacht. Zwei Jahre später vernichtete ein Frost 1 Mt. 10 Schef. Roggen, 9 Schef. Gerste, 9 Schef. Hafer und 2 Schef. Buchweizen. Wermert erhielt einen Pachtnachlaß von 6 Schef. Roggen.<StAO Rep.550 I Nr.142>

Nachdem der Colon Wermert 12 Jahre den Hof geführt und mit vielen Schulden belastet hatte, sah man ein, daß er untauglich war, der Stätte vorzustehen. Die Schulden betrugen inzwischen 1.500 T. und die Schuldner drangen auf einen Verkauf des Hofes. Aus Liebe zu seiner Schwester, der Bäuerin des Hofes, verhinderte der Gastwirt Wermert in Bramsche einen Verkauf. Es wurde ein Familienrat einberufen, der die Ausheuerung der Stätte auf 8 Jahre, von 1808 bis 1816 beschloß. Doch auch nach Ablauf dieser Zeit hatte sich der schlechte Lebenswandel von Wermert nicht geändert. Statt wie üblich zu Fuß zu den Märkten zu gehen, ritt er dorthin, blieb oft tagelang weg und kam mit leeren Taschen heim. Auch vergriff er sich tätlich an seiner Frau und den Kindern. Der Administrator Richard meinte, es müsse ihm verboten werden, ohne Wissen seiner Frau, etwas zu kaufen oder zu verkaufen. Er schlug vor, den Hof weiter zu verheuern bis der Sohn großjährig sei.<StAO Rep.550 I Nr.339> Bis Anfang der 20er Jahre war der Hof nachweislich weiter verheuert.<StAO Rep.551 Nr.11>

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung von 1823 verzeichnet einen jährlichen Ertrag des Hofes von 134 T. 7 Schil. und 9 39/54 Pf. Die Abgaben von 91 T. 15 Schil. 4 Pf. abgerechnet, ergaben einen Jahresüberschuß von 42 T. 13 Schil. und 5 39/54 Pf. Außer den Steuern bestanden damals die staatlichen Abgaben aus 6 T. 16 Schil. 6 Pf. Kavallerieverpflegungsgeld, 4 T. 14 Schil. 9 Pf. Neujahrsgeld, Maigeld, Herbstschatz und Heugeld, einem wöchentlichen Spanndienst mit 2 Pferden und 2 Hühnern. Die Markenteilung 1833 brachte dem Hof 18 ha 2 Mg. und 32 Qr. Land hinzu. Nach den Ablösungsgesetzen von 1833 konnte sich der Hof nach und nach von den Abgaben und Diensten freikaufen.<StAO Rep.556 Nr.2129> Im Jahre 1834 erfolgte die Umwandlung der ungewissen Gefälle (Leibeigenschaft) in eine jährliche Abgabe von 7 T. und 1847 wurden die gutsherrlichen Korngefälle (Pacht) mit 885 T. 16 gGr. 8 Pf. abgelöst. 1872 erfolgte die Ablösung einiger gutsherrlicher Gefälle mit 68 T. 13 Sgr. 6 Pf.<StAO Rep.561 VIII Vörden Nr.376> und 1875 die Ablösung des Richterkorns mit 6 T. 10 Sgr. 6 Pf. Erst 1907 konnte Wermert die Kirchenpflicht mit 61,97 M. ablösen.

1834 heiratete der Erbe Hermann Henrich Wermert Marie Elise Horstmann aus Venne. Im Roman "Herminnerk" beschreibt der Sohn, wie sich seine Eltern kennenlernten. Es war auf dem Viehmarkt in Venne, wo sich Herminnerk einen schönen Rappen von Horstmann kaufte. Da der Hof auf dem Heimweg lag, gingen die beiden zusammen und Horstmann lud ihn zu sich nach Hause ein. Nach einem guten Essen und einer Besichtigung des Hofes ließ er sich überreden, seine Abreise auf den nächsten Tag zu verschieben. Noch am selben Abend ging er mit Maria Elisabeth nach Venne zum Tanz. 1876 verfügte der Hof über 39 Parzellen Land mit einer Größe von 43,9968 ha. Nach dem Tod von Hermann Henrich Wermert 1858 führte seine Witwe, zusammen mit den Kindern, die Bewirtschaftung des Hofes fort. Ihre Kraft und Energie zeigte sie auch bei einem langen Prozeß wegen eines Heidegrundstückes aus der Markenteilung. Der Kläger zog schließlich die Klage zurück.<G. Wermert, Herminnerk>

