Haus Henrichenburg
Hierarchie Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Recklinghausen
Lage
Freiadeliges Haus in Castrop - Rauxel-Henrichenburg.
Einleitung
- 1263 Ritter Arnold von Henrichenburg
Familie von Wickede
31.05.1359 Jutta von Wickede geb. von Limburg und ihre Kinder übertragen Bernd von Düngelen und Sohn Johann verschiedene Güter, darunter Osterkotten und Eylhardshove.
Die "von Düngelen"
- Besitzer Bernd von Düngelen (1400 / 1424)
- Im Besitz der Familie von Düngelen befanden sich um diese Zeit auch Haus Bladenhorst und Haus Ickern.
Verlehnung durch Bernd von Düngelen
1407-1415 Undatierter alter Zettel von etlichen Lehngütern, so nach der Henrichenburg (Bernd von Düngelen) gehören ("sine die et consule").
- Henneke Histveld van den Hove to Bernem im Kspl. Galen, item
- Johann Histveld von demselben Gute (Hove to Bernem im Kspl. Galen).
- Arnd von Brachtbecke (Brabeck) von zwei Höfen to Bokolte im Kspl. Kerkhellen (Kirchhellen), hat Lonyes van Brachtbecke empfangen, 1412 diese zwei Höfe dann Wessel van Brachtbecke.
- Hinrick van Brachtbecke von einem Hofe to Holthusen, gt. Kteyenkamp im Kspl. Kerkhellen.
- Ludolff van Boynen hat empfangen das Gut to Altenderne Wernsinck oder Hardengut genannt.
- Everd Vridach aus dem Hofe to Berge im Kspl. Kamen.
- Verderalde van Overhove to Holthusen Kspl. Waltrop.
- Aleff Crampe von einem Hof to Holthusen im Kspl. Olfelen (Olfen).
- Degenhard von Bockenvorde, Schungel und Hermann van Wockenhem von einem Hofe to Wockenhem (Wocklum) im Kspl. Balve.
- Voged (Vogt) van Kalle von zwei Zehnten to Apelendernbecke und to Brochusen in dem Kspl. Dedelichove.
- Kenningesberch von einem Gute to alten Derne Ommetinchus.
- Everd Knoesel ist myn (Bernd Düngelens) Mann.
- Maes van den Tenc(t)hus das Gut Kreg(y)enkamp im Kspl. Kerckhellen, Diderich van den Tenthus hat es 1407 empfangen.
Rechtbestätigung
(1407-1415 Undatierter alter Zettel) Folgende Güter hevet Recht in der Borcrchagene:
- Hoff to der Borch mit 12 Telgen
- dy Sprengemelle mit 9 Telgen
- Stoveren mit 9 Telgen
- Blankenpoit mit 6 Telgen
- Rabode Hovestaet mit 3 Telgen
dey Halle mit 3 Telgen
Erbwechsel
- 1445 Johann Sobbe, genannt de Gryper, und Bernd von Düngelen bekennen, dass sie den Rotger von Galen wegen einer Bürgschaft schadlos halten wollen.
- Quelle: Urkundsregest, ohne Nr., Archiv Haus Herten
Familie von Altenbockum
- 30.07.1462 Wwe. Katharina von Düngelen und Tochter verkaufen verschiedene Güter, darunter Osterkotten und Eylhardshove an Johan von Altenbockum.
- 22.03.1469 Wennemar von Brüggeney gt. Hasenkamp und Frau verzichten auf das Erbe des Johan von Altenbockum
Verkauf an von Ulenbrock
- 07.02.1483 Johan von Altenbockum verkauft die Henrichenburg den Brüdern von Ulenbrock.
- 11.04.1483 Sohn Matthias von Altenbockum genehmigt den Verkauf.
- 27.07.1493 Die Brüder von Ulenbrock übertragen Henrichenburg Arndt vom Gysenbergh und Sibilla Schall von Bell.
- 11.04.1483 Sohn Matthias von Altenbockum genehmigt den Verkauf.
Kölnisches Lehen
1555 Belehnung für die von Gysenberg mit der Henrichenburg.
- 03.02.1557 Erzbischof Anton von Köln bestätigt den vom verstorbenen Erzbischof Adolf dem Heinrich Averdunk und seiner Tochter erteilten Konsens, eine früher an Dortmunder Bürger versetzte und von diesen an Johann von Gyssenberg zu Henrichenburg verkaufte Kornrente aus Gütern im Kirchspiel Waltrop an sich zu kaufen.
Erbwechsel
17.05.1586 Henrich Duden, Abt von Werden und Helmstedt, belehnt nach dem Tode Catharinas von Münster zum Botzlar den Johan von Gisenberg zur Henrichenburg mit dem 4. Teil der Buddenhove im Ksp. Selhem zu Mannlehenrecht zu mitbehuf Arndt von Gisenbergs, seines Bruders. Z: Alexander Kuickenbecker, Richter zu Werden; Wilhelm Schlechtendaill, Rentmeister des Stifts; Alexander Duden, Secretarius des Abts.
