Szeszuppe (Fluss)

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Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000

Verlauf

Die Szeszuppe oder Scheschuppe oder Ostfluß (1938) entspringt in Litauen und nimmt ihren Lauf nach Westen. Bei Schirwindt betritt sie Ostpreußen, fließt durch den Kreis Pillkallen (Schloßberg), verläuft eine Strecke auf der Grenze der Kreise Pilkallen und Ragnit und bleibt ab dem Kirchdorf Wedereitischken ganz im Kreis Ragnit. Ihre Windungen verleihen ihr ein malerisches Gepräge. Die Szeszuppe streift die Ortschaften Galbrasten (Dreifurt), Alt Krauleidszen (Hohenflur), Aszen (Aschen), Giewerlauken (Hirschflur), Weedern Kr. Ragnit, Neu Mickehnen, Juckstein, Ackmenischken und Groß Lenkeningken (Groß Lenkenau). Der Fluss geht an Lenken (Lenkenau) vorbei, fließt durch Raudszen (Lautengrund) hindurch und mündet in die Memel.


Name

Der Name bedeutet sinngemäß "dunkler Fluss". Die Ableitung von "šeši": sechs (Sechs-Fluss) ist eine Fehlinterpretation.

vgl. litauisch

  • „šeže“ = Schwarzdrossel, Amsel
  • „šešuolė“ = Schatten

Geschichte

Die Szeszuppe war zu Ordenszeiten ein strategisch wichtiger Wasserweg, der oft in Ordensberichten erwähnt wurde.