Der jüngste Sohn Georg Wermert wurde Volksschullehrer und lehrte zwei Jahre in Dissen, bevor er sein Abitur machte und an der Universität Göttingen sein Studium aufnahm. Bereits nach einem Jahr folgte er jedoch einem Ruf als Sekretär der Handelskammer nach Halle. Nach einem weiteren Jahr zog es ihn in gleicher Eigenschaft nach Chemnitz, wo er zwei Jahre tätig war. Danach nahm er sein Studium in Göttingen wieder auf und promovierte zum Dr. phil. Nun zog es ihn für zwei Jahre nach Sizilien, bevor er sich in Groß Lichterfelde bei Berlin niederließ und eine Anstellung im statistischen Amt übernahm.<BN 7.1.1908> Neben dem Studium und seiner Arbeit verfasste er mehrere Bücher. Bereits 1885 erschien in Jena das Buch "Neuere sozialpolitische Anschauungen im Katholizismus innerhalb Deutschlands"; 1904 in Leibzig "Börse, Börsengesetz und Börsengeschäfte"; 1905 in Berlin ein bedeutendes Werk über "Die Insel Sicilien" und 1907 erschien in Leipzig sein Heimatroman "Herminnerk", der zum großen Teil in Epe spielt. Zwar bezeichnet Georg Wermert das Buch als Roman, doch ist es vielmehr die Biographie seines eigenen Lebens. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und beginnt im Jahre 1858, dem Todesjahr seines Vaters, als er selbst gerade zwei Jahre alt war. Ausführlich beschreibt er die Örtlichkeiten, die Personen seines Umfeldes und die Geschehnisse seiner Kindheit. Er stellt seinen Bruder Wilm, der später das Erbe übernahm, als einen Pferdeliebhaber vor und Gust, der zweite Bruder, liebte die Unterhaltung und las mit Leidenschaft Zeitschriften und Romane. Er freundete sich mit dem katholischen Lehrer Mehmert an, der ebenfalls ein Liebhaber solcher Lektüren war und der durch seine Verwandten in Amerika viele Bücher und Zeitschriften zugeschickt bekam. Neben den Brüdern gab es noch zwei Schwestern, Julchen und Minchen. Spielgefährten waren auch die Kinder der Heuerleute Uhland, Helmich und Buhr, insbesondere aber die des Amtsboten Weglage, der in Kiesekamps Leibzucht wohnte. Er erwähnt seine Kinderstreiche, seine Arbeit als Kuhhirte, erzählt die alten Sagen vom Darnsee und beschreibt seine Träume und Wünsche. Die Zahl der zu hütenden Tiere gibt er mit 32 Kühen und 1 Bullen an. Er beschreibt die Stimmungen in der Gemeinde nach der Übernahme Hannovers durch Preußen 1866 und die während des Krieges 1870/71 und schildert die Trennung von seinen besten Freunden, den Kindern des Amtsboten Weglage, die in die USA auswanderten. Als wegen Lehrermangel sogar Prämien für den ausgesetzt wurden, der einen Interessenten warb, traten seine beiden Schulkameraden Frankamp und Hadke in eine Vorbildungsanstalt ein und zogen nach Melle. Obwohl er selbst auch gerne studieren wollte, erklärten sich seine Geschwister nicht damit einverstanden. Sollte er als Erbe des Hofes studieren, so stünde ihm später auch noch der Hof zu und die Geschwister gingen vollkommen leer aus. Ein neues Erbrechtsgesetz gab ihm dann jedoch die Möglichkeit zu studieren, während sein Bruder Wilhelm den Hof übernahm. Er bekam Privatunterricht beim Lehrer Eggers in Epe und bestand schließlich in Osnabrück die Aufnahmeprüfung mit Glanz. Nun zog er ganz nach Osnabrück um zu lernen und kam nur noch in den Ferien zurück nach Epe. Ausführlich schildert er sein Leben als Student in Jena. Der erste Teil des Buches endet mit seiner Promotion zum Doktor. Im zweiten Teil schildert er seine Erfahrungen im Beruf, beschreibt verschiedene Menschen seiner Umgebung, seine Feinde und Freunde, prangert die Korruption einiger Geschäftsleute an und geht kurz auf seine Reisen nach Helgoland und später nach Rom, Sizilien und Nordafrika ein. Georg Wermert starb unverheiratet Ende Dezember 1907 in Groß Lichtenfelde bei Berlin<BN 7.1.1908> und liegt auf dem Bramscher Friedhof begraben. Sein Nachlaß befindet sich zum Teil noch heute auf dem Hof in Epe.