Erbwechsel
15.08.1611 Johann von Gysenberg zu Henrichenburg, Giesenberg (im Amt Bochum) und Asterlagen (Kr. Moers) oo Hellenberg von dem Romberg (Wwe. 1620), Sohn Johann von Gysenberg (1626)
Erbfall Haus Botzlaer
28.1.1600 Vor dem Offizial zu Münster verkauft Johann von Gisenberg zur Henrichenburg der Anna von Werninckhausen, Witwe Heinrichs von Ascheberg zu Gottendorp, den 4. Teil des Hauses Botzlar mit Zubehör, Fischerei auf der Lippe, Probe, Maß und Saat in Selm (1/2), alles im Ksp. Bork und Selm gelegen, wie es ihm erblich von seiner Mutter Catharina von Münster zugefallen ist. Er verspricht, ihr die Belehnung mit der Buddenhove zu verschaffen. Siegelank. des Offizials. Z: Wolterus Hane, Fredericus Nierman, Diener der Siegelkammer. Unterschriften des Notars Caspar Rexinck, Joh. v. d. Gisenberg und Frau Hellenberg von dem Roemberg Frau von dem Gisenberg.
Verkauf
Der Hildesheimer Domherr Arnold Robert von Gysenberg verkaufte im Jahre 1725 die Burg an Josef Clemens August von Westerholt.
Spätere Besitzer
- von Westerholt (ab1727)
- Freiherr Ludolf Friedrich Adolf von Boenen 1767 durch Heirat der Erbtochter
- Die Fürstäbtissin von Essen und Thorn, Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach erwarb 1775 die Henrichenburg für 108.000 Thaler als spätere Stiftung für das Waisenhaus Essen Steele.
Gutsgeschichte
Gerechtsame
Freiheit Henrichenburg
Freiadelige Gerechtigkeit
Grundherrschaft
Eigenbehörige Bauernerben
Kirchspiel Waltrop
Bauerschaft Dottelbeck
- Hoffman, gehört zu Haus Henrichenburg
Kirchspiel Suderwich
Bauerschaft Suderwich
- Johan Freithoff, gehört zu Haus Henrichenburg
- Johan Spiegelfoff, gehört zu Haus Henrichenburg
Kirchspiel Henrichenburg
Bauerschaft Becklem
- Gerrit in der Leimkule, gehört zu Haus Henrichenburg
- Johan Sobbe, gehört zu Haus Henrichenburg
Bauerschaft Strathausen /Borghagen
- Johan Halman, gehört zu Haus Henrichenburg
- Rolff Schulte zu Strathusen, gehört zu Haus Henrichenburg
Gebäulichkeiten
Prinzipal-Wohnhaus
Burggraben
Torrbrücke
Hauskapelle
Schafstall
Ökonomie- oder Bauhaus
Ställe
Mühle
(Korn-, Öl-, Papiermühle)
Gartenhaus
Garten und Länderei
Gartengrund
Weide
Plaggenmahd
Ackerland
Heugewächs
Schafweide
Bäume
Marken
Venn
Hovezaat
Immobilien
Ackerland
Markengrund
Papiermühle
Onera
Zeitlichen Pfarrer
Küster
Steuern
Archiv
- Haus Henrichenburg (Castrop-Rauxel-Henrichenburg), Waisenhaus zu Steele (= Essen-Steele); Stadtarchiv Recklinghausen - Vestisches Archiv Bestand von Westerholt.
|
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
|
Provinz Westfalen: Landtagsfähiges Rittergut im Kreis Recklinghausen / Vest Recklinghausen |
|
Haus Beck | Haus Berge | Haus Hagenbeck | Haus Hamm (Buer) | Haus Henrichenburg | Haus Herten | Haus Horst | Haus Knippenburg | Haus Lembeck | Haus Löringhof | Haus Lüttinghof | Haus Niering | Haus Schörlingen | Haus Uhlenbrock | Haus Vogelsang | Haus Vondern | Haus Westerholt | Haus Wittringen | Ab 1855 mit dazu: Haus Brabeck | Haus Wilbringen | Grafschaft Recklinghausen | Historisch: Haus Backem | Haus Balken | Haus Beckloe | Haus Bruchhausen Haus Darl | Haus Dillenburg (erst 1822 erbaut) Haus Dringenburg | Haus Goy | Haus Gutacker | Haus Hamm (Hamm-Bossendorf) | Haus Kaynhorst | Haus Klostern | Haus Leythe | Haus Loburg | Haus Loe | Haus Malenburg | Haus Möcklinghof | Haus Oberfeldingen | Haus Schörlingen | Haus Sickenbeck | Haus Tyding | Haus Vettenbockholt | Burg Wildau |