1892 heiratete der Hoferbe Ernst Wilhelm Wermert Elise Emma Fregres aus Achmer. Zwei Kinder der Familie starben am 20. März 1900 an Diphtherie<BN> und wurden mit einem Leiterwagen nach Bramsche zur Beerdigung gefahren. Die Größe des Hofes betrug 1895 43,3305 ha. Nach dem Tode von Ernst Wilhelm Wermert 1922 wurde Heinrich Steinkamp als Verwalter des Hofes eingestellt. Während der Inflationszeit erhielt er als Lohn ein Grundstück im Wittenfelde, das er später mit Wermerts Pferden kultivierte. 1934 errichtete er hier seinen eigenen Hof.

1935 heiratete die Erbin Luise Wilhelmine Adele Wermert Georg Heinrich Friedrich Westerhaus aus Balkum und in zweiter Ehe 1945 Gustav Gastvogel aus Pente. Während des Krieges war Westerhaus zeitweise Ortsbauernführer in Epe. 1947 hatte der Hof eine Größe von 39,1709 ha und 1959 noch 39,0500 ha.

1962 heiratete der Erbe Friedhelm Westerhaus Erika Thomas aus Bottum. Nach der Schulzeit und einer landwirtschaftlichen Lehre arbeitete Friedhelm Westerhaus ein halbes Jahr in Holland und war dann drei Jahre Verwalter auf dem Hof Matthiesing in Ueffeln. 1979 kam er durch einen tragischen Unfall im Bullenstall seines Hofes ums Leben.

Der Erbe Jürgen Westerhaus heiratete 1986 Karin Moormann aus Epe. Der Hof ist Ausbildungsbetrieb.


Gebäude und Bewohner: Das vorige Erbwohnhaus, das an gleicher Stelle stand, war sehr alt und wesentlich kleiner, was auch die Karte von 1835/51 belegt. Nach dessen Abbruch lebte die Familie vorübergehend im Backhaus, bis das neue Haus bezugsfertig war. Es ist auch erwähnt, daß Kaminsteine vorhanden waren. Im Jahre 1836 entstand das heutige Erbwohnhaus. Die Inschrift der Dielentoreinfahrt lautet: "Herrmann Heinrich Wermer Maria Elisebeth Wermer gebohr. Horstmann Den 16. Juni 1836 Mst IMS". Im Roman "Herminnerk" wird der Hof folgendermaßen beschrieben: Die Wände des strohgedeckten Bauernhauses waren weiß, das Fachwerk schwarz und die Lukenklappen der Viehställe waren rot gestrichen. Um den Hof standen große Eichen und Buchen und dazwischen einige Lärchen. Besonders eine Eiche von außergewöhnlicher Schönheit und Größe wurde weithin bewundert. Sie hatte eine Höhe von über 100 Fuß (ca. 30 m). Nach dem Bau eines neuen Wohnhauses 1962 wurde das alte Erbwohnhaus vermietet. Anfangs lebten hier zwei Familien. 1987 erfolgte der Umbau zu einem Viehstall. Bewohner: Familien: Bensch; Peine; Krause; Kettler (1962 - 1980); Jarosch (1980 - 1987). 1962 entstand ein neues Wohnhaus auf dem Hofplatz, das bis 1977 von der Familie Westerhaus bewohnt wurde. Nach dem Bau eines weiteren Wohnhauses 1977 zog die Familie hier ein. Das andere Wohnhaus ist vermietet. Die Scheune an der Straße entstand 1763. Die Inschrift über dem linken Tor lautet: "Johan Berndt Wermert : Maria Adelheit Schwanckhaus jetzo Wermers 1763 den 3 MAY". Nach dem Roman "Herminnerk" war dieses Gebäude nicht nur Scheune sondern auch Schafstall. 1896/97 errichtete man eine Wagenremise und 1908 einen Schweinestall.<StAO Rep.540 Bers. Nr.97> Weitere Mastställe entstanden um 1967 an der Oberortstr. und 1993 nördlich vom Hof.


Leibzucht, Malgartener Str.110: Im Roman "Herminnerk" werden drei Leibzuchten erwähnt. Wahrscheinlich muß es aber wohl richtiger drei Leibzuchtwohnungen heißen. Bewohner waren zu dieser Zeit (1858 bis um 1890) die Familien Buhr, Maurer Uhland und Hellmich. Die erstmals 1589 genannte Leibzucht war bis in die 1960er Jahre von einer Heuerfamilie bewohnt. Nach einem Umbau wurden zwei Wohnungen eingerichtet. Erbe des Hauses wurde Volker Westerhaus, der Bruder des Hoferben. Er ließ es 1992 abbrechen und errichtete an gleicher Stelle ein neues Wohnhaus. Bewohner: Familien: Anna Maria Biest geb. Sandmann aus Sögeln, Witwe des Berend Henrich Biest aus Rieste (1772, 1776); Anna Margarethe Meyer geb. Warning, Witwe des Zimmermeisters Johann Henrich Meyer (1772, 1776); H. Uhland (1858); Willi Poske und Frau geb. Uhland (1938); Kuhlmann ("Kuhlmes Brautmoß" genannt, 1938, 1960); Rudolf Ambul; Helmut Gläser (1965); Hans Peine (1987); Willi Wübbold (1987 - 1990); Volker Westerhaus und Petra geb. Sahm (seit 1993).

Beihaus, nicht mehr vorhanden: Der Standort des 1772 genannten Beihauses ist nicht bekannt. Möglicherweise ist es identisch mit dem 1667 erwähnten Schafstall, der vom Zimmermann des Klosters bewohnt wurde oder mit der 1671 genannten bewohnten Scheune. Bewohner: Zimmermann Franz Henrich Dinckelmann und Catharina Margaretha geb. Sube (1772, 1776).

Backhaus, nicht mehr vorhanden: Ein Backhaus wird bereits 1671 erwähnt. 1775 errichtete man ein neues Backhaus, wahrscheinlich nordöstlich der Scheune an der Straße nach Malgarten. Später verlegte man offenbar das Gebäude an die Oberortstraße (Karte von 1873). Hier brannte das Backhaus um 1968 ab. Die Inschrift im Giebelbalken lautete: "AHWM AK 1775 6C".

Heuerhaus, nicht mehr vorhanden: Südöstlich des heutigen Hauses Görtemöller verzeichnet die Karte von 1835/51 erstmals ein Gebäude, das zum Hof Wermert gehörte. Es brannte in der Nacht zum 16. Februar 1931 gegen Mitternacht ab. Zwar konnte das Vieh gerettet werden, doch verbrannte das gesamte Inventar.<BN 17.2.1931> Das Haus wurde nicht wieder aufgebaut. Bewohner: Familien: August Steinkamp (1912); Hermann Bremer; Heinrich Wessel (1912 - 1931).

Wohnhaus auf dem Hof, Malgartener Str. 108: Das 1962 gebaute Haus wurde nach 1977 vermietet. 1991 erfolgte ein Umbau zu zwei Wohnungen. Bewohner: Familien: Hugo Rehfeld (1977 - 1984); Heinz und Marion Ulpke (1984 - 1991); Kirsten und Anke Wieczorek (seit 1991); Olaf Grabo (seit 1991).

Weitere Heuerleute: Familien Johann Heinrich Hehemann aus Hagen und Anna Maria Dorothea geb. Landber aus Hesepe (1831); Lange (1849); Schuster Johann Heinrich Horstmann und Margarethe Maria geb. Schmidt (1853); Buhr (1855); Heinrich Hellmich (1858); Witwe Bührmann (1876); Hermann Buhr (1881); August Busch (1897); Heinrich Schwankhaus (1900).


Darstellung und Quellen der Hofgeschichten sind auf Seite Epe (Bramsche)/Höfe - Darstellung und Quellen erläutert.


Ein Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen befindet sich hier.


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